HI hilft Tausenden venezolanischen Flüchtlingen in Kolumbien

Gesundheit und Prävention Nothlife
Kolumbien

Kolumbien beherbergt mehr als 1‘8 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela. Wir sind dazu da, ihnen psychologische Unterstützung und Zugang zu Gesundheitsdiensten zu bieten und gleichzeitig eine friedliche Verständigung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften zu fördern.

Beurteilungsmission unserer Teams in La Guajira, Kolumbien, zu den Bedürfnissen venezolanischer Migranten.

Beurteilungsmission unserer Teams in La Guajira, Kolumbien, zu den Bedürfnissen venezolanischer Migranten. | © HI

Wir helfen mehr als 2‘000 Venezolanern in Medellín, in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat. Unsere Teams bieten ihnen individuelle und kollektive psychologische Unterstützung an und helfen ihnen bei der Durchführung ihrer rechtlichen Verfahren, um Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhalten. Unsere Vereinigung organisiert auch sportliche und kulturelle Aktivitäten, um den sozialen Zusammenhalt und die soziokulturelle Integration der Venezolaner in Medellín zu stärken. Wir führen ähnliche Aktivitäten in Bogota und Barranquilla (Atlantikküste) durch.

Auf nationaler Ebene bilden wir 30 Mitglieder anderer Organisationen aus, damit sie bei der Durchführung von Projekten im Zusammenhang mit der Aufnahme von Venezolanern auf die am schlimmsten Betroffenen Rücksicht nehmen.  

In diesem spezifischen Kontext von Covid-19 setzten unsere Teams einen Teil ihrer Aktivitäten im Zentrum von Maicao fort. Unsere Psychologen führen Fernsitzungen durch, dank Videos und dem Einsatz von Whatsapp. Unsere Teams sensibilisierten auch die Familien, um ihnen zu helfen, sich vor der Epidemie zu schützen.  

Psychologische Unterstützung und Rehabilitation

Seit April 2019 haben wir im Transitzentrum des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Maicao rund 4‘000 Menschen psychologisch betreut.

Darüber hinaus führen wir Rehabilitationssitzungen für 400 Menschen, so wie Behinderte, ältere Menschen, Indigene usw., durch, leisten technische Unterstützung (Ausbildung usw.) für lokale Rehabilitationsorganisationen und organisieren Aktivitäten des sozialen Zusammenhalts, wie zum Beispiel sportliche Aktivitäten usw. zwischen Kolumbianern und Venezolanern, um die friedliche Verständigung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften zu fördern.

Seit 2013 befindet sich Venezuela in der schwersten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise, die das Land je erlebt hat. Der Zugang der Bevölkerung zu Gesundheitsversorgung, sanitären Infrastrukturen und Nahrungsmitteln hat sich stark verschlechtert, und die Bedürfnisse der durch diese lange Krise geschwächten Familien sind erheblich. Mindestens 4‘7 Millionen Venezolaner sind geflohen, davon fast 1‘8 Millionen Flüchtlinge nach Kolumbien und 1 Million nach Peru.

30 Oktober 2020
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz
© Adrienne Surprenant / HI
Betroffenen Gesundheit und Prävention Inklusion Mobilisierung Nothlife Stop Bombing Civilians

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz

Unser Jahresbericht 2020 ist jetzt veröffentlicht und blickt auf die Ereignisse dieses ganz besonderen Jahres zurück. Trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten waren unsere Teams in der Lage, sich anzupassen und die Kontinuität der Projekte im Feld und in der Schweiz zu sichern. Dank Ihrer Grosszügigkeit konnten wir mehr als 4 Millionen Menschen unterstützten.

Zentralafrikanische Republik: Ein Lieferant wie kein anderer
© Adrienne Surprenant / HI
Nothlife

Zentralafrikanische Republik: Ein Lieferant wie kein anderer

Erhalten Sie Einblick in die Arbeit von Jimmy Müller aus unserem Logistikteam in der Zentralafrikanischen Republik, der Menschen inmitten des bewaffneten Konflikts lebenswichtige Hilfe zukommen lässt.
 

Humanitäre Krise in Tigray verschärft sich
© HI
Nothlife

Humanitäre Krise in Tigray verschärft sich

Über eine Million Menschen leiden infolge der Gewalt in der äthiopischen Region Tigray. Die humanitäre Krise verschlimmert sich jeden Tag. Die Teams von Handicap International (HI) sind vor Ort, um den Betroffenen beizustehen. Viele Menschen mussten bereits fliehen.