Senegal

Im Senegal setzt sich HI für eine inklusive und gerechte Gesellschaft ein, die die Lebensqualität von gefährdeten Menschen, einschliesslich Menschen mit Behinderungen, verbessert.

Inklusive Schule - Senegal HI

Inklusive Schule - Senegal HI | © J-J. Bernard / HI

Laufende aktivitäten

Handicap International unterstützt Menschen mit Behinderung im Senegal seit 1995. Die ersten Massnahmen wurden im Bereich der funktionellen Rehabilitation durchgeführt, um Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, ihre Mobilität wiederzuerlangen. Seitdem wurden rund 30 Projekte umgesetzt, die meisten davon in der Casamance, wie z.B. Minenräumprojekte zwischen 2007 und 2017. Aktuelle Projekte in den Regionen Dakar und Casamance umfassen folgende Themen:

  • Prävention und Erkennung von Gesundheitsproblemen bei Müttern, Neugeborenen und Säuglingen
  • Sicherstellen, dass alle Kinder mit Behinderungen die Schule besuchen und in die Gemeinschaft aufgenommen werden
  • Beruflichen Integration von Erwachsenen mit Behinderungen ermöglichen
  • Unterstützung der Verbesserung von Rehabilitationsdiensten
  • Menschen mit Behinderungen im Kampf gegen HIV miteinbeziehen

Neueste aus den projekten

“Ich fühle mich sehr wohl bei der Arbeit. Meine Behinderung beeinträchtigt meine Arbeit überhaupt nicht.“
© E. Fitte-Duval / Handicap International
Inklusion

“Ich fühle mich sehr wohl bei der Arbeit. Meine Behinderung beeinträchtigt meine Arbeit überhaupt nicht.“

Boubacar, 33, arbeitet als Rechtsberater für das Ministerium für Afrikanische Integration, für NEPAD[1] und für Good Governance Africa. Aufgrund einer körperlichen Behinderung entstehen für ihn Hindernisse am Arbeitsplatz. Handicap International hilft ihm, diese zu überwinden. Wir haben auf seine Fähigkeiten aufmerksam gemacht und zeigten dem Ministerium für Öffentliche Dienstleistungen, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung im Mitarbeiterstab zu haben.

Minenräumerin Fatou: schon 50 Minen entschärft
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen und andere Waffen

Minenräumerin Fatou: schon 50 Minen entschärft

Sieben Jahre Berufserfahrung, mehr als 50 Minen gefunden und zerstört: Das ist die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der erst 31-jährigen Fatou Diaw. Sie geht mit dem Metalldetektor ebenso sicher um wie mit der Sonde oder der Sense. Sie kennt alle Facetten des Berufs der Minenräumerin. Fatou erzählt uns, wie für sie daraus eine Leidenschaft wurde.

Name: Katja. Beruf: Minenspürhund
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen und andere Waffen

Name: Katja. Beruf: Minenspürhund

Im Alter von 9 Jahren ist Katja bereits eine Veteranin und hat langjährige Erfahrung auf ihrem Gebiet. Und dennoch kommt die Belgische Schäferhündin jeden Tag aufs Neue mit frischer Energie und Enthusiasmus zur Arbeit. Sie hat bereits in beeindruckend vielen Ländern Afrikas gearbeitet: Kenia, Südsudan, Demokratische Republik Kongo, u.a., und hat dort dank ihres ausserordentlichen Geruchssinns sehr viel Sprengstoff aufgespürt.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Senegal

Senegal ist eine wichtige Wirtschaftsmacht in Westafrika, der Reichtum jedoch ungleich verteilt. 45,1 % der Einwohner des Landes leben in extremer Armut; allen voran Menschen mit Behinderung. Zudem lebt die Bevölkerung im Süden des Landes, in Casamance, noch immer unter der Bedrohung durch Anti-Personen-Minen.

2010 ratifizierte Senegal das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Zwar gibt es seitdem eine positive Entwicklung, doch die nacheinander verabschiedeten Gesetze werden nur langsam in konkrete politische Massnahmen umgesetzt. Menschen mit Behinderung haben erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung, werden regelmässig diskriminiert und kämpfen nach wie vor um die Anerkennung ihrer Grundrechte.

Das Land leidet ausserdem seit 30 Jahren unter dem Konflikt zwischen der senegalesischen Armee und der Separatistenbewegung in Casamance. Dieser Konflikt liess das Land verarmen und bremste seine Entwicklung aus, einen erheblichen Anteil daran haben Anti-Personen-Minen. Die Region ist eigentlich als "Brotkorb des Senegal" bekannt, aber weite Teile des Ackerlandes sind aufgrund des Konflikts nicht nutzbar. Seit 1988, dem Jahr der Ratifizierung des Ottawa-Vertrags über das Verbot von Anti-Personen-Mine, gab es mindestens 854 Minenopfer [1]. 635 von ihnen haben überlebt und benötigen oft ihr Leben lang Pflege, Hilfsmittel und medizinische, soziale sowie wirtschaftliche Unterstützung. Die meisten leben in bitterer Armut.


[1] Verzeichnete Opfer aus den Jahren 1988-2013. Quelle: Landminenmonitor September 2014. 

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Einsatzländer