Bombardierung eines Krankenhauses der Ärzte ohne Grenzen im Norden des Jemen

Nothlife

Zum zweiten Mal in weniger als einem Monat, wurde ein Krankenhaus der humanitären Organisation Ärzte ohne Grenzen von einem Luftangriff getroffen. Glücklicherweise ist bei diesem jüngsten Angriff, der am 27. Oktober im Norden des Jemen stattfand, kein einziges Opfer zu beklagen.

Allerdings wurden das gesamte Krankenhaus und seine Ausrüstung zerstört. Mindestens 200.000 Menschen in der Region haben nun keinen Zugang mehr zu lebenswichtigen Gesundheitsleistungen. Während der Bombenangriffe vom 3. Oktober in Kunduz in Afghanistan waren mindestens dreissig Menschen umgekommen, darunter dreizehn Mitarbeitende der Organisation.

Wieder einmal wurde das humanitäre Völkerrecht verletzt. Dieser neue Bombenanschlag gegen ein Gesundheitszentrum zeugt von der absoluten Verachtung für das Leben der Zivilbevölkerung. Handicap International fordert eine uneingeschränkte Aufklärung dieser Angriffe und ruft noch einmal alle Beteiligten an den Konflikten im Jemen und in Afghanistan dazu auf, jegliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung sofort zu beenden.

Wir drücken den Teams von Ärzte ohne Grenzen unsere volle Unterstützung aus.

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Gewalt im Gaza-Streifen: HI fordert Schutz für die Schutzbedürftigsten
© HI
Nothlife

Gewalt im Gaza-Streifen: HI fordert Schutz für die Schutzbedürftigsten

Mehr als 610 Menschen wurden bei den jüngsten Demonstrationen am vergangenen Freitag an der Grenze zwischen Israel und Gaza verletzt. Handicap International (HI) ruft  alle Konfliktparteien dazu auf, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Besonders besorgt ist HI um die besonders schutzbedürftigen Menschen und die zahlreichen Verletzten, die bleibende Behinderungen davontragen könnten. HI bekräftigt seine Forderung nach der Aufhebung der Blockade, die eine Strafe für die gesamte Bevölkerung Gazas darstellt – ganz besonders für die verletzten Menschen.

Schussverletzung – ein traumatisches Erlebnis Nothlife

Schussverletzung – ein traumatisches Erlebnis

Ahmed ist erst 15 Jahre alt. Bei einer Demonstration an der Grenze zwischen Gaza und Israel wurde er am rechten Oberschenkel oberhalb des Knies angeschossen. Jetzt ist er bei HI in Behandlung. Sobald seine Wunde vernarbt ist, kann er mit der Physiotherapie beginnen. HI steht im außerdem mit psychologischer Unterstützung zur Seite, um das Erlebte zu verarbeiten.

GAZA: Notfalltherapien zur Vermeidung von Behinderungen dringend erforderlich
© Ali Jadallah / Anadolu Agency / AFP
Nothlife

GAZA: Notfalltherapien zur Vermeidung von Behinderungen dringend erforderlich

Bei Demonstrationen am 14. und 15. Mai wurden an der Grenze zwischen Gaza und Israel rund 3.000 Menschen verletzt. Die medizinische Versorgung in Gaza ist durch die plötzliche Ankunft einer grossen Zahl von Opfern völlig überlastet. Handicap International (HI) stellt Notfall-Rehamassnahmen bereit, um zu verhindern, dass Patienten eine dauerhafte Behinderung entwickeln.