Jemen: fünf NROs fordern sofortiges Ende der Kampfhandlungen und uneingeschränkten humanitären Zugang

Nothlife
Jemen

Die unterzeichnenden Hilfsorganisationen fordern das sofortige Ende der Kampfhandlungen im ganzen Land, auch in Sanaa. Die Nichtregierungsorganisationen, die  im Jemen aktiv sind, appellieren an  die Konfliktparteien, den vollen und uneingeschränkten humanitären Zugang zu Menschen in Not zu gewähren und die Lieferung von humanitären Gütern zu erleichtern.

(c) Camille Gillardeau / Handicap International

Jemens Hauptstadt Sanaa leidet seit fünf Tagen unter gewaltsamen Auseinandersetzungen und Luftangriffen. Tausende Menschen leben in Angst, sind in ihren Häusern gefangen und haben keine Möglichkeit humanitäre Hilfe zu erhalten. Es wird von dutzenden Toten und Verletzten berichtet. Die Arbeit der Hilfsorganisationen wird blockiert -  Mitarbeitende können im Land keine lebensrettende Hilfe und grundlegende Unterstützung anbieten. Die Situation verschlechtert sich von Stunde zu Stunde und die Zivilbevölkerung leidet am stärksten unter dem anhaltenden Konflikt.

Unsere Forderungen an alle Konfliktparteien:     

  • Ende aller Kampfhandlungen und der Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten in Sanaa und im ganzen Land
  • Einhaltung des humanitären Völkerrechts und umfassender Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur
  • Voller und uneingeschränkter Zugang für humanitäre Organisationen und Verbesserung der Mobilität der Mitarbeitenden, um Hilfe im ganzen Land sichern und fortzusetzen zu können

Anlässlich des Treffens des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen an diesem 5. Dezember zur Situation im Jemen fordern wir die Mitglieder, insbesondere Frankreich, USA, Grossbritannien, Russland und China dazu auf, unsere Forderungen öffentlich zu unterstützen und ihren diplomatischen Einfluss zu nutzen, um diesen von Menschenhand geschaffenen Konflikt zu beenden.

<value is too large to edit>
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Erster Jahrestag der Befreiung von Mossul: eine von Landminen und Bomben geplagte Stadt
© Fanny Mraz / HI
Nothlife

Erster Jahrestag der Befreiung von Mossul: eine von Landminen und Bomben geplagte Stadt

1.500 Blindgänger im Krankenhaus Al-Shifa in Mossul entdeckt, eine von Landminen und Bomben geplagte Stadt. Acht Millionen Tonnen explosiver Kriegsreste [1] bedrohen auch ein Jahr nach der Befreiung die Stadt Mossul. Während Tausende von Verletzten versuchen, medizinische Versorgung zu bekommen und mehr als 300.000 [2] Binnenvertriebene in Flüchtlingslagern ausharren und auf ihre Rückkehr warten, gleicht die Stadt einer Zeitbombe.

Starkregen in Bangladesch: mehr als 9.000 Rohingya-Flüchtlinge betroffen
© HI
Nothlife Rehabilitation

Starkregen in Bangladesch: mehr als 9.000 Rohingya-Flüchtlinge betroffen

Über 9.000 Rohingya leiden seit Juni unter den Folgen von Überschwemmungen und Erdrutschen in Bangladesch. Die Teams von HI unterstützen die Bevölkerung weiterhin vor Ort.

Fast 300.000 syrische Flüchtlinge sitzen an den Grenzen fest: Zugang zu humanitärer Hilfe ist dringend erforderlich
© Philippe Poulpiquet / HI
Nothlife Stop Bombing Civilians

Fast 300.000 syrische Flüchtlinge sitzen an den Grenzen fest: Zugang zu humanitärer Hilfe ist dringend erforderlich

In den letzten Tagen hat sich die Anzahl der Syrerinnen und Syrer, die aus dem Süden des Landes vor dem Konflikt geflohen sind, von 60.000 auf 272.000 Menschen mehr als vervierfacht. Die humanitäre Hilfe an den Grenzen reicht nicht aus, um alle vertriebenen Familien zu versorgen.