Syrien: seit sechs Jahren in der Krise

Seit 2011 sind mehr als 300.000 Syrerinnen und Syrer gestorben und eine Million wurden verletzt. Fast fünf Millionen Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen und 6,5 Millionen gelten als Binnenflüchtlinge. 13,5 Millionen Menschen in Syrien sind im Moment auf humanitäre Hilfe angewiesen. Handicap International unterstützt die Menschen in Syrien seit Ausbruch der Krise und hat sich in den letzten vier Jahren zahlreichen Hilfsaktivitäten in Syrien gewidmet.

Azraq Flüchtlingslager

Azraq Flüchtlingslager | © Chris Huby / Handicap International

Am 15. März vor genau sechs Jahren begann der Bürgerkrieg in Syrien. Seit 2011 sind mehr als 300.000 Syrerinnen und Syrer gestorben und eine Million wurden verletzt. Fast fünf Millionen Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen und 6,5 Millionen gelten als Binnenflüchtlinge. 13,5 Millionen Menschen in Syrien sind im Moment auf humanitäre Hilfe angewiesen. Handicap International unterstützt die Menschen in Syrien seit Ausbruch der Krise und hat sich in den letzten vier Jahren zahlreichen Hilfsaktivitäten in Syrien gewidmet.

Seit Januar 2013 arbeitet Handicap International gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen direkt in Syrien, um die vom Konflikt betroffenen Menschen zu unterstützen. Zu den wichtigsten Prioritäten gehört es, Rehabilitationsleistungen anzubieten, die auf die Bedürfnisse dieser Gruppe zugeschnitten sind. Seit Beginn unserer Aktivitäten in Syrien haben wir dieses wichtige Anliegen verfolgt und für zehntausende Syrerinnen und Syrer physiotherapeutische Behandlungen zur Verfügung gestellt, Prothesen und Orthesen orthopädisch angepasst und die Verletzten und Menschen mit körperlicher Behinderung mit Mobilitätshilfen (wie zum Beispiel Rollstühle und Gehhilfen) ausgestattet.

Ausserdem bietet Handicap International auch psychologische Betreuung an. „Die Menschen, die in Syrien geblieben sind, haben mehr als fünf Jahre Krieg erlebt. Das ist eine sehr traumatische Erfahrung“, erklärt Mélanie Broquet. Sie leitet und koordiniert die Programme von Handicap International in Syrien. „Sie sollten die Möglichkeit haben, darüber zu reden, wenn sie das Bedürfnis danach verspüren. Sie sollten mit ihrem Schmerz nicht allein gelassen werden. Ihr psychisches Wohlbefinden ist in dieser Situation genauso wichtig wie ihre körperliche Gesundheit.

> Schutz vor explosiven Kriegsresten

Zusätzlich zur Versorgung und Behandlung der sichtbaren und unsichtbaren Verletzungen der Menschen organisiert Handicap International auch die Aufklärung über die Risiken von Landminen und anderen Sprengkörpern, um die Menschen vor diesen explosiven Kriegsresten zu schützen. So wollen wir ein Bewusstsein für die Gefahren und Auswirkungen von konventionellen Waffen schaffen, die seit Beginn des Konflikts in Syrien eingesetzt werden. Je mehr die Menschen in Syrien über die Gefahren wissen, desto besser können sie sich vor ihnen schützen. Seit Beginn unserer Aktivitäten in Syrien haben wir schon mehr als 300.000 Syrerinnen und Syrer in unseren Veranstaltungen sensibilisiert.

Im Rahmen der humanitären Hilfe verteilen Handicap International und lokale Partnerorganisationen regelmässig Nahrungsmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Decken, Matratzen und Küchenutensilien an die Menschen, die am schwersten vom Konflikt betroffen sind. Um sicherzustellen, dass diese Notfallmassnahmen auch alle Menschen erreichen, engagiert sich Handicap International zusätzlich für eine inklusive Hilfe: Wir schulen und unterstützen andere humanitäre Akteure, sodass auch sie die Schutzbedürftigsten in ihren Hilfsaktionen besser berücksichtigen.

Im Rahmen der humanitären Hilfe für das syrische Volk ist Handicap International mit ähnlichen Aktivitäten für Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon tätig. Seit 2012 haben wir schon über 900.000 Menschen in der Region unterstützt.

> Impact and consequences of the use of explosive weapons in populated areas 

 

 

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> Verhinderte Kindheit: Safa

 

 

(c) Radio Télévision Suisse (RTS)

 

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