Mosambik

Wir arbeiten in Mosambik daran, Kindern mit Behinderung eine gute Bildung zu ermöglichen. Ausserdem fördern wir die gesellschaftliche Inklusion von ausgegrenzten Gruppen.

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin von HI

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin von HI | © J-J. Bernard / HI

Laufende aktivitäten

Wir arbeiten daran, Menschen mit Behinderung in den sehr armen urbanen Gebieten den Zugang zu sozialen Dienstleistungen und Pflege zu ermöglichen. Dazu arbeiten wir mit lokalen Partnern zusammen, vor allem solchen, die sich speziell für Kinder einsetzen. Wir bieten ihnen Weiterbildungen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und deren Familien besser berücksichtigt werden. Ausserdem fördern wir ein Informations- und Unterstützungssystem, das von Organisationen von Menschen mit Behinderung geführt wird, mit dem Ziel, Zugang zu den wichtigen Dienstleistungen zu erlangen.

Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Bildung von Kindern mit Behinderung zu verbessern. Dazu bieten wir Weiterbildungen für Lehrkräfte und erweiterte inklusive Bildungsmodule an. Des Weiteren unterstützen wir zwei Sozialzentren, um Menschen mit Behinderung bessere Informationsmöglichkeiten über ihre Rechte zu bieten.

Neueste aus den projekten

Zweiter Zyklon verwüstet Mosambik
© C.Briade / HI
Nothlife

Zweiter Zyklon verwüstet Mosambik

Mosambik ist immer noch von den verheerenden Auswirkungen des Zyklons Idai vor sechs Wochen betroffen, bleibt aber nicht von weiteren Katastrophen verschont. Der Zyklon Kenneth hat am Donnerstag den Norden des Landes getroffen.

Unterstützung für vergessene Gemeinden in den Slums von Beira
© C.Briade / HI
Nothlife

Unterstützung für vergessene Gemeinden in den Slums von Beira

Tausende Menschen leben in Armut in den dicht gedrängten Slums der Stadt Beira/Mosambik. Ihre provisorischen Unterkünfte konnten dem gewaltigen Zyklon Idai nicht standhalten. Handicap International (HI) koordiniert die Räumungs - und Wiederaufbaumassnahmen für diese am stärksten betroffenen Gemeinden.

Zerstörte Ernten in Mosambik: HI bereitet Verteilung von Lebensmittelrationen vor
© Fabrice Renoux/HI
Nothlife

Zerstörte Ernten in Mosambik: HI bereitet Verteilung von Lebensmittelrationen vor

In den Regionen Mosambiks, die durch den Wirbelsturm Idai verwüstet wurden, dürfte die Nahrungsmittelknappheit in den nächsten Monaten deutlich ansteigen. HI wird 12'000 Familien mit Lebensmittelhilfe unterstützen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Mosambik

1992 beendete ein Friedensabkommen 25 Jahre Bürgerkrieg. Seitdem befindet sich Mosambik in einer Phase der politischen, wirtschaftlichen und administrativen Reformen. Das Land erholt sich schnell, das politische Klima ist vielversprechend.

Das Land erlebt ein Wirtschaftswachstim und wird dabei sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von privaten Kapitalanlegenden unterstützt.

Ende 2004 trat der seit 1986 regierende Präsident Chissano zurück und die politische Umgestaltung des Landes wurde in Angriff genommen. Zu echten Veränderungen kam es letztlich nicht, da die Wahlen erneut von der Mosambikanischen Befreiungsfront (Frelimo) gewonnen wurden, die seit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahr 1975 an der Macht war.

Die Regierung bemüht sich, die Abhängigkeit von der internationalen Hilfe zu mindern. Trotzdem sind die bedeutendsten Hindernisse für stabiles Wachstums noch immer die rasche Ausbreitung von HIV / AIDS, die besorgniserregende Gesundheitssituation und ein sehr niedriges Bildungsniveau.

Bis vor kurzem zählte Mosambik zu den am stärksten verminten Ländern der Welt. Minen und andere explosive Kriegsreste sind eine direkte Bedrohung für die Bevölkerung. Sie blockieren die Landwirtschaft, verlangsamen den Bau von Infrastruktur (Strassen, Stromleitungen, Eisenbahnen...), schränken den Güter- und Personenverkehr ein, verhindern die Entwicklung von Tourismus und verschrecken ausländische Geldgeber. Mit dem Beitritt zum Ottawa-Vertrag im Jahr 1998 hatte sich die Regierung dazu verpflichtet, das Land bis 2014 zu entminen. Seit 2015 gilt Mosambik unter anderem Dank unserer Hilfe als minenfrei.

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Einsatzländer