Jemen: fünf NROs fordern sofortiges Ende der Kampfhandlungen und uneingeschränkten humanitären Zugang

Nothlife
Jemen

Die unterzeichnenden Hilfsorganisationen fordern das sofortige Ende der Kampfhandlungen im ganzen Land, auch in Sanaa. Die Nichtregierungsorganisationen, die  im Jemen aktiv sind, appellieren an  die Konfliktparteien, den vollen und uneingeschränkten humanitären Zugang zu Menschen in Not zu gewähren und die Lieferung von humanitären Gütern zu erleichtern.

(c) Camille Gillardeau / Handicap International

5 Dezember 2017

Jemens Hauptstadt Sanaa leidet seit fünf Tagen unter gewaltsamen Auseinandersetzungen und Luftangriffen. Tausende Menschen leben in Angst, sind in ihren Häusern gefangen und haben keine Möglichkeit humanitäre Hilfe zu erhalten. Es wird von dutzenden Toten und Verletzten berichtet. Die Arbeit der Hilfsorganisationen wird blockiert -  Mitarbeitende können im Land keine lebensrettende Hilfe und grundlegende Unterstützung anbieten. Die Situation verschlechtert sich von Stunde zu Stunde und die Zivilbevölkerung leidet am stärksten unter dem anhaltenden Konflikt.

Unsere Forderungen an alle Konfliktparteien:     

  • Ende aller Kampfhandlungen und der Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten in Sanaa und im ganzen Land
  • Einhaltung des humanitären Völkerrechts und umfassender Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur
  • Voller und uneingeschränkter Zugang für humanitäre Organisationen und Verbesserung der Mobilität der Mitarbeitenden, um Hilfe im ganzen Land sichern und fortzusetzen zu können

Anlässlich des Treffens des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen an diesem 5. Dezember zur Situation im Jemen fordern wir die Mitglieder, insbesondere Frankreich, USA, Grossbritannien, Russland und China dazu auf, unsere Forderungen öffentlich zu unterstützen und ihren diplomatischen Einfluss zu nutzen, um diesen von Menschenhand geschaffenen Konflikt zu beenden.

<value is too large to edit> <value is too large to edit> <value is too large to edit> <value is too large to edit>
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

10’000 Rohingya-Familien von Feuer im Flüchtlingslager in Bangladesch betroffen
© Philippa Poussereau/HI
Nothlife

10’000 Rohingya-Familien von Feuer im Flüchtlingslager in Bangladesch betroffen

Nach den verheerenden Bränden am 22. März 2012 in den Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch begrüsst eine gemeinsame Erklärung internationaler NGOs die Zusammenarbeit verschiedener Akteure bei ihren Bemühungen, den betroffenen Menschen zu helfen, und schlägt Massnahmen vor, die nach dem Brand umgesetzt werden sollen.

6 Jahre Krieg im Jemen: das Land durch endlosen Krieg verwüstet
© ISNA agency / HI
Minen und andere Waffen Nothlife Rehabilitation Stop Bombing Civilians

6 Jahre Krieg im Jemen: das Land durch endlosen Krieg verwüstet

Der seit 6 Jahren andauernde Krieg im Jemen hat die grösste humanitäre Krise der Welt verursacht. Das Ausmass der Zerstörung der Infrastruktur durch massiven Bomben- und Granatenbeschuss in bewohnten Gebieten sowie die Kontamination durch Sprengkörper sind enorme Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Seit 2015 vor Ort, fordert Handicap International die Staaten auf, Massnahmen gegen die verheerenden Langzeitfolgen des Einsatzes von Sprengstoffwaffen in bewohnten Gebieten zu ergreifen. Sie müssen den Entwurf des internationalen Abkommens unterstützen, der derzeit verhandelt wird.

Reiza Dejito, Mutter und engagierte humanitäre Helferin für HI in Nepal  
© PBDN
Nothlife Rechte von menschen mit behinderungen und politik

Reiza Dejito, Mutter und engagierte humanitäre Helferin für HI in Nepal  

Anlässlich des Internationalen Frauentags haben wir mit Reiza Dejito gesprochen. Sie setzt sich sowohl für ihre Familie als auch für ihre Rolle bei HI ein. Seit zwei Jahrzehnten arbeitet sie in Ländern, die von humanitären Krisen betroffen sind.