Sierra Leone

Im Frühjahr 2014 breitete sich der Ebola Virus in Sierra Leone und einigen Nachbarländern aus. Handicap International hat daraufhin den sicheren Transport der Betroffenen zu den Vorsorge- und Gesundheitszentren organisiert. Unsere Teams sorgten ausserdem dafür, dass auch die schutzbedürftigsten Menschen, wie Menschen mit Behinderung oder alte Menschen, über die richtigen Verhaltensweisen aufgeklärt wurden.

HI - Sierra Leone.

© Federico Saracini / HI

Laufende aktivitäten

Auch nachdem Sierra Leona von der Ebola-Epidemie erfasst wurde, blieben wir vor Ort, um unsere langjährige Erfahrung im Bereich der humanitären Nothilfe und dem Schutz der schutzbedürftigsten Menschen im Kampf gegen Ebola einzusetzen.

Bis zum Ende der Krise im März 2016 unterhielten wir eine Krankenwagenflotte, die die gesamte Region Freetowns (Hauptstadt des Landes) abdeckt. Während des Höhepunkts der Epidemie arbeiteten bis zu 200 Menschen für Handicap International. Nach der Epidemie bieten wir den Überlebenden nun Rehabilitation gegen die dauerhaften Folgen der Krankheit.

Mittlerweile haben unsere Teams die Arbeit auch im Bereich Bildung wieder aufgenommen. Schwerpunkt sind von der Epidemie betroffene Kinder.

Unsere ersten Projekte starteten wir 2006, um den Überlebenden eines der brutalsten Kriege der jüngsten afrikanischen Geschichte zu Hilfe zu kommen, der Tausende von traumatisierten Kindersoldaten hinterlassen hat und etwa 20'000 verstümmelte Menschen. Unsere Fachkräfte passten den Betroffenen Bein- und Armprothesen an und betreuten sie psychologisch.

Einsatzbebreiche

Neueste aus den projekten

Sierra Leone offiziell für Ebola-frei erklärt
© J-B. Richardier / Handicap International
Gesundheit und Prävention Nothlife

Sierra Leone offiziell für Ebola-frei erklärt

Nach Liberia feiert nun auch Sierra Leone das offizielle Ende der Ebola-Epidemie auf seinem Staatsgebiet. Handicap International hat intensiv an diesem Erfolg mitgearbeitet.

Ebola in Sierra Leone: William Parmar, Logistikkoordinator in Sierra Leone von Februar bis Mai 2015
© William Parmar

Ebola in Sierra Leone: William Parmar, Logistikkoordinator in Sierra Leone von Februar bis Mai 2015

William Parmar ist von einer viermonatigen Mission in Sierra Leone zurück, wo er als Logistikkoordinator für die verschiedenen Projekte von Handicap International im Einsatz war. Er berichtet von seinen Erfahrungen und den sehr speziellen Bedingungen dieser Aufgabe.

Antoine Caquot, Leiter des Ambulanz-Projekts, im April 2015 zurückgekehrt
© Etienne Haerten / Handicap International

Antoine Caquot, Leiter des Ambulanz-Projekts, im April 2015 zurückgekehrt

„Es war eine sehr anstrengende Mission, wir haben 7 Tage in der Woche gearbeitet. Ich habe sie als persönliche Herausforderung erlebt. Die Mitglieder der lokalen Teams sind sehr mutig, ich habe sie zutiefst bewundert“.

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Hintergrund

Die rasche Ausbreitung des Ebola-Virus in Sierra Leone führte zu einer massiven humanitäre Krise.

Im Frühjahr 2014 war Sierra Leone eines der drei am stärksten von der Epidemie des Ebola-Virus betroffenen Länder. Mehr als 14'000 Menschen steckten sich alleine in Sierra Leone an, von ihnen starben etwa 4000 (Quelle: Weltgesundheitsorganisation). Sierra Leone wurde im Frühling 2016 als Ebola-frei deklariert (Quelle: WHO).

Trotz einer Vielzahl natürlicher Ressourcen und eines grossen Wachstumspotenzials in der Landwirtschaft bleibt Sierra Leone eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land erholt sich nur mühsam von den Erben des Krieges von 1991 bis 2000. Tausende verloren damals Gliedmassen und die Bevölkerung leidet noch immer unter dem Erlebten.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut und die Epidemie des Ebola-Virus hat diese Situation noch verschärft.

Einsatzländer