Philippinen : 5 Jahre nach dem Taifun Haiyan

Nothlife
Philippinen

Am 8. November 2013 erreichte der Taifun Haiyan die Philippinen. 15 Millionen Menschen waren von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen. 5 Jahre nach Beginn des Einsatzes unterstützt HI weiterhin die Opfer der Katastrophe. 

Das Haus von Roldan wurde durch den Taifun Hayian zerstört. Mit Hilfe von HI hat er es wieder aufgebaut.

Das Haus von Roldan wurde durch den Taifun Hayian zerstört. Mit Hilfe von HI hat er es wieder aufgebaut. | © Till Mayer / HI

Mehr als 8'000 Menschen sind durch den Super-Taifun Hayan gestorben. Über 4 Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. HI war bereits seit 1985 auf den Philippinen vertreten und startete sofort einen Notfalleinsatz, um den Opfern der Katastrophe zu helfen. 

Rehabilitation und psychologische Unterstützung 

Handicap International hat mehr als 1'500 Physiotherapie-Sitzungen für die Betroffenen bereitgestellt. Über 800 verletzte oder traumatisierte Menschen haben gleichzeitig psychologische Hilfe erhalten. 

Logistische Plattform 

Wir haben ebenfalls eine logistische Plattform ins Leben gerufen, mit der unter anderem die Verteilung von über 1'600 Tonnen Lebensmittel an die Bevölkerung in abgelegenen Gebieten organisiert werden konnte. 

Standhafter Schutz vor dem Wetter

HI hat ca. 1'300 Zelte verteilt und in Zusammenarbeit mit lokalen Zimmerern mehr als 1.000 Unterkünfte in den Provinzen Capiz und Leyte gebaut. 

Finanzielle Unterstützung („Cash for Work“) und professionelle Beschäftigung 

Zusätzlich hat HI im Süden von Tacloban, in der Provinz von Leyte, 900 schutzbedürftige Menschen engagiert, um die öffentlichen Gebäude, darunter die Schulen, von Trümmern zu befreien. Im Gegenzug bekamen sie finanzielle Unterstützung. Durch dieses Projekt erhielten sie ein kleines Einkommen, das es ihnen erleichterte, sich in die Gemeinde einzugliedern. Darüber hinaus konnten 800 Haushalte mit Hilfe von HI kleine Geschäfte eröffnen: Gewürzläden, Restaurants, Schweinezuchten usw. 

Sicherer Ort für Kinder 

In der Provinz Negros Oriental und Occidental, wurden 50 Spielplätze von HI betreut, damit Kinder mit Behinderung in einem sicheren Umfeld spielen und lernen können. 

Schutz vor Naturkatastrophen 

Wir verteilten Kits mit Solarleuchten, aufladbare Radios und schulten Lehrer und Studierende aus fünf Schulen, damit sie in Zukunft besser auf Naturkatastrophen vorbereitet sind. 

Auch heute noch unterstützt HI in der Provinz Capiz Opfer des Taifuns Hayian. Wir ermöglichen ihnen eine Berufsausbildung und helfen ihnen dabei, neue Möglichkeiten zu finden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen (Eröffnen eines kleinen Restaurants, Viehzucht usw.). HI unterstützt auch die besonders Schutzbedürftigen dabei, sich besser für die Gefahr einer erneuten Katastrophe zu wappnen. 

HI startet regelmässig Nothilfeeinsätze in Folge von Naturkatastrophen: zum Beispiel nach dem Taifun Mangkhut, der den Norden der Philippinen im September 2018 traf. Mehr als 1'500 Arbeitskräfte wurden von den Teams vor Ort für Aufräumarbeiten angestellt. Auch dafür erhielten sie finanzielle Unterstützung. Zudem arbeiten wir auf den Philippinen im Bereich der Prävention von Herzkreislauferkrankungen, der Versorgung von Diabetes und der beruflichen Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung. 
 

7 November 2018
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz
© Adrienne Surprenant / HI
Betroffenen Gesundheit und Prävention Inklusion Mobilisierung Nothlife Stop Bombing Civilians

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz

Unser Jahresbericht 2020 ist jetzt veröffentlicht und blickt auf die Ereignisse dieses ganz besonderen Jahres zurück. Trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten waren unsere Teams in der Lage, sich anzupassen und die Kontinuität der Projekte im Feld und in der Schweiz zu sichern. Dank Ihrer Grosszügigkeit konnten wir mehr als 4 Millionen Menschen unterstützten.

Zentralafrikanische Republik: Ein Lieferant wie kein anderer
© Adrienne Surprenant / HI
Nothlife

Zentralafrikanische Republik: Ein Lieferant wie kein anderer

Erhalten Sie Einblick in die Arbeit von Jimmy Müller aus unserem Logistikteam in der Zentralafrikanischen Republik, der Menschen inmitten des bewaffneten Konflikts lebenswichtige Hilfe zukommen lässt.
 

Humanitäre Krise in Tigray verschärft sich
© HI
Nothlife

Humanitäre Krise in Tigray verschärft sich

Über eine Million Menschen leiden infolge der Gewalt in der äthiopischen Region Tigray. Die humanitäre Krise verschlimmert sich jeden Tag. Die Teams von Handicap International (HI) sind vor Ort, um den Betroffenen beizustehen. Viele Menschen mussten bereits fliehen.