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Haiti

Nach dem Erdbeben vom Januar 2010 und dem Hurrikan vom Oktober 2016, haben wir in Haiti umfangreiche Nothilfemassnahmen durchgeführt. Ausserdem führen wir Entwicklungsprojekte durch, die sich auf den Zugang zu Rehabilitationsmassnahmen und die berufliche und soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung konzentrieren.

Fymee und Moise verloren beide ein Bein im Erdbeben 2010, HI Haiti

Fymee und Moise verloren beide ein Bein beim Erdbeben 2010, HI Haiti | © William Daniels / HI

Laufende Aktivitäten

Vor dem Erdbeben gab es in Haiti nur 13 Fachkräfte für Physiotherapie. Die Förderung der Rehabilitationsberufe und die Ausbildung der Pflegekräfte für Rehabilitation sind deshalb zwei der Schwerpunkte unserer Arbeit vor Ort. Wir ergänzen ausserdem die Ausbildung anderer Fachkräfte für Reha-Technik, die bis dahin eine offizielle Ausbildung genossen haben. Darüber hinaus fördern wir den Zugang zu qualifizierten Rehabilitationsdiensten und leisten einen – vor allem organisatorischen und technischen – Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsstrukturen.

Einige unserer Projekte helfen besonders schutzbedürftigen Menschen, vor allem Menschen mit Behinderung, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und sich vor ihnen zu schützen. Unsere Teams sensibilisieren und trainieren dazu vor allem die Verantwortlichen – Behörden, Sicherheitsdienste, Projektpartner - damit sie die besonders schutzbedürftigen Menschen in ihre Massnahmen einbeziehen. Ausserdem fördert HI die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt. Zum einen durch Trainingszentren und zum anderen klärt HI Arbeitgeber über das Potential von Menschen mit Behinderung auf.

Um die Sicherheit im Strassenverkehr in Haiti zu erhöhen, sensibilisieren wir die Bevölkerung für die Gefahren des Strassenverkehrs und fördern den Zugang von Menschen mit Behinderung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und inklusiven Fahrgemeinschaften.

Neueste aus den Projekten

„Ich hörte Moïse unter den Trümmern schreien“
© Davide Preti
Betroffenen Rehabilitation

„Ich hörte Moïse unter den Trümmern schreien“

Moïse war vier Jahre alt, als das Erdbeben am 12. Januar 2010 Haiti erschütterte und er sein linkes Bein verlor. 

Christella : Zukünftige Ärztin oder Managerin?
© Davide Preti / HI
Betroffenen Rehabilitation

Christella : Zukünftige Ärztin oder Managerin?

Die 20-jährige Christella hat ihr Bein bei dem Erdbeben verloren, das Haiti vor 10 Jahren heimsuchte. Handicap International (HI) stattete sie mit einer Prothese aus. Jetzt macht sie Pläne für die Zukunft.

Reha in Haiti: höhere Qualität und mehr Fachpersonal
© Davide Preti/HI
Rehabilitation

Reha in Haiti: höhere Qualität und mehr Fachpersonal

Haiti hat es in den letzten 10 Jahren schwer getroffen. Nach einem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 folgte ein schrecklicher Hurrikan im Jahr 2016. Hinzu kommt die grosse politische Instabilität, die das Land bis heute lähmt. 2010 hat Handicap International (HI) in Haiti einen der grössten humanitären Hilfseinsätze in der Geschichte der Organisation umgesetzt. Auch heute noch leisten die Mitarbeiter/-innen  von HI einen wesentlichen Beitrag, um das lokale Angebot an Reha-Massnahmen zu stärken.  
 

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Haiti

Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, in dem zudem noch chronische politische Instabilität herrscht. Die Bedürfnisse variieren stark zwischen den verschiedenen Regionen des Landes und den betroffenen Gruppen in der Bevölkerung. Das Land wird häufig von Hurrikans und Erdbeben heimgesucht, die die bereits anfällige Bevölkerung weiter schwächen und die defekte Infrastruktur weiter zerstören.

In der Hauptstadt Port-au-Prince sind die Bedürfnisse angesichts der sozioökonomischen Situation immens: die Arbeitslosigkeit, die vor allem die Jugend betrifft, die Inflation der Preise für die Grundbedürfnisse, die allgemeine Unsicherheit, fehlender Zugang zu Trinkwasser, zu Bildung und Gesundheitsdiensten. In den ländlichen Gebieten ist der Mangel an Dienstleistungen (Schulen, Gesundheitsdienste) beträchtlich, und die Bevölkerung ist angesichts der Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürre) sehr gefährdet. In diesem Kontext allgemeiner Armut ist die Situation der Menschen mit Behinderung noch alarmierender und ihre grundlegendsten Bedürfnisse – Nahrung, Wohnung, Gesundheitsdienste, Zugang zu Hilfsmitteln, Sicherheit – sind oftmals nicht gedeckt.

Einsatzländer