Dank Krücken in die Zukunft
In Selembao, einem Stadtteil von Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo, lebt der zwölfjährige Raphaël. Er hat eine seltene Krankheit, die seine Knochen extrem brüchig macht. Nach mehreren unbehandelten Knochenbrüchen war seine Beweglichkeit stark eingeschränkt. Dank der von Handicap International bereitgestellten, speziell angepassten Krücken kann sich Raphaël nun selbstständig fortbewegen und allein zur Schule gehen.
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Raphaël auf dem Weg zur inklusiven Schule in Selembao, DRK. | © T. Freteur / HI
Kein alltäglicher Weg
Raphaël wurde in der Provinz Zentralkongo geboren. Bis zu seinem vierten Lebensjahr konnte er ohne Einschränkungen gehen. Dies änderte sich, als einer seiner Freunde mit dem Velo stürzte und dabei Raphaëls Bein traf, das sofort brach.
Schnell wurde Raphaël von seiner Familie ins nächstgelegene Spital gebracht. «Aber wir hatten nur wenig Geld und konnten die Operation, die er benötigte, nicht bezahlen», erklärt seine Mutter Félie.
Selembao ist einer der ärmsten Stadtteile Kinshasas. 2017 zog Raphaëls Familie aus der Provinz Zentralkongo hierher. Kurz nach dem Umzug stürzte Raphaël und brach sich auch das zweite Bein. Ohne angemessene medizinische Behandlung blieben beide Beine beeinträchtigt.
Bevor unsere Organisation ihm Krücken zur Verfügung stellte, behalf sich der Junge mit einem völlig ungeeigneten Holzstock. Raphaël war daher sehr froh, dass er individuell angepasste Gehhilfen erhielt.
«Die Krücken sind super. Mit dem Stock, den ich vorher benutzt habe, benötigte ich viel mehr Kraft, um mich fortzubewegen. Jetzt kann ich allein zur Schule gehen. Manchmal mache ich unterwegs eine kleine Pause, aber es dauert nicht lange, bis ich dort ankomme.»
Seit 2018 begleiten wir Raphaël, nachdem seine Mutter Félie eine unserer Informationsveranstaltungen an einer inklusiven Schule in Selembao besucht hatte. Sie ist dankbar und glücklich, dass ihr Sohn nun die Schule besuchen und mit Gleichaltrigen zusammen sein kann.
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Nadia Ben Said
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