Gesundheit und Prävention

Die Gesundheit hat einen wesentlichen Einfluss auf das individuelle Wohlbefinden und die soziale Integration des Menschen. Verhütung von zur Invalidität führenden Krankheiten und Behinderungen, Schaffung von Gesundheitseinrichtungen in erreichbarer Nähe, psychologische Unterstützung für Überlebende von Konflikten und Gewalt... Mit Handicap International erhalten alle Zugang zu Informationen, Pflegedienstleistungen und Gesundheitseinrichtungen.ok

Gesundheitsvorsorge von Mutter und Kind

Gesundheitsvorsorge von Mutter und Kind, Demokratische Republik Kongo | © Johanna de Tessières | HI

Beispiele unserer Aktionen bezüglich Gesundheit und Prävention 

Gesundheit von Mutter und Kind

Handicap International schult und unterstützt das Personal von Gesundheitszentren, sowie Entbindungsheime, bei der Vorbeugung von geburtsbedingten Behinderungen. Dank der Früherkennung und einer besseren Betreuung von Müttern und Kindern vor, während und nach der Entbindung können Geburtskrankheiten reduziert und die Kindersterblichkeit gesenkt werden.

 

© K. Vadino | HI

Frauen sind zahlreichen Risiken ausgesetzt

Ungefähr 14 Millionen Teenager werden jedes Jahr unerwünscht junge Mütter. Und bei jungen Frauen mit Behinderung liegt die Zahl gar erschreckend höher: Die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft ist 30 Mal so hoch. 

Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Schutzbedürftigsten

Die Präventions- und Gesundheitsprojekte von Handicap International sind darauf ausgerichtet, den Schutzbedürftigsten und ganz besonders den Menschen mit Behinderungen Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen zu verschaffen: Unterstützung der Gesundheitsversorgung in der näheren Umgebung und für Gemeindeapotheken, Verbesserung der Patientenbetreuung, Weiterbildung des Gesundheitspersonals, technische, methodische und finanzielle Unterstützung.

 

© J. de Tessières / HI

Eine angepasste Physiotherapiemethode

Kinder unter fünf Jahren, welche eine schwere Unterernährung überleben, leiden in der Folge an starker Traumatisierung, und dies in einem Alter, in dem sie ihre physischen und intellektuellen Fähigkeiten entwickeln sollten. Anstatt dass sie lernen, zu sitzen, sich zu drehen, zu beobachten und zu denken, wenden sie ihre gesamte Energie fürs Überleben auf. Wenn sich ihr Leiden verlängert, ist das Risiko gross, dass diese Kinder Entwicklungsrückstände aufweisen oder in schweren Fällen auf Lebenszeit behindert sind.

Psychologische Unterstützung

Handicap International unterstützt Personen mit psychischen Traumen wie Konflikt- und Terroropfer, Opfer von Naturkatastrophen, Vertriebene und Flüchtlinge. Ihre Teams arbeiten mit den lokalen Teams zusammen, um sie besser betreuen zu können : psychotherapeutische Beratung, Aufbau von gemeinschaftlichen Selbsthilfegruppen und therapeutischer Mediationen durch Spiel, Theater und Zeichnen, Unterstützung beim Aufbau von Netzwerken von Fachleuten.

 

© R. Dejito | HI

Ayesha Begum

Ayesha Begum ist 22 Jahre alt. Anfang September fand sie Zuflucht in Bangladesch, wo sie mit ihren Brüdern und ihren drei Kindern in einer Übergangsunterkunft am Rande des Flüchtlingslagers Kutupalong lebt. Ihr Mann ist tot. Sie nimmt an einer Elterngruppe teil, die von HI organisiert wird und geflüchteten Müttern psychosoziale Unterstützung anbietet.

Zur Invalidität führende Krankheiten: eine gewaltige Herausforderung

HIV/Aids, lymphatische Filariose, Kinderlähmung, Epilepsie, Diabetes... Viele Länder sind von diesen Krankheiten gegeisselt. Sie verändern das Leben der Betroffenen nachhaltig und können mit der Veränderung ihres Gesundheitszustands zur sozialen Isolation führen. Handicap International arbeitet mit den lokalen Vereinigungen zusammen – den Organisationen für Menschen mit Behinderungen, den Gesundheitsinstitutionen und dem Gesundheitspersonal –, um Impf- und Sensibilisierungskampagnen durchzuführen, Informations- und Früherkennungsstellen einzurichten und das lokale Personal zu schulen.

 

© P. Jérome / HI

Sokhoeun Auk 

Sokhoeun, 2 Tage alt, wurde mit Klumpfüssen geboren. Seine Füsse sind sehr stark verformt. Dank Handicap International hat dieses Baby jedoch gute Chancen, seine ersten Schritte ganz entspannt wie alle anderen machen zu können!

Verkehrs- und Strassensicherheit

Verkehrsunfälle sind weltweit eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen. Deshalb führt Handicap International seit mehreren Jahren Unfallverhütungsprojekte unter anderem mit Schülern, Dorfbewohnern und lokalen Behörden durch.

 

Kanhara Thoeun

Die zehnjährige Kanhara wohnt in einem kleinen Dorf an der Strasse, die die Städte Kompong Cham und Siem Reap miteinander verbindet. Dieses kleine Mädchen musste sich sein rechtes Bein und den rechten Arm amputieren lassen, nachdem es von einem Lastwagen angefahren worden war.

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„Wir sind von der humanitären Hilfe im Camp abhängig“
© Abir Abdullah / HI
Rehabilitation

„Wir sind von der humanitären Hilfe im Camp abhängig“

In einer Ecke des Rehabilitationszentrums von Handicap International im Flüchtlingslager Ukhiya (Bangladesch) hüpft der 6-jährige Hamas auf einem grossen rosa Ballon herum. Obwohl ein kurzes Lächeln über sein Gesicht huscht, spielt er nicht weiter. Heute steht er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Redwanul, sein Physiotherapeut von Handicap International, wird gleich mit der Reha-Behandlung beginnen. 

Shahed kann es kaum erwarten, bis die Schule anfängt
©Oriane van den Broeck / HI
Inklusion

Shahed kann es kaum erwarten, bis die Schule anfängt

In Gaza führt Handicap International ein Projekt für inklusive Bildung durch. Nermeen und ihre 13-jährige Tochter Shahed erhalten auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Hilfe und psychologische Betreuung in der Schule sowie zuhause. 

Entminung im Norden Libanons
©Oriane van den Broeck / HI
Minen und andere Waffen

Entminung im Norden Libanons

Seit 2011 entmint Handicap International Gebiete im Norden Libanons, deren Verseuchung noch aus Zeiten des Bürgerkriegs von 1975 bis 1990 stammt. Die Bevölkerung soll nun endlich von der lauernden Gefahr befreit werden. Zwischen 2017 und 2018 haben die Minenräumteams 4'500 explosive Überreste zerstört. Insgesamt konnten schon 700'000 Quadratmeter Fläche entmint werden, das entspricht etwa 100 Fussballfeldern.