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Für inklusive Schulen, in denen alle Kinder lernen können

Kinder mit Behinderungen werden am meisten ausgegrenzt und bleiben als erste vom Bildungssystem ausgeschlossen. Über 32 Millionen Kinder mit Behinderungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen haben keine Möglichkeit, eine Schulbildung zu erhalten. Wenn Kinder keinen Zugang zur Schulbildung haben, erhöht dies ihre Abhängigkeit und das Armutsniveau. Sie sind dann umso mehr der Gefahr von sozialer Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Doch alle Kinder, einschliesslich Kinder mit Behinderungen, haben ein Recht auf inklusive, hochwertige und kostenlose Schulbildung.

 

 

Die Bedeutung von inklusiver Bildung ...

... oder wie man allen Kindern eine angemessene und qualitativ hochwertige Schulbildung bieten kann, damit sie gemeinsam lernen können und ihre Unterschiede und individuellen Bedürfnisse respektiert werden. 

Inklusive Bildung ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung einer inklusiven Gesellschaft, die es Kindern ermöglicht, Vielfalt und Integration von klein auf zu leben. Inklusive Bildung stärkt die soziale Teilhabe von Kindern mit Behinderungen und ermöglicht ihnen eine bessere Zukunft.
 

Handicap International Schweiz engagiert sich für inklusive Bildung

Wir arbeiten seit 1998 im Bildungssektor und seit 2004 im Bereich der inklusiven Bildung. Wir konzentrieren unsere Aktivitäten speziell auf Kinder mit Behinderungen – die jungen «Lernenden», die weltweit am schutzbedürftigsten sind und am meisten ausgegrenzt werden. Dazu sind wir in der Nothilfe und in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Unser Ziel ist es, die Schulbildung von Kindern und jungen Erwachsenen mit Behinderungen durch einen inklusiven Ansatz zu fördern. Auch auf internationaler Ebene ist die Notwendigkeit der inklusiven Bildung nachdrücklich verankert: Eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung für 2030 ist es, «für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen» sicherzustellen.

In Zahlen

26

Länder profitierten im Jahr 2020 von 52 Projekten in West-, Zentral-, Nord- und Ostafrika, im Nahen Osten und in Asien. 

32 Millionen

Kinder mit Behinderungen können nicht zur Schule gehen

365'000

Kinder mit Behinderungen haben im Jahr 2020 dank uns Zugang zur Schulbildung erhalten.

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Bildung

Anfang Mai 2020 wurden in 177 Länder aufgrund der Covid-19-Pandemie die Schulen geschlossen. Davon waren 1,2 Milliarden junge Menschen, d. h. 73 % der Schüler*innen weltweit, betroffen. Ein Jahr später ist der Schulbesuch von mehr als 888 Millionen Kindern weltweit aufgrund vollständiger oder teilweiser Schliessung der Schulen immer noch eingeschränkt. Kinder mit Behinderungen sind besonders betroffen, da sie durch den Wegfall von Unterstützungsstrukturen und Schutzsystemen besonders schutzbedürftig sind.

Wir passen unsere inklusiven Bildungsprojekte an, um angemessen auf die Situation zu reagieren, und unterstützen die lokalen Akteur*innen dabei, für eine gewisse pädagogische Kontinuität zu sorgen. Wir müssen diese Gelegenheit nutzen, um Kindern mit Behinderungen Vorrang einzuräumen, sobald die Schulen wieder öffnen.

Um einen echten und dauerhaften Wandel herbeizuführen, muss die inklusive Bildung auch in den Aktionsplänen der Regierungen und den wichtigsten nationalen und internationalen politischen Massnahmen berücksichtigt und integriert werden.

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