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Covid-19 :
die Schwächsten schützen

Die weltweite Lage

Die Covid-19-Pandemie ist auch in Ländern präsent, die bereits von Armut, Konflikten oder Naturkatastrophen betroffen sind.

Für diese Länder, deren Gesundheitsinfrastrukturen bereits durch Konfliktsituationen oder extreme Armut beeinträchtigt sind, sind die Auswirkungen der Epidemie auf ihre Bevölkerung dramatisch. Dasselbe gilt für Länder wie Kenia, Bangladesch und den Libanon, wo riesige Flüchtlingslager überfüllte Orte sind, in denen sich das Virus wahrscheinlich schnell und besonders verheerend ausbreiten wird.

Auswirkungen auf unsere Aktivitäten

Lesen Sie unseren Bericht über unser humanitäres Engagement während des Covid-19 (auf Englisch).

Die Epidemie breitet sich weiter aus. Derzeit (10.11.2020) sind weltweit mehr als 50 Millionen Fälle bestätigt, und in den Ländern, in denen wir intervenieren, sind mehr als 14 Millionen Menschen betroffen. Unsere Teams haben mehr als 175 Gesundheits- oder sozioökonomische Hilfsprojekte durchgeführt und dabei rund 2,2 Millionen Begünstigten geholfen. 

In Afrika, Lateinamerika, Süd- und Südostasien, im Nahen Osten, ist es unerlässlich, die unkontrollierte Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Deshalb sind unsere Teams, wo immer es möglich ist, bei unseren Nutzniessern und passen ihre Interventionsmethoden an, um das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen und so viele Menschen wie möglich zu schützen.

„Heute befinden wir uns immer noch in einer Notstandsphase, da die Situation in einer Reihe von Ländern wie Indien (7 Millionen Menschen infiziert), Kolumbien, Peru, Bangladesch, Irak usw. immer noch alarmierend ist. Auch in anderen Ländern sind besorgniserregende Entwicklungen zu beobachten (Myanmar, Jordanien usw.). Darüber hinaus hat diese Epidemie erhebliche Auswirkungen auf die Verarmung der Bevölkerung und auf die Ernährungssicherheit. Laut dem gemeinsamen Bericht der FAO und des WFP wird erwartet, dass die Menschen in 25 Ländern in den kommenden Monaten aufgrund der Auswirkungen der Pandemie verheerende Hungersnöte erleiden werden. Die Zahl der akut von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen könnte von 149 Millionen vor dem Ausbruch auf 270 Millionen vor Ende des Jahres ansteigen“, sagt Fanny Mraz, Emergency Operations Officer.

52

betroffene Länder, in denen HI tätig ist

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HI Projekte als Antwort auf Covid-19

Covid-19 in der Welt

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Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend
© HI

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend

In Südasien ist ein sehr besorgniserregender Anstieg der Fälle der Covid-19-Epidemie zu verzeichnen, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, wo Handicap International (HI) interveniert. In diesen drei Ländern gibt es bereits 565'000 Fälle von Infizierten, darunter über 330'000 Menschen in Indien, das damit an vierter Stelle der Länder mit Covid-19 Erkrankungen darstellt. Für die schutzbedürftigsten Menschen ist diese Situation besonders schwierig, da durch die Gesundheitskrise ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe eingeschränkt ist. 

Ruanda : Schulstunden im TV
© HI

Ruanda : Schulstunden im TV

Auch Ruanda ist von der Coronavirus-Pandemie und Ausgangssperren betroffen. Unsere Teams klären auf und verteilen Schutzmasken sowie Lebensmittel. Ausserdem bieten sie Online-Kurse im Fernsehen für Schüler/-innen mit Behinderung an. 

Mit Expertise gegen Covid-19
© Dominique Pichard / HI (Archive HI)

Mit Expertise gegen Covid-19

Handicap InternationaI (HI) prüft derzeit die Einsatzmöglichkeiten, um Menschen mit Behinderung und andere Risikogruppen sowie die eigenen Teams vor dem Coronavirus zu schützen. Dabei soll das Fachwissen aus früheren Nothilfeaktionen und die Erfahrung aus Cholera oder Ebola-Epidemien für den Schutz der besonders gefährdeten Menschen eingesetzt werden.