Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz

Inklusion Nothlife
International

Unser Jahresbericht 2020 ist jetzt veröffentlicht und blickt auf die Ereignisse dieses ganz besonderen Jahres zurück. Trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten waren unsere Teams in der Lage, sich anzupassen und die Kontinuität der Projekte im Feld und in der Schweiz zu sichern. Dank Ihrer Grosszügigkeit konnten wir mehr als 4 Millionen Menschen unterstützten.

Natacha Kazingo in ihrem Dorf in der Zentralafrikanischen Republik, wo wir Menschen während der Covid-Pandemie unterstützt haben.

Natacha Kazingo in ihrem Dorf in der Zentralafrikanischen Republik, wo wir Menschen während der Covid-Pandemie unterstützt haben. | © Adrienne Surprenant / HI

HI und Covid-19

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen wurde durch Präventionskampagnen zur Verhinderung der Übertragung des Virus in einem für Menschen mit Kommunikationsschwierigkeiten geeigneten Format sichergestellt. 41 % unserer Projekte wurden an die Pandemie angepasst und helfen 2,2 Millionen Menschen. Mehr als 225’000 Menschen erhielten psychosoziale Unterstützung, einschliesslich Telefonkonsultationen.

HI in der Welt

Im Jahr 2020 konnten wir unsere Expertise bei fast 4 Millionen Menschen in den Bereichen Gesundheit, soziale Inklusion, Rehabilitation und Reduzierung von bewaffneter Gewalt einsetzen. Wir sind in 59 Ländern vertreten und haben uns u. a. mit folgenden Themen beschäftigt :

  • In Kuba wurden Projekte zur beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit einer Behinderung durchgeführt. 243 Personen fanden eine angemessene Beschäftigung bei einem Arbeitgeber;
  • In Mosambik werden durch ein inklusives Bildungsprojekt bessere Chancen für Kinder mit Behinderungen geschaffen. 288 Lehrpersonen wurden zum Thema inklusive Bildung geschult und mit lokalen Ressourcen wurde kostengünstiges Lehrmaterial produziert;
  • In Vietnam hilft eine kostenlose Smartphone- und Tablet App Menschen mit Sprachbehinderungen bei der Kommunikation. 200 Kinder haben dadurch ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessert.

HI Schweiz

Unser Team in der Schweiz hat seine Kampagne zur Sensibilisierung gegen die Bombardierung von Zivilisten fortgesetzt. Mehr als 90 Parlamentarier wurden im Rahmen unserer Kampagne "NEIN zur Bombardierung von Zivilisten" mobilisiert, um die Bevölkerung aufzurufen, sich hinter ihre Parlamentarier zu stellen. Eine Wanderausstellung wurde in verschiedenen Städten durchgeführt.

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14 Juli 2021
Einsatzländer

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22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet
© T. Nicholson / HI
Minen und andere Waffen

22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet

Dem Explosivwaffen-Monitor zufolge wurden im Jahr 2025 22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet. Dies entspricht einem Rückgang von 21 % gegenüber dem Höchststand von 28’600 im Jahr 2024. Doch diese Verbesserung ist trügerisch: Sie erklärt sich durch die Waffenstillstände in Gaza und im Libanon, wo die Zivilbevölkerung jedoch nach wie vor unter Bombardierungen leidet. Überall sonst verschlechterte sich die Lage: Es gab mehr betroffene Länder, mehr Waffenarten und mehr zerstörte zivile Einrichtungen. Die Zivilbevölkerung in mindestens 65 Ländern und Gebieten litt unter dem Einsatz von Explosivwaffen.

 Menschen mit Behinderungen im Libanon: die unsichtbaren Leidtragenden der Krise
© R. Dakdouk / HI
Advocacy-Arbeit Inklusion Nothlife

Menschen mit Behinderungen im Libanon: die unsichtbaren Leidtragenden der Krise

Menschen mit Behinderungen gehen in der humanitären Nothilfe nach wie vor oft vergessen. Obwohl sie in grosser Zahl in Notunterkünften und den betroffenen Gebieten leben, werden sie von Hilfsmassnahmen und Entscheidungsprozessen ausgeschlossen, was die ohnehin katastrophale Situation weiter verschlimmert. Wir schlagen Alarm und fordern Sofortmassnahmen, die niemanden ausschliessen.
 

Sudan: Lage von Menschen mit Behinderung katastrophal / Handicap International schlägt Alarm  
© T. Nicholson / HI
Advocacy-Arbeit Nothlife

Sudan: Lage von Menschen mit Behinderung katastrophal / Handicap International schlägt Alarm  

Die Hilfsorganisation Handicap International schlägt Alarm: Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges im Sudan ist die Lage für die Zivilbevölkerung katastrophal. Für Menschen mit Behinderung gilt dies in noch stärkerem Masse: Für sie ist es besonders schwierig, zu fliehen, an Hilfsgüter zu gelangen oder eine medizinische Versorgung zu erhalten. Zudem bedrohen Minen und Blindgänger die Zivilbevölkerung. 

 

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