Kolumbien

Zu den Maßnahmen von HI in Kolumbien gehören Minenräumungen, die Aufklärung über die Gefahren von Minen und die Weiterführung der Hilfe für die Opfer.

HI - Kolumbien

© Bas Bogaerts / HI

Laufende aktivitäten

Bewaffnete Gewalt ist in Kolumbien alltäglich, Konfliktgebiete sind stark vermint. Tausende von Menschen wurden bereits zu Opfern dieser Waffen und die meisten Überlebenden haben eine oder mehrere Behinderungen.

Wir haben in drei kolumbianischen Regionen (Cauca, Meta und Caquetá) Minenräumaktionen durchgeführt, die Opfer versorgt (psychosoziale Unterstützung und Rehabilitationsversorgung) und ihnen geholfen, eine neue Laufbahn einzuschlagen. Außerdem klären wir die Gemeinden über die Gefahren von Minen und explosiven Kriegsresten auf.

Kolumbien hat ein schlechtes Pflegesystem für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig sind die Bedürfnisse an ein solches System enorm. Wir bilden deshalb Reha-Fachkräfte weiter, verbessern die Qualität und die Zugänglichkeit von Rehabilitationsleistungen und unterstützen die Politik dabei, mehr Gewicht auf qualitativ hochwertigere Reha-Dienste zu legen.

Darüber hinaus fördern wir Organisationen von Menschen mit Behinderung. Diese sollen mehr an Entscheidungsprozessen zur sozialen Inklusion der schutzbedürftigsten Menschen teilhaben und besser für ihre Rechte eintreten können.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderung Zugang zu einkommensschaffenden Tätigkeiten finden, insbesondere durch die Schaffung von Ausbildungsplätzen.

Neueste aus den projekten

Jemerson, 13 Jahre alt,  hat wegen einer Mine  seine linke Hand verloren
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Betroffenen Minen und andere Waffen

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Als Minenräumungsexperte seit fast 25 Jahren wurde Handicap International von der kolumbianischen Regierung offiziell mit der Minenräumung in den drei besonders schwer betroffenen und unzugänglichen Departamentos Cauca, Meta und Caquetá beauftragt.

Handicap International beginnt Minenräumung in Kolumbien
© J.M. Vargas/Handicap International

Handicap International beginnt Minenräumung in Kolumbien

Handicap International (HI) hat mit den Entminungsarbeiten im Departement Cauca in Kolumbien begonnen. Kolumbien ist nach Afghanistan das Land mit den meisten Minenopfern der Welt.

Kolumbien: „Frauen nehmen eine Schlüsselrolle in unseren Entminungsarbeiten ein“
@ J.M. Vargas / Handicap International
Minen und andere Waffen

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Handicap International bereitet sich auf den Beginn von Entminungseinsätzen in drei Gebieten Kolumbiens vor. Die Miteinbeziehung von Frauen in die Räumung der kontaminierten Gebiete ist ein wichtiges Anliegen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Kolumbien

Kolumbien ist weltweit das Land mit den zweitmeisten Minenopfern - über 11.100 in den letzten 25 Jahren. Laut Studien von Handicap International haben 80% der Überlebenden eine Behinderung.

50 Jahre Bürgerkrieg haben Kolumbien zu einem Land gemacht, in dem von 32 Departments 31 vermint sind. Damit belegt Kolumbien Platz 2 der am stärksten verminten Länder der Welt, direkt nach Afghanistan. Seit 1990 werden improvisierte Sprengsätze immer systematischer eingesetzt.

Die Opfer stammen fast zur Hälfte aus der Zivilbevölkerung leben oft in abgelegenen Gebieten ohne direkten Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Rehabilitationsmaßnahmen.Tod, Verletzungen, langfristige Behinderungen und psychische Traumata sind die schwerwiegenden Folgen für die Opfer der Konflikte.

Auch wenn das Land auch heute noch stark von Gewalt (bewaffnete Kriminalität, organisierte Drogenbanden und Ausbeutung in den Goldminen)  betroffen ist, wurde am 26. September 2016 zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ein historisches Friedensabkommen unterzeichnet.

HI wurde im Juli 2016 zu einem der vier offiziellen humanitären Minenräumungsakteure des Landes erklärt und führt Minenräumaktionen in kontaminierten Gebieten durch. In den Departements Cauca, Meta und Caquetá klärt HI über die Gefahren von Minen auf.

Einsatzländer