NOTHILFE UKRAINE

Hilfe für die Zivilbevölkerung

DIE UKRAINE IST SCHAUPLATZ EINER BEISPIELLOSEN HUMANITÄREN KRISE.

"Wir sind sehr besorgt über die Lage in der Ukraine. (...) Unsere Erfahrung mit solchen Konflikten zeigt, dass beim Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten 90 % der Opfer aus der Zivilbevölkerung stammen", erklärt Anne Héry, Leiterin Advocacy bei Handicap International.

Die Kämpfe in der Ukraine nehmen weiter zu und zwingen Millionen von Menschen zur Flucht. Unter den letzten, die evakuiert werden, sind 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen, darunter 164'000 Kinder.

 

 

Alla (im Rollstuhl) und ihre Familie kommen in Medyka an, nachdem sie die Grenze zwischen der Ukraine und Polen überquert haben. © Tom Nicholson / HI

UNSER EINSATZ

Die grundlegende Rolle unserer Organisation in einer Krise wie dieser besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Bedürfnisse der Schwächsten berücksichtigt werden. Unsere Teams, die auf Rehabilitation, psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung spezialisiert sind, sind seit Beginn des Konflikts im Land tätig und setzen sich für Menschen mit Behinderungen, ältere und kranke Menschen ein, deren Gesundheit und Überleben am stärksten gefährdet ist.

Zu den eingeleiteten Massnahmen gehören:

  • Arbeit in Krankenhäusern, um Menschen zu helfen, die durch den Krieg Verbrennungen und Amputationen erlitten haben
  • Ausbildung von Gesundheitspersonal in der Rehabilitation, um das Risiko einer Behinderung zu verringern und die Pflege fortzusetzen
  • Einrichtung einer Telefon-Hotline, um der vom Krieg betroffenen Bevölkerung rund um die Uhr Zugang zu psychosozialer Unterstützung zu ermöglichen, gemeinsam mit der Universität für medizinische Psychologie in Tscherniwzi und der Ukrainischen Psychosozialen Organisation (UPSO)

Ukraine: Unvorstellbares Leid durch Bombardierung von Wohngebieten

Seit dem 24. Februar 2022 und dem Beginn eines gross angelegten militärischen Konflikts in der Ukraine sind die wichtigsten Städte des Landes Ziel von verheerenden Angriffen. Ersten Berichten zufolge wurden mindestens 100 Zivilist:innen getötet und 300 verletzt. Bombardierungen und Granatenbeschuss in bewohnten Gebieten treffen die Zivilbevölkerung auf tragische und vorhersehbare Weise. Wir fordern den sofortigen Stopp aller Kriegshandlungen und den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur.

"Einige behaupten, ‹chirurgische Militärschläge› durchzuführen, aber wir wissen, dass die Ungenauigkeit und verheerende Kraft von Explosivwaffen in Wirklichkeit unweigerlich zu Schäden an Zivilist:innen führt. Ein Schlag gegen ein militärisches Ziel, wie zum Beispiel einen Flughafen, kann ein 300 Meter entferntes Wohngebiet beschädigen."
Daniel Suda-Lang, Geschäftsleiter von Handicap International Schweiz

 

PRESSESCHAU

  • "Russische Truppen setzen im Ukraine-Konflikt Streubomben ein: Warum diese Waffe als besonders grausam gilt", NZZ, 1er mars 2022 : Antwort von Daniel Suda-Lang, director bei Handicap International Schweiz
  • "Explosionen sind so stark, dass es immer Zivilbevölkerung trifft", 20 Minuten, 2 mars 2022 : Interview von Daniel Suda-Lang, director bei Handicap International Schweiz.
    ▶️ Das Interview als video ansehen
  • "Wenn so eine Bombe abgeworfen wird, wird undifferenziert alles zerstört, und zwar auf der Fläche eines Fussballfeldes.", SRF, 13 mai 2022 : Interview von Daniel Suda-Lang, director bei Handicap International Schweiz.
    Interview anhören

HELFEN SIE UNS

 

 

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Um diese schwere Krise zu bewältigen, brauchen wir Ihre Hilfe.
Unterstützen Sie unser Engagement für die ukrainische Zivilbevölkerung.

Kontakt Medien

Pauline Wilhelm
Kommunikationsbeauftragte
T : 022 710 93 36
p.wilhelm@hi.org

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