Senegal

Handicap International (HI) arbeitet in Senegal an der Entwicklung einer integrativen, nachhaltigen und fairen Gesellschaft, die die Lebensqualität schutzbedürftiger Menschen, einschliesslich Menschen mit Behinderung, verbessert.

Inklusive Schule - Senegal HI

Kinder an einer inklusiven Schule in Senegal | © J-J. Bernard / HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) begann seine Aktivitäten in Senegal im Jahr 1995. Die ersten Einsätze konzentrierten sich auf Rehabilitationsmassnahmen und die Minenräumung in der Casamance im Süden des Landes.

Heute hat HI die Handlungsfelder um folgende Bereiche erweitert: Gesundheit von Müttern und Kindern, inklusive Bildung, wirtschaftliche Inklusion von schutzbedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderung, Rehabilitation, Diabetes. 

Wir arbeiten in den Gebieten des Landes, in denen der Bedarf am grössten ist: in Dakar im Norden und in den drei Regionen der Casamance im Süden.

Neuigkeiten aus den Projekten

Entminungsteams von HI zurück in der Casamance
© HI
Minen und andere Waffen

Entminungsteams von HI zurück in der Casamance

Zahlreiche explosive Kriegsreste bedrohen das Leben der Bevölkerung in der Region Casamance im Süden Senegals. Zudem halten sie seit Jahren viele Binnenflüchtlinge davon ab, in die Region zurückzukehren.

 

“Ich fühle mich sehr wohl bei der Arbeit. Meine Behinderung beeinträchtigt meine Arbeit überhaupt nicht.“
© E. Fitte-Duval / Handicap International
Inklusion

“Ich fühle mich sehr wohl bei der Arbeit. Meine Behinderung beeinträchtigt meine Arbeit überhaupt nicht.“

Boubacar, 33, arbeitet als Rechtsberater für das Ministerium für Afrikanische Integration, für NEPAD[1] und für Good Governance Africa. Aufgrund einer körperlichen Behinderung entstehen für ihn Hindernisse am Arbeitsplatz. Handicap International hilft ihm, diese zu überwinden. Wir haben auf seine Fähigkeiten aufmerksam gemacht und zeigten dem Ministerium für Öffentliche Dienstleistungen, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung im Mitarbeiterstab zu haben.

Minenräumerin Fatou: schon 50 Minen entschärft
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen und andere Waffen

Minenräumerin Fatou: schon 50 Minen entschärft

Sieben Jahre Berufserfahrung, mehr als 50 Minen gefunden und zerstört: Das ist die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der erst 31-jährigen Fatou Diaw. Sie geht mit dem Metalldetektor ebenso sicher um wie mit der Sonde oder der Sense. Sie kennt alle Facetten des Berufs der Minenräumerin. Fatou erzählt uns, wie für sie daraus eine Leidenschaft wurde.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Senegal

Senegal ist eine wichtige Wirtschaftsmacht in Westafrika, aber der Reichtum ist sehr ungleich verteilt. Ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung des Landes lebt in einer Situation extremer Armut und Menschen mit Behinderung sind in dieser Kategorie stark vertreten.

Der Rechtsrahmen für Menschen mit Behinderung im Senegal hat sich seit 2010, als das Land das Internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert hat, zum Besseren gewendet.

Allerdings gibt es noch viele Schwierigkeiten bei der Umsetzung der später verabschiedeten Gesetze in konkrete politische Massnahmen. Menschen mit Behinderung im Senegal sind täglich mit Barrieren konfrontiert, z.B. wenn sie Zugang zum Gesundheits-, und Bildungswesen oder zum Arbeitsmarkt erhalten möchten. Die Opfer von Diskriminierung kämpfen weiterhin dafür, dass ihre Grundrechte gewahrt werden. 

Das Land ist auch stark von dem seit mehr als 30 Jahren andauernden Konflikt in der Casamance betroffen. Dieser Konflikt hat die Wirtschaft des Landes geschädigt und seine Entwicklung behindert, insbesondere durch den Einsatz von Antipersonenminen. Die Verminung bedeutet, dass ein Grossteil der landwirtschaftlichen Flächen in dieser Region des Senegals unzugänglich ist.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 89
Eröffnungsdatum des Programms: 1995

Einsatzländer