„Vor der Rehabilitation konnte sie nicht laufen“

Gesundheit und Prävention Rehabilitation
Jordanien

Seit Juli 2017 hat Handicap International 450 Kindern mit einer Behinderung oder Entwicklungsverzögerung in Jordanien unterstützt. Auch der Familie von Safaa, einem zweijährigen Mädchen mit zerebraler Kinderlähmung, hat die Expertise von HI sehr geholfen.

Safaa ist zwei Jahre alt und leidet an zerebraler Kinderlähmung

Safaa ist zwei Jahre alt und leidet an zerebraler Kinderlähmung | © Oriane van den Broeck / HI

Rehabilitation speziell für Kinder

Safaa ist zwei Jahre alt und leidet an zerebraler Kinderlähmung, wodurch die Entwicklung ihrer Psychomotorik verzögert ist. Dank des Besuchs des HI-Teams erhält sie nun Rehabilitation, deren Kosten von der Organisation getragen werden. Das kleine Mädchen wird zusätzlich von einem Logopäden und einem Sonderpädagogen betreut: „Safaa macht Übungen mit dem Physiotherapeuten, aber es fällt ihr sehr schwer, sich zu konzentrieren. Auch das Sprechen bereitet ihr Schwierigkeiten“, erklärt ihre Mutter. Vor Beginn der Reha-Massnahmen konnte Safaa nicht einmal laufen:

„Ich musste sie tragen. Heute hat sich ihre Situation verbessert, das macht mich glücklich“, vertraut uns ihre Mutter an. „Ich wünsche mir, dass sie später zur Schule gehen kann. Die Fachkräfte sagen, dass sie wahrscheinlich eine Förderschule wird besuchen können.“

Die Familien informieren

Durch HI hat Safaas Mutter eine andere Mutter kennengelernt, deren Kinder ebenfalls an zerebraler Kinderlähmung leiden und nun zur Schule gehen. Seither blickt sie hoffnungsvoller in die Zukunft. Die freiwilligen Helfer von HI haben die Mutter ausserdem über die psychomotorische Entwicklung bei Kindern aufgeklärt. Mit ihren Informationen unterstützen diese Helfer zahlreiche Familien, in denen Kinder mit einer Behinderung leben.

Betroffene Kinder ausfindig machen

Die mobilen Teams von HI durchforsten die Strassen von Amman, Zarqa, Irbid, Mafraq und Jerash in Nordjordanien auf der Suche nach Kindern unter sechs Jahren, die eine Behinderung oder Einschränkung aufweisen. Wenn sie ein betroffenes Kind entdecken, erstellen sie eine vorläufige Diagnose und überweisen das Kind in eine geeignete medizinische Einrichtung, wo es die angemessene Behandlung und Unterstützung bei seiner Entwicklung bekommt. Seit Beginn dieses Programms im Juli 2017 wurden schon 450 Kinder entdeckt und begleitet.

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