Hurrikan Irma: Handicap International hält sich für Nothilfeinsatz in Haiti bereit

Nothlife
Haiti

Angesichts der Bedrohung durch Hurrikan Irma, der Haiti ab Donnerstagabend, 7. September treffen könnte, sind die Teams von Handicap International in Haiti in Alarmbereitschaft, um der Bevölkerung zu helfen.

Zerstörtes Gebiet in Haiti nach Hurrikan Matthew im Oktober 2016

Von Hurrikan Matthew zerstörte Landschaft im Oktober 2016 | © B.Almeras / Handicap International

„Wir halten uns bereit, um angesichts der Bedrohung durch Hurrikan Irma helfen zu können. Der Sturm könnte dramatische Folgen für die Bevölkerung nach sich ziehen“, erklärt Catherine Stubbe, Direktorin von Handicap International in Haiti. „Wenn man die angekündigte Gewalt des Sturms und die intensiven Regenfälle berücksichtigt, die mit dem Hurrikans einhergehen, müssen wir uns auf schwere Konsequenzen einstellen. Viele Familien leben in prekären Lagen, z.B. in gebirgigen Gebieten oder in Behausungen an der Küste, die sehr schwer zu erreichen sind. Wenn es zu Überflutungen kommt, müssen sich diese Menschen selbst helfen bis die Rettungskräfte sie erreichen können.“

Der Tropensturm Irma der Kategorie 5, die höchste Stufe auf der Saffir-Simpson-Skala, hat am Mittwoch die Kleinen Antillen erreicht (Saint-Martin und Saint-Barths) und droht nun auch Haiti und Kuba zu treffen. Mit Windstärken von bis zu 360 Stundenkilometern, handelt es sich um einen in dieser Stärke nie dagewesenen Hurrikan auf dem Atlantik. Er ist damit sogar noch stärker als Hurrikan Harvey, der kürzlich Texas und Louisiana verwüstet hat.

„Laut Meteorologen sind die Départements Nord, Nord-Ouest und das obere Artibonite in Haiti am stärksten gefährdet. Selbst wenn der Hurrikan auf dem Meer bleibt, können heftiger Wind und starker Regen grosse Schäden anrichten. Jeder hier erinnert sich an die Zerstörung durch Hurrikan Matthew, der Haiti im Oktober des letzten Jahres getroffen hat,“ ergänzt Catherine Stubbe. „Das Land war bereits durch mehrere Katastrophen geschwächt und die Notdienste waren schnell überfordert. Wir sind bereits in Kontakt mit den Behörden und anderen Nichtregierungsorganisationen, um uns auf einen möglichen Nothilfeeinsatz vorzubereiten. Und wir halten uns auch bereit, in betroffene Regionen zu reisen, sobald der Alarm aufgehoben wurde, um die Situation mit unseren Partnern in Haiti auszuwerten. Wir arbeiten außerdem daran, dass unsere Teams vor dem Hurrikan sicher sind und den Opfern helfen können, sobald der Hurrikan weitergezogen ist.“

Handicap International ist bereits seit 2008 in Haiti aktiv und hat nach dem Tropensturm Matthew im Oktober 2016 und dem Erdbeben 2010 Nothilfe geleistet. Mit etwa 30 Teammitgliedern in Haiti führt Handicap International gemeinsam mit der Abteilung für Zivilschutz in mehreren Départements Projekte zur Risikoreduzierung bei Naturkatastrophen durch.

> UNTERSTÜTZEN-SIE DIE HAITIANER

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Indonesien : Physiotherapie für fast 800 Verletzte
© HI
Nothlife Rehabilitation

Indonesien : Physiotherapie für fast 800 Verletzte

Vier Monate nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien unterstützt Handicap International weiterhin die Opfer der Katastrophe.

Haiti : 9 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben
© William Daniels / HI
Inklusion Rehabilitation

Haiti : 9 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben

Seit dem Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti leistet HI Unterstützung für die Schutzbedürftigsten, insbesondere mit einem Angebot an hochwertigen Reha-Massnahmen.

Gemeinsame Erklärung internationaler NGOs zu den Vereinbarungen der Kriegsparteien im Jemen
© HI
Nothlife

Gemeinsame Erklärung internationaler NGOs zu den Vereinbarungen der Kriegsparteien im Jemen

Humanitäre Organisationen im Jemen beglückwünschen die Konfliktparteien zu ihrer Zusammenarbeit und Beharrlichkeit, die zum vielversprechendsten Abkommen für die jemenitische Zivilbevölkerung seit mehr als drei Jahren geführt haben. Diese Vereinbarungen stellen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem echten und dauerhaften Frieden im Jemen dar und könnten sich positiv auf eine humanitäre Krise auswirken, die Millionen von Menschen betrifft.