Handicap International verurteilt das erneute Bombardement eines Krankenhauses in Syrien

Nothlife
Syrien

Ein von Handicap International unterstütztes Krankenhaus im Gouvernement Dar?? wurde am 31. Juli bei einem Bombenangriff getroffen. Mehrere Menschen starben, darunter einige Mitarbeitende.

Zerbombte Straßenszene, ein Auto liegt im Geröll

Archivbild: die zerstörte Stadt Kobane | Philippe Houliat

„Die internationale Gemeinschaft muss dieses Bombardements entschieden verurteilen“, betont Jean-Pierre Delomier, Leiter der humanitären Hilfe von Handicap International. „Die Konfliktparteien müssen alles daran setzen, das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen. Es ist inakzeptabel, dass Krankenhäuser oder Gesundheitseinrichtungen bei Bombenangriffen getroffen werden. Dabei sterben Menschen und die Schutzbedürftigen verlieren die Hilfe, die sie so dringend benötigen.“

Handicap International ruft deshalb erneut zum sofortigen Stopp der Bombardements gegen die Zivilbevölkerung und zur Einhaltung des Humanitären Völkerrechts auf.

Erst letzte Woche waren Gesundheitseinrichtungen bombardiert worden: Im Gouvernement Idlib im Nordosten Syriens wurde ein Entbindungsheim bei einen Bombenangriff getroffen. Einige Tage zuvor wurden außerdem vier Krankenhäuser und ein Blutspendezentrum im Osten Aleppos durch französische Luftangriffe getroffen, was ebenfalls zu Dutzenden Toten geführt hatte.

Handicap International hat im September 2015 eine internationale Kampagne ins Leben gerufen, um die Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung zu beenden. Die Organisation ruft die Staaten dazu auf, sich einer politischen Erklärung anzuschließen, die darauf abzielt, keine explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten einzusetzen und das Leiden der Zivilbevölkerung anzuerkennen. Zu diesem Zweck ist die Organisation Gründungsmitglied der Koalition INEW (International Network on Explosive Weapons), die mehrere internationale und nationale Organisationen vereint.

Weitere Informationen zur Kampagne "Nein zu den Bombardierungen der Zivilbevölkerung!": http://bit.ly/2aeLQt3

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Indonesien : Physiotherapie für fast 800 Verletzte
© HI
Nothlife Rehabilitation

Indonesien : Physiotherapie für fast 800 Verletzte

Vier Monate nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien unterstützt Handicap International weiterhin die Opfer der Katastrophe.

Gemeinsame Erklärung internationaler NGOs zu den Vereinbarungen der Kriegsparteien im Jemen
© HI
Nothlife

Gemeinsame Erklärung internationaler NGOs zu den Vereinbarungen der Kriegsparteien im Jemen

Humanitäre Organisationen im Jemen beglückwünschen die Konfliktparteien zu ihrer Zusammenarbeit und Beharrlichkeit, die zum vielversprechendsten Abkommen für die jemenitische Zivilbevölkerung seit mehr als drei Jahren geführt haben. Diese Vereinbarungen stellen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem echten und dauerhaften Frieden im Jemen dar und könnten sich positiv auf eine humanitäre Krise auswirken, die Millionen von Menschen betrifft.

Indonesien: HI hilft den Opfern der Katastrophe
© HI
Nothlife Rehabilitation

Indonesien: HI hilft den Opfern der Katastrophe

Nach dem Erdbeben und Tsunami, die am 28. September 2018 die Provinz Sulawesi in Indonesien verwüsteten, unterstützt Handicap International gemeinsam mit der Organisation IFI heute die Betroffenen.