Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Kay Reh durch Sprengsatz auf seinem Feld verletzt

Gesundheit und Prävention Minen und andere Waffen
Myanmar Thailand

Seit 2012 hat HI fast 13'000 Menschen, die in den neun Flüchtlingslagern entlang der thailändisch-myanmarischen Grenze leben, auf die Risiken von Sprengkörpern sensibilisiert.

| ©HI

Kay Reh, 17, lebt im Flüchtlingslager Ban Mai Nai Soi in der Provinz Mae Hong Son. Seine Familie hat einen kleinen Bauernhof auf der anderen Seite der Grenze, auf dem Kay Reh regelmäßig arbeitet.  

Am 6. Mai 2020 arbeitete Kay Reh mit seiner Mutter auf den Feldern, als er einen seltsamen Gegenstand roch und ihn mit in seine Hütte nahm. Er traf das Objekt dreimal mit der Axt. Das Objekt explodierte und Kay Reh verlor das Bewusstsein. Seine Mutter schrie um Hilfe, und Kay Reh wurde schnell ins Krankenhaus gebracht. Dort konnte seine Blutung lange nicht gestoppt werden.

Trotz der schnellen Versorung wurde Kay Reh an Augen, Gesicht, linker Brust, Bauch, Oberschenkel und Fingern der rechten Hand schwer verletzt.

Obwohl HI bereits fast 13‘000 Menschen in diesen 9 Flüchtlingslagern sensibilisiert hat, stellt die Organisation fest, dass die Bewohner immer noch nicht ausreichend über diese Risiken informiert sind.

HI setzt die Risikoaufklärung fort und bietet den Opfern dieser Unfälle auch psychologische Unterstützung an. HI hat auch mehr als 1'300 Studenten informiert.

"Ich habe gesehen, wie viele Zivilisten durch Sprengkörper des Krieges getötet und verletzt wurden. Die Menschen darüber zu informieren ist eine Priorität", sagt Naw Wah Gay, geboren im Dorf Masaw, ein Dorf mit vielen Sprengkörpern, das im Bundesstaat Karen liegt, und Arzt im Krankenhaus Ban Dong Yangh.

21 Oktober 2020
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Handicap International (HI) fordert die endgültige Beseitigung von Streubomben
© Damien Kremer / HI
Minen und andere Waffen Mobilisierung Stop Bombing Civilians

Handicap International (HI) fordert die endgültige Beseitigung von Streubomben

Der heute in Genf veröffentlichte Bericht 2020 des Streumunitionsmonitors enthüllt, dass es auch 2019 in Syrien und Libyen zu Angriffen mit diesen verbotenen Waffen gekommen ist. Mindestens 286 Menschen wurden getötet oder verletzt, allesamt Zivilisten. Jüngste Einsätze im Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan (in diesem Bericht nicht berücksichtigt) zeigen, dass die Schlacht noch lange nicht vorbei ist.

Frauen mit Behinderungen werden fast zehnmal häufiger Opfer sexueller Gewalt
© John Wessels/HI
Gesundheit und Prävention Gesundheit und Prävention Rechte von menschen mit behinderungen und politik

Frauen mit Behinderungen werden fast zehnmal häufiger Opfer sexueller Gewalt

Am 25. November, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, erinnert Handicap International (HI) daran, dass mehr als jede dritte Frau Gewalttaten ausgesetzt ist (WHO, 2020). Frauen mit Behinderungen sind diesen Risiken noch stärker ausgesetzt. Seit 25 Jahren führen wir in vielen Ländern Projekte durch, um Gewalttaten zu verhindern und die Opfer medizinisch und psychologisch zu unterstützen.

Hohe Zahl von Landminenopfern zum 5. Jahr in Folge
©Basile Barbey / HI
Minen und andere Waffen Mobilisierung

Hohe Zahl von Landminenopfern zum 5. Jahr in Folge

Der heute veröffentlichte Bericht 2020 des Landmine Monitor zeigt zum fünften Mal in Folge eine aussergewöhnlich hohe Zahl von Minenopfern. 80% von ihnen sind Zivilisten, 43% davon sind Kinder. In einer Zeit, in der die Covid-19-Pandemie die humanitäre Minenräumung in vielen Ländern in Frage stellt, fordern wir die Staaten auf, bei den Einschränkungen im Rahmen der Covid-19-Bekämpfung unsere Arbeit zu berücksichtigen, sodass unsere Organisation ihre Mission fortsetzen kann: die Welt von Minen befreien.