Humanitäre Nothilfe

 

Handicap International interveniert in Notfällen in Krisensituationen im Rahmen von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten. Die Organisation verfügt heute über die Mittel, um spätestens 72 Stunden nach Eintreten einer grösseren Krise intervenieren zu können.

 

 

Die Organisation handelt, weil hilfsbedürftige Menschen häufig in Vergessenheit greaten yund weil die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung, die Menschen mit Behinderung mit einbezieht, gleich in den Wochen nach einer Katastrophe gelegt werden.

Die neun Tätigkeitsbereiche der Nothilfe

  • Verwaltung und Verteilung von humanitären Hilfsgütern (Transport, Lagerung, Nachlaufdisposition von lebenswichtigen Materialien und Nahrungsmitteln)
  • Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen, Aufbau von temporären Unterkünften und Organisation der freiwilligen Rückführung von Bevölkerungsgruppen
  • Zugang zu Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Hilfe und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und schutzbedürftigen Menschen
  • Unterstützung von Überlebenden (Rehabilitation, orthopädische Prothesen, psychosoziale Hilfe)
  • Präventivmassnahmen im Bereich Gesundheit und Rehabilitation auf Gemeinschaftsebene in den Lagern
  • Sanierung sowie Bau von Siedlungen und barrierefreien Gemeinschaftsstrukturen
  • Unfallprävention in Zusammenhang mit explosiven Kriegswaffen und Minenräumungsarbeiten
  • Katastrophenvorsorge

Beispiele für unsere Nothilfe bei Naturkatastrophen

 

Haiti: Hurrikan Matthew am 4. Oktober 2016

Am 4. Oktober 2016 trifft Hurrikan Matthew mit voller Gewalt auf Haiti. Handicap International stellt sofort ein Nothilfeteam vor Ort auf, das das bereits bestehende Team verstärkt und hilft, die Opfer der Katastrophe zu versorgen. Unsere Teams leisten erste Rehabilitationsmaßnahmen für die Verletzten und Menschen mit Behinderung, verteilen Mobilitätshilfen und identifizieren die besonders Schutzbedürftigen, die spezielle Unterstützung benötigen.

Hurrikan Matthew Hurrikan Matthew Hurrikan Matthew Hurrikan Matthew

© M.Almeras | HI

Frantz Journal

Frantz Journal, 40 Jahre alt, hat sein Haus durch Hurrikan Matthew verloren. Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner seines Viertel, das direkt am Meer in der Stadt Les Cayes liegt, mussten mit ansehen, wie ihre Häuser bei der Katastrophe zerstört wurden. Zunächst fanden Frantz und seine Familie Zuflucht im Gymnasium Philippe Guerrier. Mittlerweile sind seine Frau und die Kinder in Unterkünften im nördlicher gelegenen Camp-Perrin untergebracht; er wohnt aktuell bei Freunden.

 

Nepal: die Erdbeben vom April und vom Mai 2015

Im April und Mai 2015 verwüsten zwei aufeinanderfolgende Erdbeben Nepal. Sie hinterlassen über 22.000 Verletzte und kosten mehr als 8.000 Menschen das Leben. Handicap International ist schon seit 15 Jahren im Land vor Ort und führt dort eine langwierige Arbeit in den Gemeinden und mit den lokalen Behörden durch: Wir erstellen gemeinsam Rettungspläne, verbessern die Alarmsysteme, bereiten auf die Evakuierung und die Versorgung von Verletzten vor. So können unsere Teams dank ihrer genauen Kenntnis des Landes und ihrer Erfahrung sofort in rund 20 Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen tatkräftig mithelfen, während die Erde noch bebt. Unsere Teams stellen außerdem feste und mobile Rehabilitationslager in den Gemeinden von sieben Distrikten auf. 

Khembro et Nirmala

Khembro und Nirmala wurden beide zu Opfern des Erdbebens im April 2015. Beide mussten sie amputiert werden. Dank der Prothesen von Handicap International und der Versorgung mit Physiotherapie konnten sie wieder laufen lernen und haben ihr Lächeln wiedergefunden.

