13. Oktober 2015 : Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge

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In diesem Jahr konzentriert sich der Internationale Tag der Katastrophen-vorsorge auf das wichtige Thema der Stärkung traditionellen Wissens von Gemeinden, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu mildern. Dieser Ansatz wird von Handicap International in 14 Projekten gefördert, damit Gemeinden weltweit besser vorbereitet sind.

Risikominderungsmaßnahmen sollten in jedem Entwicklungsprojekt enthalten sein

Risikominderungsmaßnahmen sollten in jedem Entwicklungsprojekt enthalten sein | © Brice Blondel / Handicap International

Durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum entstehen immer mehr Katastrophen, die zu immer mehr Opfern führen. Doch das ist kein Naturgesetz. "Es ist möglich, die Auswirkungen einer Naturkatastrophe zu mildern. Um dies zu tun, müssen wir unsere Fähigkeiten, Katastrophen vorauszusagen und Bevölkerung zu alarmieren, weiter verbessern. Doch wir müssen auch direkt mit den gefährdeten Gemeinden zusammenarbeiten, damit diese bei drohender Gefahr zügig reagieren können“, erklärtVéronique Walbaum, technische Referentin für Katastrophenvorsorge von Handicap International. „Viele Opfer sind auf unzureichende Vorbereitung und Information der Bevölkerung zurückzuführen.”

« Viele Opfer sind auf unzureichende Vorsorge und Information der Bevölkerung zurückzuführen »

Der von Handicap International befürwortete Ansatz stützt sich auf die Beteiligung der Bevölkerungs-gruppen, die besonders anfällig für Katastrophen sind. Diese Leute müssen sich an der Identifikation der sie bedrohenden  Risiken und an der Einrichtung von Frühwarnmechanismen und Notfallplänen beteiligen. "Wir sind auf einem guten Weg. Eine wachsende Zahl von Akteuren, die an der Risikominderung beteiligt sind, versteht jetzt, wie wichtig es ist, schutzbedürftige Gruppen einschliesslich Menschen mit Behinderungen in ihren Ansatz einzubinden. Im März dieses Jahres wurde ihm sogar durch einen von den Vereinten Nationen verabschiedeten Rahmen zugestimmt [Sendaï Framework]."

Durch den Tsunami von 2004, der über 250'000 Menschen tötete, hat die internationale Gemeinschaft die Wichtigkeit erkannt, in Risikominderungsmassnahmenprogramme zu investieren. "Die menschlichen und wirtschaftlichen Verluste solcher Katastrophen sind extrem hoch. Alle Akteure sollten ihre Kräfte vereinen, um dem entgegenzuwirken; die gefährdeten Gemeinden, natürlich, aber auch die Staaten und sogar private Akteure, die in solchen Situationen auch eine Menge zu verlieren haben. Selbst wenn man nur von einem wirtschaftlichen Standpunkt ausgeht, sind die Kosten für die Vorbereitung geringer als die Kosten für Hilfe und Wiederaufbau."

(c) Benoit Marquet / Handicap International

Risikominderungsmassnahmen sollten in jedem Entwicklungsprojekt enthalten sein

 "Risikominderung sollte überall betrieben und nicht auf entsprechende Projekte begrenzt werden. Sie sollte in Schulen unterrichtet und in Stadtbaupläne und wirtschaftliche Entwicklungsinitiativen einbezogen werden. In Pakistan, beispielsweise, ist Handicap International in der Provinz Sindh im Einsatz, die sehr arm und durch Überschwemmungen gefährdet ist. Unser Ziel ist es dort natürlich, die Gemeinden bei der Entwicklung von Notfallplänen zu unterstützen, aber auch die Verwundbarkeit der schutzbedürftigsten Menschen zu reduzieren, indem wir ihnen z.B. den Zugang zu Einkommen schaffenden Massnahmen ermöglichen. Tun wir das nicht, werden die schutzbedürftigsten Menschen weiterhin nicht in der Lage sein, Katastrophen vorauszusehen, und der geballten Kraft dieser Katastrophen ausgesetzt sein, was ihre Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, sich auf die nächste vorzubereiten, weiter mindern würde. Wir müssen diesen Teufelskreis durchbrechen."

Für alle Teams von Handicap International, die in Risikominderungsprojekten in Ländern wie Pakistan, Nepal, den Philippinen oder Haiti tätig sind, wird der 13. Oktober eine Gelegenheit sein, die Wichtigkeit der Stärkung des traditionellen Wissens und die Verbesserung der Informationsübertragung zu unterstreichen, um Opfer unter gefährdeten Gemeinden zu reduzieren.

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