Guinea-Bissau

In dem von politischen Turbulenzen geprägten Land ist die sanitäre Versorgung katastrophal und der Menschen mit Behinderung finden nur schwer Zugang zu Bildung. Unsere Projekte in Guinea Bissau sollen Kindern mit Behinderung helfen, zur Schule zu gehen.

Guinea-Bissau - HI

Gruppe von Kindern in Guinea-Bissau | © C. Acworth / HI

Laufende aktivitäten

Wir unterhalten zwei Projekte im Bereich Bildung. Ziel ist es, Kinder mit Behinderung verbesserten Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Schulen nach ihren Bedürfnissen weiterzuentwickeln. Die zuständigen Behörden werden über die Notwendigkeit von Inklusion von Kindern mit Behinderung aufgeklärt.

Kinder mit Behinderung sollen die gleichen Rechte wie alle anderen Kinder erhalten. Dafür bieten wir auch Weiterbildungen für Lehrkräfte und Schulleitungen unserer 12 Partnerschulen an, sowie für die Schulinspektor/-innen der vier Sektoren der Oio-Region. Außerdem verbessern wir den Zustand der Schulen (z.B. neue sanitäre Anlagen und Wasserspender), fördern die Aufnahme von Kindern mit Behinderung ins Melderegister und klären die Bevölkerung, um Gewalt an Kindern zu beenden.

2017 begann HI mit de Aktivitäten zum Thema "HIV und Behinderung". HI sensibilisiert für die Auswirkungen von HI Infektionen besonders auf Menschen mit Behinderung. Außerdem werden Daten gesammelt, um einen Überblick über die Krise zu verschaffen. Zudem unterstützt HI zivilgesellschaftliche Organisationen Menschen mit Behinderungen stärker im Kampf gegen HIV zu berücksichtigen.  

Seit dem Jahr 2000 ist Handicap International in Guinea-Bissau im Einsatz. Die ersten Projekte befassten sich mit Rehabilitationsmaßnahmen, wirtschaftlicher Inklusion und dem Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste. Von 2008 bis 2014 mussten wir unsere Arbeit aufgrund politischer Instabilität und einem hohen Sicherheitsrisiko unterbrechen.

Neueste aus den projekten

Aicha und ihre Freunde leben die Inklusion
© Marta Moreiras / HI

Aicha und ihre Freunde leben die Inklusion

Die 10-jährige Aicha lebt in Guinea Bissau. Seit HI ihr geholfen hat, in die Schule zu gehen, ist sie ein aufgewecktes und fröhliches Mitglied ihrer lokalen Gemeinde geworden. HI stellt sicher, dass mehr als 70.000 besonders schutzbedürftige Kinder und Kinder mit Behinderung ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Guinea Bissau

Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt. Geprägt durch politische Instabilität hat das Land mehrere Putsche in den letzten 20 Jahren erlebt.

Die aktuelle, 2014 gewählte Regierung hat viele Reformen ins Leben gerufen. Trotzdem steht das Land vor vielen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird von Krankheiten aufgrund von Mangelernährung geplagt. Besonders hart trifft es schwangere Frauen, was die hohe Sterblichkeitsrate von Müttern und Säuglingen erklärt.

Das Personal des Gesundheitswesens ist begrenzt, schlecht ausgebildet und die sanitären Dienstleistungen sind wenig entwickelt. Im Bereich Bildung herrscht das gleiche Problem. 2010 erreichten nur 64% der Kinder den Abschluss der Grundschulausbildung. Während die Lebenserwartung der Menschen auf 54,3 Jahre steigt, stagniert das jährliche Pro-Kopf-Einkommen bei knapp über 1.000 Dollar.

Einsatzländer