Kuba

In Kuba fördern wir die Rechte von Menschen mit Behinderung und stärken ihre Teilhabe an der Gesellschaft.

© Marta Burgaya / HI

Laufende aktivitäten

Von den mehr als 360'000 Menschen mit Behinderung in Kuba hat ein Drittel eine geistige Behinderung. Das hat eine Vielzahl von Ursachen: ungenügende Aufklärung über die Risiken von Behinderungen bei der Schwangerschaft, ungenügende Vorbereitung von Familien auf das Leben mit einem Kind mit Behinderung und ungenügende Versorgung mit speziellem medizinischen Equipment. Wir fördern die Vorbeugung und Versorgung von geistigen Behinderungen. Ausserdem sensibilisieren wir die Bevölkerung und arbeiten dabei vor Allem mit Fachkräften aus dem Pflegebereich zusammen.  

In der Provinz Granma im Südwesten des Landes helfen wir Menschen mit Behinderung, nach Reha-Massnahmen in die Arbeitswelt aufgenommen zu werden, indem wir bestehende Bildungsstrukturen verbessern.

In Santiago, Guantanamo und Baracoa verbessern wir den Schutz von besonders schutzbedürftigen Menschen, darunter vor Allem Frauen und Menschen mit Behinderung, während Naturkatastrophen. Wir stärken das Bewusstsein der Bevölkerung, damit diese im Falle einer Katastrophe richtig handeln kann. Wir unterstützen die Behörden und technischen Einrichtungen im Umgang mit den Risiken von Erdbeben.

Neueste aus den projekten

Haiti: Erste Informationen zu Folgen des Sturms weisen auf grossen Hilfsbedarf
© B. Almeras / Handicap International
Nothlife

Haiti: Erste Informationen zu Folgen des Sturms weisen auf grossen Hilfsbedarf

Nach dem Hurrikan Matthew, der am Dienstagmorgen des 4. Oktober auf Haiti traf, bleibt ein Grossteil der betroffenen Gegenden immer noch unzugänglich. Die genaue Einschätzung der Auswirkungen ist daher noch schwierig. Nichtsdestotrotz lassen die Gewalt des Hurrikans, seine Reichweite und die Armut der betroffenen Gegenden grosse humanitäre Bedarfe voraussehen. Handicap International setzt ein Nothilfeteam ein, um die Teams zu verstärken, die bereits in Haiti vor Ort sind, und um die Opfer der Katastrophe zu versorgen.

Haiti: millionen Menschen könnten von Hurrikan Matthew betroffen sein
© P. Lavirotte / Handicap International
Nothlife

Haiti: millionen Menschen könnten von Hurrikan Matthew betroffen sein

Laut den Vereinten Nationen könnte der Hurrikan Matthew, der zurzeit die Südwestküste von Haiti erschüttert und der diesen Dienstagabend Kuba erreichen wird, mehrere Millionen Menschen betreffen. Die Regierung von Haiti hat bereits einen Appell um Hilfe der internationalen Gemeinschaft gestartet. Das Team von Handicap International, das bereits vor Ort ist, ist mobilisiert und bereitet sich darauf vor, nach Bedarf einzugreifen.

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Hintergrund

In einem der grössten Länder der Karibik ist der Zugang zu Pflegediensten für besonders schutzbedürftige Menschen schwierig.

Die Republik Kuba ist das grösste Land der Karibik mit mehr als 11 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. 2015 verkündeten die Präsidenten Barack Obama und Raul Castro, die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern USA und Kuba seien nach mehr als 50 Jahren wieder aufgenommen. Menschen mit Behinderung bekommen freie medizinische Versorgung, doch Schwierigkeiten beim Transport und fehlende moderne und/oder spezielle  Ausrüstung (z.B. audiometrische Tests) beschränken den Zugang zu dieser Versorgung. Des weiteren sind Menschen mit Behinderung besonders gefährdet bei Naturkatastrophen. Das gilt vor Allem für Hurrikane, wie den Hurrikan Matthew, der den Osten Kubas im Oktober 2016 traf und von dem mehr als 300'000 Menschen betroffen waren.

Einsatzländer