Guinea-Bissau

In dem von politischen Turbulenzen geprägten Land ist die sanitäre Versorgung katastrophal und der Menschen mit Behinderung  finden nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt. Unsere Projekte in Bissau sollen Kindern mit Behinderung helfen, zur Schule zu gehen.

Groupe d'enfants en Guinée Bissau

© C. Acworth / Handicap International

Laufende aktivitäten

Wir unterhalten zwei Projekte im Bereich Bildung. Ziel ist es, Kinder mit Behinderung verbesserten Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Schulen nach ihren Bedürfnissen weiterzuentwickeln. Die zuständigen Behörden werden über die Wichtigkeit der Inklusion der Kinder mit Behinderung aufgeklärt.

Kinder mit Behinderung sollen die gleichen Rechte wie alle anderen Kinder erhalten. Dafür bieten wir auch Weiterbildungen für Lehrkräfte und Schulleitungen unserer 12 Partnerschulen an, sowie für die Schulinspektorinnen und Schulinspektoren der vier Sektoren der Oio-Region. Ausserdem verbessern wir den Zustand der Schulen (z.B. neue sanitäre Anlagen und Wasserspender), fördern die Aufnahme von Kindern mit Behinderung ins Melderegister und klären die Bevölkerung, um Gewalt an Kindern zu beenden.

Seit dem Jahr 2000 ist Handicap International in Guinea-Bissau im Einsatz. Die ersten Projekte befassten sich mit Rehabilitationsmassnahmen, wirtschaftlicher Inklusion und dem Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste. Von 2008 bis 2014 mussten wir unsere Arbeit aufgrund politischer Instabilität und einem hohen Sicherheitsrisiko unterbrechen.

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Hintergrund

Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt. Geprägt durch politische Instabilität hat das Land mehrere Putsche in den letzten 20 Jahren erlebt.

Die aktuelle, 2014 gewählte Regierung hat viele Reformen ins Leben gerufen. Trotzdem steht das Land vor vielen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird von Krankheiten aufgrund von Mangelernährung geplagt. Besonders hart trifft es schwangere Frauen, was die hohe Sterblichkeitsrate von Müttern und Säuglingen erklärt.

Das Personal des Gesundheitswesens ist begrenzt und schlecht ausgebildet und die sanitären Dienstleistungen sind sehr schlecht entwickelt. Im Bereich Bildung herrscht das gleiche Problem. 2010 erreichten nur 64% der Kinder den Abschluss der Grundschulausbildung. Während die Lebenserwartung der Menschen auf 54,3 Jahre steigt, stagniert das jährliche Pro-Kopf-Einkommen bei knapp über 1.000 Dollar.

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