Ukraine

Handicap International ist seit 2015 in der Ukraine im Einsatz. Wir unterstützen besonders schutzbedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderung, für die es aufgrund des Konflikts schwer ist, Zugang zu angemessener Pflege zu erhalten. Wir arbeiten auf lokaler und nationaler Ebene, um die Kapazitäten der Gesundheitsdienstleister zu stärken. Ausserdem arbeiten wir mit humanitären Akteuren vor Ort daran, besonders schutzbedürftige Menschen in die Notfallhilfeprogramme aufzunehmen.

Handicap International - Ukraine

© Handicap International

Laufende aktivitäten

Wir wurden vom ukrainischen Gesundheitsministerium gebeten, dabei zu helfen, die Organisation der Pflege für Menschen mit Behinderung und Opfer des Konflikts zu verbessern. Wir bieten unter anderem Hausbesuche für Reha-Massnahmen an, um die Entwicklung von Behinderungen bei Verletzten zu beschränken und älteren Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die aufgrund des Konflikts einen erschwerten Zugang zu Pflege haben, zu helfen. Ausserdem bauen wir medizinische Einrichtungen aus, bilden Pflegekräfte aus und versorgen sie mit Material für Rehabilitationsmassnahmen und liefern Mobilitätshilfen (Prothesen, Rollstühle, Krücken etc.).

Auf nationaler Ebene identifizieren wir besonders schutzbedürftige Gruppen (ältere Menschen, Menschen mit Behinderung etc.), klären die Autoritäten über deren Bedürfnisse auf und erklären ihnen, wie die Menschen in die Nothilfeprogramme aufgenommen werden können.

Zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 haben wir mit der Unterstützung von UNICEF Kinder und Jugendliche über das Risiko von Minen und explosiven Kriegsresten an den Frontlinien zwischen Regierungstruppen und unabhängigen Kräften aufgeklärt.

Neueste aus den projekten

Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten: Stop bombing civilians!
(c) N Matelle / Handicap International

Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten: Stop bombing civilians!

Der Bericht der Action on Armed Violence zum Einsatz von Explosivwaffen zeigt die verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung auf.

Ukraine: „Die humanitären Bedürfnisse dürfen nicht vergessen werden“
(c) G. Lordet / Handicap International

Ukraine: „Die humanitären Bedürfnisse dürfen nicht vergessen werden“

Handicap International ist seit August 2015 in der Ukraine tätig, um die Versorgung von Menschen mit Behinderungen und Verletzungen zu verbessern und den Schutzbedürftigsten zu helfen, vor allem älteren Menschen. Arnaud Pont, der in der Ukraine für den Nothilfeeinsatz von Handicap International zuständig ist, nimmt am 23. Januar in Brüssel an der Konferenz „The Human Face of the Eastern Conflict“ teil. Dort werden die humanitären Bedürfnisse, die der Konflikt verursacht hat, auf der Tagesordnung stehen.[1] Das Ziel: mögliche Partner zu treffen und die Geldgeber zur Unterstützung unserer Aktivitäten zu bewegen.

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Hintergrund

Der seit 2014 bestehende Konflikt zwischen Regierungstruppen und Unabhängigkeitsbewegungen führt zu einer chronische Unsicherheit in vielen Regionen des Landes.

Der Konflikt wurde von Massendemonstrationen Ende 2013 in Kiew und anderen ukrainischen Städten, die zum Fall Präsident Yanukovychs im Februar 2014 führten, ausgelöst.

Laut UN-OCHA wurden in dem Konflikt in der Donbass Region bereits etwa 10.000 Menschen getötet und 30.000 Menschen verletzt. Im Land gibt es laut dem Ministerium für Soziales mehr als 1,6 Million Binnenflüchtlinge. Trotz einiger Waffenstillstände bleibt die Situation angespannt. An den Frontlinien sind bewaffnete Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Die Region ist stark vermint.

Einsatzländer