Haiti

HI führt in Haiti Entwicklungsprojekte durch, um den Zugang zu Reha-Leistungen und die berufliche und soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Fymee und Moise verloren beide ein Bein im Erdbeben 2010, HI Haiti

Fymee und Moise verloren beide ein Bein beim Erdbeben 2010, HI Haiti | © William Daniels / HI

Laufende Aktivitäten

Um den lokalen Mangel an Reha-Fachkräften zu beheben, bildet HI z.B. Physiotherapeut*innen aus bzw. weiter. Wir fördern den Zugang zu hochwertigen Rehabilitationsdiensten und bieten organisatorische und technische Unterstützung für Gesundheitseinrichtungen.
Einige unserer Projekte helfen besonders schutzbedürftigen Menschen, vor allem Menschen mit Behinderung, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und sich vor ihnen zu schützen. Unsere Teams sensibilisieren und trainieren dazu im abgelegenen Nordwesten des Landes die verantwortlichen Behörden und Evakuierungsteams, damit sie die Bedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Menschen stärker in ihre Massnahmen einbeziehen.

Ausserdem fördert HI die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt, in dem Arbeitgeber und Ausbildungsstätten über das berufliche Potential von Menschen mit Behinderung aufgeklärt werden. Um die Verkehrssicherheit in Haiti zu verbessern, schärft HI das Bewusstsein für Gefahren im Strassenverkehr und fördert den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln für Menschen mit Behinderung.
Seit dem Sommer arbeitet HI auch daran, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schutzbedürftigsten -  darunter Menschen mit Behinderung - zu begrenzen, indem wir ihren Zugang zur Grundversorgung sicherstellen oder z.B. psychosoziale Unterstützung anbieten.
 

Neuigkeiten aus den Projekten

Haiti: Frauen und Mädchen mit Behinderungen gehören zu den am stärksten Betroffenen des Erdbebens
© R.CREWS/HI
Nothlife

Haiti: Frauen und Mädchen mit Behinderungen gehören zu den am stärksten Betroffenen des Erdbebens

Von den 800'000 Menschen, die vom Erdbeben in Haiti betroffen sind, gehören Frauen und Mädchen mit Behinderungen zu den am stärksten Betroffenen. Wir setzen uns dafür ein, dass ihren Bedürfnissen Rechnung getragen wird.         

Haiti: Ein Monat nach dem Erdbeben
© R.Crews / HI
Nothlife

Haiti: Ein Monat nach dem Erdbeben

Einen Monat nach dem Erdbeben im Südwesten Haitis, ist der Bedarf an humanitärer Hilfe nach wie vor immens. Über 2'000 Menschen starben und 650'000 sind auf lebenswichtige Unterstützung angewiesen.

Ankunft unseres Notfallteams in Haiti
© R. Crews / HI
Nothlife

Ankunft unseres Notfallteams in Haiti

Die Mitglieder unseres Notfallteams erklären, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung vor dem Einsatz ist – gerade auch in der Nothilfe. 

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Haiti

Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, in dem zudem noch eine chronische politische Instabilität herrscht. Die Bedürfnisse variieren stark zwischen den verschiedenen Regionen des Landes und den betroffenen Gruppen in der Bevölkerung. Das Land wird häufig von Hurrikans und Erdbeben heimgesucht, die die bereits anfällige Bevölkerung weiter schwächen und die defekte Infrastruktur weiter zerstören. Die Corona-Pandemie hat die ohnehin schon dramatische humanitäre Situation noch verschlimmert.

In der Hauptstadt Port-au-Prince sind die Bedürfnisse angesichts der sozioökonomischen Situation immens: die Arbeitslosigkeit, die vor allem die Jugend betrifft, die Inflation der Preise für die Grundbedürfnisse, die allgemeine Unsicherheit, fehlender Zugang zu Trinkwasser, zu Bildung und Gesundheitsdiensten. In den ländlichen Gebieten ist der Mangel an Dienstleistungen (Schulen, Gesundheit) beträchtlich, und die Bevölkerung ist angesichts der Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren) sehr gefährdet. In diesem Kontext allgemeiner Armut ist die Situation der Menschen mit Behinderung noch alarmierender und ihre grundlegendsten Bedürfnisse – Nahrung, Wohnung, Gesundheitsdienste, Zugang zu Hilfsmitteln, Sicherheit – sind oftmals nicht gedeckt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 48
Eröffnungsdatum des Programms: 2008
 

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