Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Abdullah hatte Angst vor den Ärzt*innen

Minen und andere Waffen Rehabilitation
Jemen

Abdullah ist 12 Jahre alt. Als er draussen mit Freunden draussen spielte, wurde er bei einem Luftangriff im Dezember 2019 schwer verletzt und musste amputiert werden. Wir halfen ihm.

Abdullah im

Abdullah im Physiotherapie- und Prothesencenter in Sanaa | © ISNA Agency / HI

Sein Cousin wurde bei dem Angriff getötet. Er war sein Spielkamerad, er war wie ein Bruder für ihn. Abdullah war sehr erschüttert. Er verlor die Lust zu spielen, zu gehen, zu rennen... Er verlor das Interesse an allen täglichen Aktivitäten eines kleinen Jungen.

Abdullahs Eltern wussten nicht, dass ihm mit einer Prothese geholfen werden kann. Die Familie ist sehr arm. Abdullah hat elf Geschwister, die alle in einem kleinen Haus in der Gegend von Al-Hudaida leben, in der es bis vor kurzem noch schwere Kämpfe und Bombardierungen gab. Sie haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Strom, Wasser und Nahrung. In der Nähe ihres Dorfes gibt es keine Schule.

Unmittelbar nach dem Unfall eilten sie zum Spitalin Sanaa, in der Hoffnung, Abdullah zu retten. Der Junge blieb dort fast einen Monat; unser begann sofort mit der psychologischen Betreuung und Rehabilitation. Da Abdullah nicht sofort mit einer Orthese versorgt werden konnte, stellte man ihm zunächst einen Rollstuhl und Krücken zur Verfügung. Danach erhielt er seine angepasste Prothese und machte eine Rehabilitation, um wieder laufen zu lernen.

Abdullah war anfangs sehrtraumatisiert. Er hatte Angst vor den Ärzt*innen, die ihn besuchten, und schrie, als die Physiotherapeutin versuchte, ihn zu Rehabilitationsübungen zu ermutigen. Er war völlig verloren. Er fürchtete sich vor allem. Unser Team nahm sich die Zeit, ihn zu beruhigen und sanft sein Vertrauen aufzubauen.

Es ist vor allem sein Bruder, der sich um ihn kümmert und ihm bei seiner Rehabilitation hilft. Wir haben seinen Bruder mit allen Informationen über die Prothesen und deren Wartung und Reinigung versorgt.

Heute kann Abdullah mit seiner Prothese normal laufen, aber sie muss regelmässig angepasst werden, da er schnell wächst!

 

10 Jahre Krieg und Chaos in Syrien. 3 Millionen Kinder haben nie etwas anderes gekannt als den täglichen Krieg, Städte und Infrastrukturen sind zerstört. Was können wir tun? Mehr erfahren.

Wenn Sprengstoffwaffen in städtischen Gebieten eingesetzt werden, sind 88% der Opfer Zivilist*innen. Das Bombardieren der Zivilbevölkerung ist kein Krieg, es ist ein Verbrechen! Schliessen Sie sich unserem Kampf gegen die Bombardierung von Zivilist*innen an, indem Sie unsere Petition unterschreiben.

28 April 2021
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Verheerende Kontamination im Irak – Explosive Kriegsreste verhindern den Wiederaufbau
© HI
Minen und andere Waffen Stop Bombing Civilians

Verheerende Kontamination im Irak – Explosive Kriegsreste verhindern den Wiederaufbau

Fünf Jahre nach dem Ende des Krieges im Irak sind die Gemeinschaften noch immer zerrissen und Gebäude, Strassen und Brücken zerstört. Unser heute veröffentlichter Bericht zeichnet ein drastisches Bild des täglichen Lebens der Iraker:innen, von denen einige zu grosse Angst haben, ihre Kinder zu Fuss zur Schule gehen zu lassen, oder gezwungen sind, in durch Sprengkörper kontaminierten Gebieten zu arbeiten.

Steigende Opferzahlen durch Streubomben: wir fordern die Staaten zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf
© Said Khlaifat / HI
Minen und andere Waffen

Steigende Opferzahlen durch Streubomben: wir fordern die Staaten zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf

Nach Angaben des Streubomben-Monitors 2021 ist die Zahl der Opfer von Streumunition innerhalb von drei Jahren um 30 Prozent gestiegen. Im heute veröffentlichten Bericht wird von mindestens 360 Opfern weltweit im Jahr 2020 ausgegangen. Am 20. und 21. September findet das Treffen der Vertragsstaaten der Oslo-Konvention über das Verbot von Streumunition statt. wir fordern die Vertragsstaaten dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten, und diejenigen Staaten, die das Übereinkommen noch nicht unterzeichnet haben, der Konvention beizutreten.

Zentralafrikanische Republik: Internationale Organisationen besorgt über humanitäre Krise
© A. Surprenant/Collectif Item/HI
Minen und andere Waffen

Zentralafrikanische Republik: Internationale Organisationen besorgt über humanitäre Krise

Bislang ist der Plan für humanitäre Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik erst zur Hälfte finanziert. Gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen fordern wir die zentralafrikanischen Behörden und die Geldgeber auf, die humanitären Hilfsmassnahmen und den Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen.