Minenräumung: der Erfahrungsaustausch ist lebenswichtig

Minen und andere Waffen

Vom 7. bis 10. Februar findet in Genf das jährliche internationale Treffen von Fachkräften, die in der weltweiten Minenaktion tätig sind, statt. Es bietet Gelegenheit für rund 400 Organisationen und Institutionen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Daher ist es auch für Handicap International ein besonders wichtiges Event.

In voller Schutzkleidung kniet ein Entminer in der Erde, hinter ihm ein rotes Warnschild, das die Einwohner vor Minen warnt

Ausbildung von Fachkräften für Minenräumung von Handicap International in Kolumbien: Hier sind Einsätze in drei Regionen des Landes geplant | © J.M. Vargas / Handicap International

Geldgeber, Staaten, die sich zur Minenräumung oder Opferhilfe verpflichtet haben, nationale Zentren für Minenräumung, private Unternehmen und humanitäre Entminungsorganisationen befinden sich unter den Akteuren der Minenaktion, die sich diese Woche in Genf treffen.

Sie teilen ihre Erfahrungen miteinander, präsentieren die neuesten Techniken der Minenräumung und sprechen über die Zukunftsperspektiven in der Minenaktion. Dieses Jahr werden improvisierte Sprengsätze, wie sie regelmässig in Syrien und im Irak zum Einsatz kommen, den Schwerpunkt der Gespräche darstellen – ebenso der Einsatz von Drohnen, neue Instrumente zur Geolokalisierung von Minen sowie der Informationsaustausch zwischen Partnern während der Minenräumeinsätze.

Für Handicap International, das bei der Konferenz von einer grossen Delegation vertreten wird, bietet dieses viertägige Event eine gute Gelegenheit, um Analysen weiterzugeben, Einsatzmethoden zu vergleichen, Kontakte zu nationalen Behörden zu knüpfen und neue Partnerschaften einzugehen.

Side event on victim assistance

Side event on victim assistance, Palais des Nations, Genève.
(c) UNMAS

6 Februar 2017
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Der am 29. August veröffentlichte Bericht 2019 des Streubomben Monitors zeigt, dass auch 2018 weiterhin Angriffe mit Streumunition in Syrien stattgefunden haben. Weltweit wurden mindestens 149 Menschen in insgesamt acht Ländern und einem Gebiet durch diese Waffen getötet oder verletzt. Da bis zu 40 Prozent dieser Waffen beim Aufprall nicht explodieren, haben die Angriffe zu einer starken Verseuchung mit explosiven Überresten geführt. Diese stellen eine tödliche und langfristige Bedrohung für die lokale Bevölkerung dar. 

Vom 2. bis 4. September findet in Genf die Konferenz der Mitgliedsstaaten des Oslo-Vertrags statt, der den Einsatz von Streumunition verbietet. HI fordert die Staaten auf, geltendes internationales Recht durchzusetzen und den Einsatz dieser menschenfeindlichen Waffen systematisch zu verurteilen.
 

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Zwei Jahre nach der Rückeroberung der Stadt Mossul am 10. Juli 2017 liegt der westliche Teil der Stadt weiterhin in Trümmern und ist mit tausenden von explosiven Kriegsresten verseucht. Noch immer harren etwa 500'000 Personen in Vertriebenencamps aus. Das Leben tausender Verletzter hängt davon ab, ob sie angemessen versorgt werden können. 

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Seit 2011 entmint Handicap International Gebiete im Norden Libanons, deren Verseuchung noch aus Zeiten des Bürgerkriegs von 1975 bis 1990 stammt. Die Bevölkerung soll nun endlich von der lauernden Gefahr befreit werden. Zwischen 2017 und 2018 haben die Minenräumteams 4'500 explosive Überreste zerstört. Insgesamt konnten schon 700'000 Quadratmeter Fläche entmint werden, das entspricht etwa 100 Fussballfeldern.