Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Minenräumung: der Erfahrungsaustausch ist lebenswichtig

Minen und andere Waffen

Vom 7. bis 10. Februar findet in Genf das jährliche internationale Treffen von Fachkräften, die in der weltweiten Minenaktion tätig sind, statt. Es bietet Gelegenheit für rund 400 Organisationen und Institutionen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Daher ist es auch für Handicap International ein besonders wichtiges Event.

In voller Schutzkleidung kniet ein Entminer in der Erde, hinter ihm ein rotes Warnschild, das die Einwohner vor Minen warnt

Ausbildung von Fachkräften für Minenräumung von Handicap International in Kolumbien: Hier sind Einsätze in drei Regionen des Landes geplant | © J.M. Vargas / Handicap International

Geldgeber, Staaten, die sich zur Minenräumung oder Opferhilfe verpflichtet haben, nationale Zentren für Minenräumung, private Unternehmen und humanitäre Entminungsorganisationen befinden sich unter den Akteuren der Minenaktion, die sich diese Woche in Genf treffen.

Sie teilen ihre Erfahrungen miteinander, präsentieren die neuesten Techniken der Minenräumung und sprechen über die Zukunftsperspektiven in der Minenaktion. Dieses Jahr werden improvisierte Sprengsätze, wie sie regelmässig in Syrien und im Irak zum Einsatz kommen, den Schwerpunkt der Gespräche darstellen – ebenso der Einsatz von Drohnen, neue Instrumente zur Geolokalisierung von Minen sowie der Informationsaustausch zwischen Partnern während der Minenräumeinsätze.

Für Handicap International, das bei der Konferenz von einer grossen Delegation vertreten wird, bietet dieses viertägige Event eine gute Gelegenheit, um Analysen weiterzugeben, Einsatzmethoden zu vergleichen, Kontakte zu nationalen Behörden zu knüpfen und neue Partnerschaften einzugehen.

Side event on victim assistance

Side event on victim assistance, Palais des Nations, Genève.
(c) UNMAS

6 Februar 2017
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Hohe Zahl von Landminenopfern zum 5. Jahr in Folge
©Basile Barbey / HI
Minen und andere Waffen Mobilisierung

Hohe Zahl von Landminenopfern zum 5. Jahr in Folge

Der heute veröffentlichte Bericht 2020 des Landmine Monitor zeigt zum fünften Mal in Folge eine aussergewöhnlich hohe Zahl von Minenopfern. 80% von ihnen sind Zivilisten, 43% davon sind Kinder. In einer Zeit, in der die Covid-19-Pandemie die humanitäre Minenräumung in vielen Ländern in Frage stellt, fordern wir die Staaten auf, bei den Einschränkungen im Rahmen der Covid-19-Bekämpfung unsere Arbeit zu berücksichtigen, sodass unsere Organisation ihre Mission fortsetzen kann: die Welt von Minen befreien.

Kay Reh durch Sprengsatz auf seinem Feld verletzt
| ©HI
Gesundheit und Prävention Minen und andere Waffen

Kay Reh durch Sprengsatz auf seinem Feld verletzt

Seit 2012 hat HI fast 13'000 Menschen, die in den neun Flüchtlingslagern entlang der thailändisch-myanmarischen Grenze leben, auf die Risiken von Sprengkörpern sensibilisiert.

Libyen: Unerträgliche Zustände für Zivilbevölkerung
| © Till Mayer / HI
Minen und andere Waffen Mobilisierung Stop Bombing Civilians

Libyen: Unerträgliche Zustände für Zivilbevölkerung

Die Situation für Zivilist*innen in Libyen ist in vielen Regionen lebensgefährlich und unerträglich: Tägliche Angriffe, verminte Strassen und Wohnungen, zusammengebrochenes Gesundheitssystem, traumatisierte Menschen. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) macht auf die Folgen des jahreslangen Bürgerkriegs aufmerksam. Die Menschen leiden unter Depressionen, der Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamenten nimmt zu, die zwischenmenschliche Gewalt steigt. Viele Geflüchtete können nicht in ihre Häuser zurückkehren, da diese mit nicht explodierten Munitionsresten oder Minen verseucht sind. Eine ganze Generation ist betroffen, vor allem jüngere Menschen sehen keine Zukunft.