Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Die Geschichte von Sovannareach

In Kambodscha gibt es viele verschiedene Ursachen für Behinderungen: Krankheiten mit Invaliditätsfolgen wie Kinderlähmung, Explosionen von Landminen, Strassenunfälle – die hier wegen der schlechten Strassen, der oft überalterten Fahrzeuge und fehlender Sicherheitsregeln sehr häufig sind. Trotz der relativ stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse hat die Hilfe für Menschen und insbesondere für Kinder mit Behinderungen für die Regierung keine Priorität. Deshalb sind 50% unserer Patienten im Rehabilitationszentrum von Kampong Cham Kinder.Das ist Sovannareach, 5 Jahre alt, ein kleiner Junge, der kürzlich vom Spital von Phnom Penh an uns überwiesen wurde. 

Sovannareach

Sovannareach | (c) Lucas Veuve / Handicap International

Sovannareach lebt bei seinen Eltern, einem hart arbeitenden jungen Paar, in einem Randbezirk von Phnom Penh. Eines Abends in Oktober 2013, als ihn sein Vater mit der ganzen Familie auf dem einzigen Motorrad der Familie mitnimmt, wird der kleine Junge Opfer eines schrecklichen Unfalls. Der am linken Bein verletzte Sovannareach wird zuerst zu einem traditionellen Arzt gebracht. Tage später verschlechtert sich sein Gesundheitszustand dramatisch. Im Kinderspital von Phnom Penh erfahren seine erschütterten Eltern, dass nur eine Amputation sein Leben retten kann.

Der kleine Junge muss Monate im Spital bleiben und erholt sich sehr schwer vom seelischen Schock. Seine Familie verliert jede Hoffnung, ihn eines Tages wieder gehen zu sehen …

Als unsere Teams die Betreuung von Sovannareach übernahmen, konnte er nicht gehen, umso weniger, als er sehr weit oben am Oberschenkel amputiert wurde. Wir haben ihn aufgenommen, ihm lange zugehört und ihm dann ein Paar Krücken gegeben, ähnlich wie die Miniaturkrücke, die ich Ihnen schicke. Es war der erste Schritt in die Selbständigkeit.

Danach haben wir eine Prothese für ihn angefertigt, und nach einer langen, mutigen Rehabilitationsarbeit konnte Sovannareach ein paar Schritte gehen! In den ersten sechs Monaten waren mehrere Anpassungen seiner Prothese und lange Sitzungen nötig, in denen er Gehübungen machte. Auch heute muss er noch üben, das Knie zu beugen, eine Bewegung, die er noch nicht ganz beherrscht. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, und der kleine Junge geht mit seiner Prothese schon wieder zur Schule!

 

 

Lesen sie weiter

Aufrecht leben ist online ! Nr. 69
© HI
Spendermagazin

Aufrecht leben ist online ! Nr. 69

Das Magazin für unsere Spender ist online! Die Pandemie, mit der wir konfrontiert sind, hat unsere Organisation gezwungen, 131 ihrer Projekte anzupassen. Unsere Aktion konzentriert sich derzeit hauptsächlich auf die Sensibilisierung, die Verteilung von Hygienepaketen, Inklusion, psychosoziale Unterstützung und die Verteilung von Lebensmitteln. Erfahren Sie alles darüber in dieser neuen Ausgabe!

“Families do not have enough to pay for transport to the health centre”
© HI
Nothlife

“Families do not have enough to pay for transport to the health centre”

HI physiotherapist Rana Abdel Al explains her work with persons with disabilities in Lebanon since 2019. Among them, many were injured during the war in Syria.

HI leistet psychologische „Erste-Hilfe“
© P.Bared / HI
Nothlife

HI leistet psychologische „Erste-Hilfe“

Die Explosion am 4. August in Beirut hat eine ganze Bevölkerung traumatisiert. Innerhalb von zwei Wochen leisteten die HI-Teams fast 500 Menschen psychologische Nothilfe.