Sierra Leone

HI arbeitet in Sierra Leone daran, den Zugang zu Bildung für alle, einschließlich Kinder mit Behinderung, zu gewährleisten. Handicap International leistet darüber hinaus Nothilfe, wie bei der Ebola-Epidemie 2014. Unsere Teams sorgten außerdem dafür, dass auch die schutzbedürftigsten Menschen, wie Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen, über die richtigen Verhaltensweisen aufgeklärt wurden.

Spielende Kinder in Sierra Leone

Spielende Kinder in Sierra Leone | © Federico Saracini / HI

Laufende aktivitäten

HI ist seit 1996 in Sierra Leone tätig. Unsere ersten Projekte wurden gestartet, um die Opfer eines der brutalsten Kriege in der jüngsten Geschichte Afrikas zu unterstützen, der Tausende von Kindersoldaten traumatisiert und rund 20.000 Menschen durch Angriffe verstümmelt hat.
Als die Ebola-Epidemie Sierra Leone im Jahr 2014 heimsuchte, entschied sich HI dafür, die Präsenz im Land zu verstärken, damit wir weiterhin mit humanitärer Nothilfe den schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen zur Seite stehen konnten.

Bis zum Ende der Epidemie im März 2016 verwaltete HI eine Flotte von Krankenwagen, die die gesamte Region Freetown (die Hauptstadt des Landes) abdeckten. Nachdem Sierra Leone von der Ebola-Epidemie befreit wurde, bot HI den Überlebenden Rehabilitation gegen die dauerhaften Folgen der Krankheit an.
Mittlerweile hat HI seine Aktivitäten im Bereich der inklusiven Bildung wieder aufgenommen und führt vier Projekte durch, die darauf abzielen, den Zugang zur Bildung für alle zu gewährleisten. Im Fokus der Projekte liegen Kinder mit Behinderung und von der Ebola-Epidemie betroffene Kinder.


 

 

Neueste aus den projekten

Sierra Leone offiziell für Ebola-frei erklärt
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Gesundheit und Prävention Nothlife

Sierra Leone offiziell für Ebola-frei erklärt

Nach Liberia feiert nun auch Sierra Leone das offizielle Ende der Ebola-Epidemie auf seinem Staatsgebiet. Handicap International hat intensiv an diesem Erfolg mitgearbeitet.

Ebola in Sierra Leone: William Parmar, Logistikkoordinator in Sierra Leone von Februar bis Mai 2015
© William Parmar

Ebola in Sierra Leone: William Parmar, Logistikkoordinator in Sierra Leone von Februar bis Mai 2015

William Parmar ist von einer viermonatigen Mission in Sierra Leone zurück, wo er als Logistikkoordinator für die verschiedenen Projekte von Handicap International im Einsatz war. Er berichtet von seinen Erfahrungen und den sehr speziellen Bedingungen dieser Aufgabe.

Antoine Caquot, Leiter des Ambulanz-Projekts, im April 2015 zurückgekehrt
© Etienne Haerten / Handicap International

Antoine Caquot, Leiter des Ambulanz-Projekts, im April 2015 zurückgekehrt

„Es war eine sehr anstrengende Mission, wir haben 7 Tage in der Woche gearbeitet. Ich habe sie als persönliche Herausforderung erlebt. Die Mitglieder der lokalen Teams sind sehr mutig, ich habe sie zutiefst bewundert“.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Sierra Leone

Sierra Leone hat mehrere Krisenzeiten erlebt: Von 1991 bis 2002 tobte ein Bürgerkrieg und im Frühjahr 2014 war Sierra Leone eines der am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder.

Im Frühjahr 2014 war Sierra Leone eines der drei am stärksten von der Epidemie des Ebola-Virus betroffenen Länder. Mehr als 14.000 Menschen steckten sich alleine in Sierra Leone an, von ihnen starben etwa 4.000 (Quelle: Weltgesundheitsorganisation). Sierra Leone wurde im Frühling 2016 als Ebola-frei deklariert (Quelle: WHO).

In Sierra Leone arbeiten rund 37% der Kinder. Dies zeigt die Schwächen des Bildungs- und Wirtschaftssystems im Land aufgrund fehlender Infrastrukturen und vorherrschender Armut auf. Auch Gewalt gegen Frauen ist ein bedeutendes Problem, das während des Ebola-Ausbruchs zugenommen hat.

Organisationen für Menschen mit Behinderung sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Finanzierung, Koordination und Leitung sind schlecht organisiert; spezielle Frauengruppen und einige Formen von Behinderungen (z. B. Autismus) sind immer noch nicht wirklich repräsentiert.

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