Inklusion

Ein Kernanliegen von Handicap International ist die Anerkennung von Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger, deren Aufwertung innerhalb ihrer Familien und Gemeinschaften sowie die Förderung der Chancengleichheit.

Sophea Meng (10 jahre alt), in die Schule, Cambodia

© Lucas Veuve | HI

Beispiele unserer Aktionen bezüglich Inklusion 

Schulische Inklusion

Handicap International fördert den Zugang von Kindern mit Behinderung zu einer auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Bildung. Die Organisation unterstützt die Inklusion von Kindern mit einer Behinderung in eine gewöhnliche Schulumgebung. Die sogenannte integrierte Bildung trägt zu einer Änderung der Sichtweise auf Menschen mit einer Behinderung bei. Zu diesem Zweck unterstützt die Organisation die Einrichtungen bei der Aufnahme dieser Kinder, indem sie, wenn nötig, Anpassungen an Mobiliar oder Gebäudezugang vornimmt, aber vor allem indem sie die Lehrpersonen auf die spezifischen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen schulen und die anderen Kinder sowie die Gemeinschaft darauf sensibilisieren.

Handicap International unterstützt auch spezialisierte Einrichtungen (beispielsweise Schulen für Kinder mit einer geistigen Behinderung) sowie die Schaffung von Integrationsklassen (Klassen für Kinder mit Behinderungen in einer normalen Schule).

 
Channa Cambodia Inklusive Erziehung

© L. Veuve | HI

Channa

Die kleine Channa aus Kambodscha ist mit einer Fehlstellung der Beine geboren und musste nach ihrer Geburt amputiert werden. Nun besucht sie seit zwei Jahren die Schule. Mittlerweile wird sie von ihren Klassenkameraden akzeptiert, obwohl sie zu Beginn von ihnen geschlagen und verspottet wurde. Das kleine Mädchen wächst schnell und kommt regelmässig ins Orthopädiezentrum von HI in Kampong Cham, wo sie eine neue Prothese erhält, die an ihre Grösse angepasst ist.

 

32 Millionen Kinder mit Behinderung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen besuchen keine Schule.

 

Berufliche Inklusion

Für Menschen mit Behinderung stellt das Ausüben einer beruflichen Tätigkeit einen wichtigen Bestandteil des Lebens, der Selbstständigkeit und der Anerkennung innerhalb der Familie und der Gesellschaft dar. Handicap International unterstützt die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung – häufig ausgegrenzt und mittellos – in den lokalen sozioökonomischen Kontext, indem individuelle oder kollektive Projekte gefördert werden (Förderung der Landwirtschaft in einem Dorf, Einrichtung einer Fahrradreparaturwerkstatt, eines Nähateliers usw.) und indem der Zugang zu Bankkrediten erleichtert wird. Die Organisation sensibilisiert die Unternehmen ebenfalls auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

 
 Boubacar Diallo, Rechtsberater für das Ministerium für Afrikanische Integration, für NEPAD

© E. Fitte-Duval | HI

Boubacar Diallo 

Boubacar, 33, arbeitet als Rechtsberater für das Ministerium für Afrikanische Integration, für NEPAD (neue partnerschaft für Afrikas entwicklung) und für Good Governance Africa. Aufgrund einer körperlichen Behinderung entstehen für ihn Hindernisse am Arbeitsplatz. Handicap International hilft ihm, diese zu überwinden. Wir haben auf seine Fähigkeiten aufmerksam gemacht und zeigten dem Ministerium für Öffentliche Dienstleistungen, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung im Mitarbeiterstab zu haben.

Sport- und Freizeitaktivitäten

Der Zugang zu Sport- und Freizeitaktivitäten soll für alle Menschen mit Behinderung und ohne Diskriminierung möglich sein. Sie stehen symbolisch für Werte wie Solidarität, Selbstüberwindung, gegenseitige Unterstützung, Selbstachtung usw. Handicap International bringt diese zur Geltung und erweitert den Zugang zu Sport- und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung.

 
Projekt

© S. Ahmed | HI

 Projekt "Growing Together"

HIs langjährige Erfahrung mit der Arbeit in Flüchtlingscamps zeigt aber, dass besonders Kinder in Vertreibungssituationen oft keine Möglichkeit haben, zu spielen. Das von der IKEA Stiftung finanzierte Projekt Growing Together bietet schutzbedürftigen und vertriebenen Kindern in Bangladesch, Thailand und Pakistan einen sicheren Rahmen bieten, in dem sie unbeschwert  einfach nur Kind sein können.

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Landminenkonferenz in Genf : HI rückt die Opfer in den Fokus
© Baptiste Chappuis | HI
Minen und andere Waffen Rechte von menschen mit behinderungen und politik

Landminenkonferenz in Genf : HI rückt die Opfer in den Fokus

Das Verbot von Antipersonenminen steht in dieser Woche bei den Vereinten Nationen in Genf wieder einmal im Fokus. Staaten, Institutionen und Organisationen – darunter auch einige Minenüberlebende – sprechen über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung des Ottawa-Vertrags, der Einsatz, Herstellung, Lagerung und Weitergabe von Antipersonenminen verbietet. HI ist in vielen verminten Ländern in Entminung und Opferhilfe tätig – und macht bei der Konferenz vor allem deutlich, dass die betroffenen Menschen dringend mehr Unterstützung brauchen.

Kampagne #school4all für inklusive und fördernde Schulen
© Lucas Veuve / HI
Inklusion

Kampagne #school4all für inklusive und fördernde Schulen

32 Millionen Kinder mit Behinderung besuchen keine Schule, obwohl alle Kinder ein Recht auf Bildung haben. Für sie ist der Zugang zur Bildung ihre einzige Chance zu einer Zukunft. Um öffentlich mehr auf dieses grosse Problem aufmerksam zu machen, hat Handicap International (HI) diesen Sommer eine internationale Kampagne ins Leben gerufen: #school4all. 

Südsudan: Emmanuel kann jetzt selbstständig zur Schule fahren
@ HI
Betroffenen Inklusion

Südsudan: Emmanuel kann jetzt selbstständig zur Schule fahren

Emmanuel ist 12 Jahre alt und an beiden Beinen gelähmt. Seit Handicap International (HI) ihm ein Tricycle geschenkt hat, kann er eigenständig zur Schule gehen. HI setzt sich im kriegsgebeutelten Südsudan dafür ein, dass Menschen mit Behinderung nicht ausgeschlossen werden.