 

Beispiele für unsere Nothilfe in Konflikten

 

In Syrien, seit März 2011

Tagtäglich setzen sich 370 Fachkräfte von Handicap International für die Schutzbedürftigsten in den vier Ländern ein: Syrien, Irak, Libanon und Jordanien. Sie versorgen die neuen Opfer, die durch Schüsse oder Explosionen verletzt wurden. Unsere Nothilfeteams kommen den Verletzten in den Flüchtlingslagern zu Hilfe, ebenso in Krankenhäusern, Kliniken und Gesundheitszentren. Zudem durchstreifen unsere 21 mobilen Teams die Region, um Familien in besetzten oder schwer zugänglichen Gebieten erste Hilfe zu leisten, orthopädische Materialien zu verteilen und Rehabilitationsstunden abzuhalten für Menschen, die sich nicht fortbewegen können. Seit Beginn der Krise in Syrien haben alle Maßnahmen von Handicap International schon mehr als 600.000 Menschen helfen können.

Safa

Safa ist acht Jahre alt. Im Juni 2013 wurde sie bei einer Bombardierung schwer verletzt und musste am Bein amputiert werden. Noch im selben Jahr beschloss ihre Familie, vor den Kämpfen in Syrien zu fliehen und Zuflucht in Jordanien zu suchen. Handicap International schenkte ihr zunächst einen Rollstuhl und passte ihr schließlich eine Prothese an.

 

Beispiel für unsere Nothilfe bei Epidemien

Das Ebola-Virus im Frühjahr 2014

Die Ebola-Krise, die von der Weltgesundheitsorganisation als „Notlage für die globale öffentliche Gesundheit“ eingestuft wurde, hat alle Akteure vor Ort in Westafrika, vor allem in Sierra Leone und Liberia, mobilisiert. Da Handicap International schon seit vielen Jahren in diesen Ländern tätig ist, konnten wir dank unseres Netzwerks an lokalen Partnern und unserer Kenntnis der Länder sofort reagieren und unseren Nothilfeeinsatz im Kampf gegen die Epidemie schon innerhalb der ersten Wochen starten.

Einsatzteams in Sierra Leone

Bei den Einsätzen von Handicap International werden die Matratzen und anderen Gegenstände, die mit potentiell infizierten Flüssigkeiten in Kontakt waren und nicht vollständig gereinigt werden können, evakuiert und zerstört. Anschliessend werden sie durch neue Materialien ersetzt.

 

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Ausstellung „NEIN zu Bomben auf Zivilisten“ am Theaterplatz in Basel, vom 16.-29.  Dezember, von Handicap International
© Thomas Million / HI
Minen und andere Waffen Stop Bombing Civilians Veranstaltung

Ausstellung „NEIN zu Bomben auf Zivilisten“ am Theaterplatz in Basel, vom 16.-29. Dezember, von Handicap International

Im Rahmen der Kampagne „Stop bombing civilians" organisiert Handicap International (HI) eine Wanderausstellung, die vom 16. bis 29. Dezember in Basel zu sehen sein wird. HI will damit die Besucher auffordern, an ihre Nationalräte zu schreiben und Forderungen zu stellen: Die Schweizer Regierung soll sich stärker für den Schutz von Zivilisten in Konflikten positionieren und sich proaktiv an der Erarbeitung einer internationalen politischen Erklärung beteiligen. Gemeinsam haben wir sechs Monate Zeit, um Bombenangriffe auf Zivilisten zu stoppen!
 

15 internationale Hilfsorganisationen zum Jemen: Hodeida immer noch gefährlichster Ort für Zivilisten
© ISNA Agency / HI
Nothlife Stop Bombing Civilians

15 internationale Hilfsorganisationen zum Jemen: Hodeida immer noch gefährlichster Ort für Zivilisten

Ein Jahr nach dem Stockholmer Abkommen ist die Hafenstadt Hodeida immer noch der gefährlichste Ort für Zivilisten im Jemen. Daran erinnern heute 15 internationale Hilfsorganisationen, darunter CARE, Aktion gegen den Hunger, Handicap International, International Rescue Committee, Islamic Relief Deutschland, NRC Flüchtlingshilfen und Oxfam in einem gemeinsamen Statement.

