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Laos

Mehr als 50 Jahre nach den Bombardierungen durch die US-Streitkräfte ist Laos immer noch eines der am stärksten von Streumunition verseuchten Gebiete weltweit. Die dramatischen Konsequenzen: Seit 1964 wurden rund 50'000 Menschen getötet.

Eine Entminerin in Laos, die von HI ausgebildet wurde

Ein Entminer in Laos, der von HI ausgebildet wurde | © Alexandre Gelebart / 20 Minutes / HI

Laufende Aktivitäten

In Laos arbeitet Handicap International (HI) daran, die Bedrohung durch Streumunition zu verringern. Unsere Räumungsteams arbeiten an der Seite von Dorfbewohnern, die von diesen Waffen betroffen sind. Zudem führen unsere Teams Aufklärungsveranstaltungen in den Dörfern durch, um die Bevölkerung auf die Gefahr hinzuweisen. 

Gleichzeitig leiten wir auch Aufklärungsprojekte, um die Früherkennung von Behinderungen und die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung voranzutreiben. Speziell Kinder unter fünf Jahren sollen so betreut werden. 

HI fördert die Erkennung von Behinderungen, führt Aktivitäten zur Aufklärung über Behinderungen durch und organisiert Stimulationssitzungen für Kleinkinder. Wir arbeiten daran, die Häufigkeit von HIV/AIDS-Infektionen sowie Krankheiten wie Malaria bei Frauen, Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, u. a. durch Forschung. Ausserdem schulen wir Mitarbeitende des Gesundheitssektors, die die Dörfer besuchen und die Bewohner*innen aufklären.

HI will ausserdem den Zugang zu Bildung für benachteiligte Kinder in den Provinzen Champasak und Huaphan verbessern und die Lesefähigkeit aller Kinder in den Provinzen Champasak, Xiengkhouang und Vientiane steigern, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Kindern liegt, die die laotische Sprache nicht sprechen, sowie auf Kindern mit Behinderung.

Wir helfen Menschen mit Behinderung dabei, ein eigenes Geschäft aufzubauen. Ausserdem unterstützen wir lokale Organisationen von Menschen mit Behinderung bei der nationalen Umsetzung ihrer Rechte.

Nicht zuletzt arbeiten wir auch daran, die Versorgung mit Rehabilitationsmassnahmen zu verbessern. Wir kooperieren mit öffentlichen Einrichtungen, um den Rehabilitationssektor des Landes weiterzuentwickeln und bieten Aus- und Weiterbildungen für Spezialist*innen auf dem Gebiet an.

Neuigkeiten aus den Projekten

Laos: 25 Jahre Minen-Räumung
© N. Lozano Juez / HI
Minen und andere Waffen

Laos: 25 Jahre Minen-Räumung

Laos ist Jahrzehnte nach Ende des Krieges weltweit das Land mit der höchsten Verseuchung durch Streumunition. Noch immer sind einige Gebiete voller explosiver Kriegsreste. Vor 25 Jahren, im Juni 1996, begann die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International mit der Räumung.

Treffen mit Oncha, 20 Jahre alt, Entminerin aus Laos
(c) P. Kantoussan /HI
Minen und andere Waffen

Treffen mit Oncha, 20 Jahre alt, Entminerin aus Laos

Anlässlich des Internationalen Frauentages an diesem Sonntag, dem 8. März 2020, präsentiert Handicap International mit Stolz die Arbeit einer unserer Mitarbeiterinnen: Oncha Phonethavon, 20 Jahre alt, Entminerin in Laos.

Eine einzigartige Uhr unterstützt die Minenräumung in Laos
Handicap International

Eine einzigartige Uhr unterstützt die Minenräumung in Laos

Die Züricher Uhrenmarke SEVENFRIDAY schliesst sich mit Handicap International zusammen, um die Uhr M1/05 Freedom Off-Series anzubieten. Das Modell steht ab dem 25. November in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren zum Preis von CHF 1230.- zum Verkauf. Der gesamte Erlös geht an Handicap International und wird dazu dienen, unsere Entminungsprojekte in Laos zu unterstützen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Laos

Seit 50 Jahren leben die Menschen mit unzähligen explosiven Kriegsresten – diese Tatsache hat auch die Wirtschaft in Laos beeinträchtigt. Nicht umsonst zählt das Land in Südostasien nach wie vor zu einem der ärmsten Länder der Welt.

Die Demokratische Volksrepublik Laos ist das Land mit den meisten explosiven Kriegsresten weltweit. Von 17 Provinzen in Laos sind 15 mit etwa 80 Millionen nicht explodierten Kriegsresten verseucht. Der Grossteil ist Streumunition, die die USA vor 50 Jahren während des Vietnamkriegs auf das Land abwarf. Diese explosiven Kriegsreste terrorisieren die Bevölkerung bis heute und töten oder verstümmeln noch immer. Seit 1964 wurden mehr als 50'000 Menschen durch diese Waffen getötet oder verletzt – und fast die Hälfte von ihnen in Friedenszeit. Trotz eines starken Rückgangs der Opferzahlen gibt es jedes Jahr 40 oder 50 traurige Fälle. Das Grausamste daran ist, dass die häufigsten Opfer dieser Waffen Kinder sind.

Das Land steht vor vielen grossen Herausforderungen. Die starke Unterernährung im Land ist besorgniserregend. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung ist vor allem in ländlichen Gebieten sehr begrenzt und die medizinischen Fachkräfte sind meist nur unzureichend ausgebildet.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 110
Eröffnungsdatum des Programms: 1983

Einsatzländer