Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Londoner Konferenz sucht Mittel und Wege zur Hilfe für syrische Flüchtlinge

Nothlife
Syrien

Vertreterinnen und Vertreter aus über 80 Staaten nahmen am 3. und 4. Februar an einer hochrangig besetzten Geberkonferenz in London teil. Dabei ging es um die Unterstützung für Syrien und die Nachbarstaaten. Schwerpunkte bildeten der Schutz der Zivilbevölkerung, die Nahrungsversorgung sowie Bildung.

Rajab a perdu sa femme et deux de ses filles lors du bombardement de sa maison. Pris en charge par Handicap International, il a été amputé de la jambe gauche suite à ses blessures et suit des séances de physiothérapie

Rajab a perdu sa femme et deux de ses filles lors du bombardement de sa maison. Pris en charge par Handicap International, il a été amputé de la jambe gauche suite à ses blessures et suit des séances de physiothérapie | © C. Fohlen / Handicap International

Vor der Konferenz forderte Handicap International die teilnehmenden Staaten gemeinsam mit 90 anderen Organisationen zu mehr Engagement auf.

Gemeinsam mit über 90 anderen Organisationen forderte Handicap International im Vorfeld der Konferenz mehr Mittel für die sofortigen und längerfristigen Bedürfnisse von Flüchtlingen und Aufnahmeländern. Zudem sollten die Staaten sich für den verstärkten Schutz der Zivilbevölkerung in und ausserhalb Syriens einsetzen, Aufnahmeländer unterstützen, Barrieren für Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitssystem abbauen uvm.

Handicap International forderte die Staaten ausserdem auf, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung, älteren Menschen und Kriegsverletzten zu berücksichtigen. Wir machten darüber hinaus auf den mittel- und langfristigen Bedarf an Rehabilitation aufmerksam. Und als Expertenorganisation für die Beseitigung der fatalen Folgen von explosiven Waffen, forderten wir die Teilnehmenden der Konferenz in London dazu auf, humanitäre Minenaktion frühzeitig und ausreichend zu finanzieren und die Opfer explosiver Kriegsreste zu unterstützen.

Die Konferenz bedeutet einen guten Anfang

Während der Konferenz verurteilten die teilnehmenden Staaten die Verletzungen des internationalen humanitären Rechts in Syrien . Einige Staaten machten grosszügige Finanzusagen. Zu den - 9 Milliarden Dollar, die laut UN für 2016 benötigt werden fehlen noch etwa 3 Milliarden. Gleichzeitig müssen die beteiligten Akteure sicherstellen, dass die Hilfe auch dort ankommen kann, wo sie benötigt wird. Die Menschen müssen ausserdem sicher und legal Zuflucht auch in Ländern ausserhalb der Region finden können – vor allem in Europa. Die Aufnahmebedingungen sollten deshalb verbessert werden und die Wahrung der Grundrechte gestärkt werden.

"Kein Geld der Welt wird ausreichen, um Kinder vor explosiven Waffen – allen voran Fassbomben – zu schützen. Die wahllose Bombardierung der Zivilbevölkerung Syriens muss gestoppt werden. Eingekesselte, verhungernde Menschen müssen geschützt werden. Genauso wie Menschen, die aus bürokratischen Gründen oder schlicht wegen der Gewalt keinen Zugang zu Nahrung, Wasser und Unterkünften haben. Diplomatischer Druck muss auf alle Konfliktparteien ausgeübt werden, um das internationale humanitäre Recht und verpflichtende Resolutionen des UN Sicherheitsrates durchzusetzen". Anne Héry, Advocacy Direktorin der Föderation Handicap International.
9 Februar 2016
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Sri Lanka : HI hilft über 1‘000 Familien
© HI
Nothlife

Sri Lanka : HI hilft über 1‘000 Familien

Die Coronavirus-Pandemie hat Sri Lanka in eine Wirtschaftskrise gestürzt. HI hat nun die schutzbedürftigsten Familien finanziell unterstützt, sodass sie ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln sichern können. 

Syrien: Rückkehr für Geflüchtete schier unmöglich
© HI
Minen und andere Waffen

Syrien: Rückkehr für Geflüchtete schier unmöglich

50 Nichtregierungsorganisation, darunter Handicap International (HI), veröffentlichen auf Grundlage von Interviews mit Geflüchteten innerhalb und ausserhalb Syriens den Bericht “Into the unknown: Listening to Syria’s displaced in the search for durable solutions” („Reise ins Ungewisse: Syriens Flüchtlingen auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen zuhören“). Der Bericht wird anlässlich der 4. Geberkonferenz für Syrien herausgebracht, die vom 22. bis 30. Juni in Brüssel stattfindet. Ziel ist es, den syrischen Geflüchteten das Wort zu erteilen. Sie beschreiben ihre Lebensbedingungen und erklären, wie sie in die Zukunft blicken.

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend
© HI
Nothlife

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend

In Südasien ist ein sehr besorgniserregender Anstieg der Fälle der Covid-19-Epidemie zu verzeichnen, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, wo Handicap International (HI) interveniert. In diesen drei Ländern gibt es bereits 565'000 Fälle von Infizierten, darunter über 330'000 Menschen in Indien, das damit an vierter Stelle der Länder mit Covid-19 Erkrankungen darstellt. Für die schutzbedürftigsten Menschen ist diese Situation besonders schwierig, da durch die Gesundheitskrise ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe eingeschränkt ist.