Bericht zu nationaler Tagung «Inklusive Entwicklung jetzt!» vom 3. Dezember 2019
© Nadia Ben Said / HI
Inklusion Rechte von menschen mit behinderungen und politik Veranstaltung

Bericht zu nationaler Tagung «Inklusive Entwicklung jetzt!» vom 3. Dezember 2019

Fünf Jahre nach der Ratifikation der UNO-Behindertenrechtskonvention durch die Schweiz veranstaltete die Schweizer Koalition für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Internationalen Zusammenarbeit (SKBIZ) die nationale Tagung «Inklusive Entwicklung jetzt!». Im Vordergrund der von CBM Christoffel Blindenmission organisierten Konferenz standen die Fragen, inwieweit die schweizerische internationale Zusammenarbeit ihren Verpflichtungen bereits nachkommt und was sie noch leisten muss.

 

Conflits armés et catastrophes naturelles

Les personnes en situation de handicap sont souvent oubliées lors de crises. C'est pourquoi, notre association se donne les moyens d'intervenir dès les 72 premières heures d'une crise majeure pour venir en aide aux populations oubliées et apporter une assistance professionnelle auprès des victimes.

Que fait Handicap International?

Handicap International intervient dans plusieurs secteurs d'activité lors d'une crise humanitaire:

  • Distribution de l'aide humanitaire (kits de premières nécessité)
  • Aide et soutien aux personnes handicapées
  • Assistance aux victimes (réadaptation physique, appareillage orthopédique, soutien psychosocial)
  • Réhabilitation et construction d'habitats et infrastructures communautaires accessibles
  • Et d'autres actions de prévention (préparation aux désastres, sensibilisation, etc.)
 
Camp de Kutupalong où vivent près de 650'000 réfugiés Rohingyas Camp de Kutupalong où vivent près de 650'000 réfugiés Rohingyas Camp de Kutupalong où vivent près de 650'000 réfugiés Rohingyas Camp de Kutupalong où vivent près de 650'000 réfugiés Rohingyas

© Philippa Poussereau | HI

Légende: l'entrée du camp de Kutupalong au Bangladesh où vivent près de 650'000 réfugiés Rohingyas.
 

24 millions de personnes
ont besoin d'une aide humanitaire au Yémen

+300'000 personnes affectées
par le cyclone Idai
au Mozambique

80 collaborateurs HI
au Népal
après le séisme de 2015

 
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© Lucas Veuve | HI

Légende: Khendo 10 ans et Nirmala 9 ans sont victimes du séisme au Népal en 2015.
 

Témoignage du Népal : Quand la terre a tremblé

Nirmala avait 7 ans lorsqu'un séisme d'une magniture de 7.9 a frappé au plein centre de Katmandou au Népal. La petite fille s'est retrouvée enfouie sous les décombres, sa jambe écrasée par des pierres éfondrées du mur fragile de sa maison.

Aujourd'hui agée de 11 ans, Nirmala est munie d'une prothèse fabriquée par Handicap International et suis des séances de réadaptation.

Depuis le séisme, notre association est venu en aide à plus de 19'000 victimes grâce à une équipe de 80 spécialistes. Découvrez la vie de la petite Nirmala 4 ans après le séisme à travers cette mini websérie.

 

Haïti : la vie après l'ouragan Matthew en 2016

L'ouragan Matthew a dévasté l'île d'Haïti le 4 octobre 2016. Cette catastrophe a affecté plus de 2 millions de personnes. Présent depuis 2010, notre association a pu rapidement réagir face à ce cataclysme en distribuant des kits d'urgences et dispenser des victimes de séances de réadaptation.

Aujourd'hui, notre organisation continue de venir en aide aux victimes et forme des professionnels à la réadaptation à cause de l'absence de compétences locales.

 

© Benoît Almeras | HI

Légende: Sur le bord de mer de la ville de Cayes, les maisons ont été dévastées par l'ouragan Matthew le 4 octobre 2016.
 

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