"Jetzt ist wieder alles möglich"

Nothlife
Syrien

Amer arbeitet seit Oktober 2012 für Handicap International in Jordanien. Er ist Physiotherapeut und spezialisiert auf orthopädische Versorgung, Prothesen und Orthesen. Er hilft unseren PatientInnen in Amman und im Flüchtlingslager in Azraq, wieder auf die Beine zu kommen. 

Amer und Doa'a in Amman

Amer und Doa'a in Amman | © Sarah Pierre / Handicap International

Amer

“Wir helfen den Menschen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Dank unserer Orthesen und Prothesen tanken die Menschen wieder Selbstvertrauen”, erklärt Amer. “Unsere Arbeit ist wirklich wichtig für die Schutzbedürftigsten. Wenn sie ihre Unabhängigkeit wiedererlangen, sich frei bewegen, einkaufen gehen, wird wieder alles möglich. Das motiviert mich”, sagt der junge Jordanier.

“Am meisten mag ich an meiner Arbeit, dass die Menschen mit meiner Hilfe lernen, ihre neue Situation zu akzeptieren und mit ihren Prothesen wieder ein normales Leben zu führen. Ich arbeite seit drei Jahren in den Projekten zwischen Irbid und Amman. Natürlich habe ich deshalb viel erlebt. Aber ich werde nie vergessen, wie ich zum ersten Mal in das Lager in Za’atari gegangen bin. So viele Menschen kamen auf uns zu, obwohl wir noch im Auto waren. Ich fragte mich: ‚Wie können so viele Menschen gleichzeitig betroffen sein‘. Erst in diesem Moment wurde mir das ganze Ausmass des Konflikts in Syrien bewusst".

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Gewalt im Gaza-Streifen: HI fordert Schutz für die Schutzbedürftigsten
© HI
Nothlife

Gewalt im Gaza-Streifen: HI fordert Schutz für die Schutzbedürftigsten

Mehr als 610 Menschen wurden bei den jüngsten Demonstrationen am vergangenen Freitag an der Grenze zwischen Israel und Gaza verletzt. Handicap International (HI) ruft  alle Konfliktparteien dazu auf, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Besonders besorgt ist HI um die besonders schutzbedürftigen Menschen und die zahlreichen Verletzten, die bleibende Behinderungen davontragen könnten. HI bekräftigt seine Forderung nach der Aufhebung der Blockade, die eine Strafe für die gesamte Bevölkerung Gazas darstellt – ganz besonders für die verletzten Menschen.

Schussverletzung – ein traumatisches Erlebnis Nothlife

Schussverletzung – ein traumatisches Erlebnis

Ahmed ist erst 15 Jahre alt. Bei einer Demonstration an der Grenze zwischen Gaza und Israel wurde er am rechten Oberschenkel oberhalb des Knies angeschossen. Jetzt ist er bei HI in Behandlung. Sobald seine Wunde vernarbt ist, kann er mit der Physiotherapie beginnen. HI steht im außerdem mit psychologischer Unterstützung zur Seite, um das Erlebte zu verarbeiten.

GAZA: Notfalltherapien zur Vermeidung von Behinderungen dringend erforderlich
© Ali Jadallah / Anadolu Agency / AFP
Nothlife

GAZA: Notfalltherapien zur Vermeidung von Behinderungen dringend erforderlich

Bei Demonstrationen am 14. und 15. Mai wurden an der Grenze zwischen Gaza und Israel rund 3.000 Menschen verletzt. Die medizinische Versorgung in Gaza ist durch die plötzliche Ankunft einer grossen Zahl von Opfern völlig überlastet. Handicap International (HI) stellt Notfall-Rehamassnahmen bereit, um zu verhindern, dass Patienten eine dauerhafte Behinderung entwickeln.