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Sri Lanka

Nach dem Tsunami 2004 richtete Handicap International (HI) Rehabilitationszentren zur Behandlung von Überlebenden ein. Diese Zentren kommen auch den Opfern des Bürgerkriegs zugute, der das Land von 1983 bis 2009 erschüttert hat.

Ein Mann steht zwischen zwei Stangen zur Gehhilfe und ihm wird eine Prothese angepasst - HI Sri Lanka

Einem Mann wird eine Prothese angepasst - HI Sri Lanka | © HI

Laufende Aktivitäten

Die Teams von Handicap International (HI) haben unmittelbar nach dem Tsunami von 2004 in Sri Lanka schnell und effektiv gehandelt.

Handicap International ist seit 1992 im Land tätig, unterstützt schutzbedürftige Menschen (Menschen mit Behinderung, ältere Menschen usw.), die benachteiligt und besonders dem Risiko von Naturkatastrophen ausgesetzt sind, durch Projekte zur inklusiven Beschäftigung und sozialen Eingliederung in die Gemeinschaft. HI bildet auch Organisationen der Zivilgesellschaft aus, um den schutzbedürftigsten Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Darüber hinaus stärkt HI im Rahmen des Versöhnungsprozesses in Sri Lanka die soziale Teilhabe von Frauen, insbesondere von Frauen mit Behinderung, durch Schulung (Frauenrechte, Gleichberechtigung, Versöhnung). So helfen wir den Frauen, Frieden in Gemeinschaften zu schaffen und sich besser integriert zu fühlen.
HI bietet auch Rehabilitationsmassnahmen nach der Ponseti-Methode für Kinder, die mit Klumpfuss geboren wurden. HI schärft das Bewusstsein der Bevölkerung für dieses Thema und fördert die Früherkennung von Behinderung.
HI führt auch das von der UEFA-Stiftung für Kinder unterstützte Projekt "INSPIRE" durch, das mit sportlichen Aktivitäten den Friedensprozess und die Versöhnung in Sri Lanka voranbringt. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung und mit verschiedenen Religionen und Ethnien nehmen an diesem Projekt teil.

 

Neueste aus den Projekten

Sri Lanka : HI hilft über 1‘000 Familien
© HI
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Sri Lanka : HI hilft über 1‘000 Familien

Die Coronavirus-Pandemie hat Sri Lanka in eine Wirtschaftskrise gestürzt. HI hat nun die schutzbedürftigsten Familien finanziell unterstützt, sodass sie ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln sichern können. 

Inklusive Arbeitsmöglichkeiten für die Schutzbedürftigsten
©HI
Inklusion

Inklusive Arbeitsmöglichkeiten für die Schutzbedürftigsten

HI fördert die inklusive Beschäftigung von besonders schutzbedürftigen Menschen in Sri Lanka.

Inclusive sport for children in Bangladesh with the UEFA Foundation
© HI
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Inclusive sport for children in Bangladesh with the UEFA Foundation

Handicap International (HI) and the UEFA Foundation are partners in the project "Inclusive Sports for Development" which allows 800 children, including 400 children with disabilities, to participate in inclusive educational and sports activities, in the districts of Mymensingh and Tangail in Bangladesh.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Sri Lanka

Als der Tsunami im Jahr 2004 auf die Küsten Sri Lankas traf, tobte dort gerade ein langanhaltender bewaffneter Konflikt. Die Naturkatastrophe tötete mehr als 40'000 Menschen und hatte die Umsiedlung von mehr als 500'000 Menschen zur Folge. 390'000 Menschen waren bereits durch den Konflikt vertrieben worden. Menschen mit Behinderung litten unter den beiden Krisen besonders.

Der Krieg im Norden des Landes dauerte fast 30 Jahre (1983 - 2009) und forderte mehr als 60'000 Tote. Tausende Menschen wurden unter anderem von Granaten oder Landminen verwundet und viele haben heute dauerhafte Behinderungen. 390.000 Menschen wurden während des Bürgerkriegs vertrieben.

Heute erholt sich das Land allmählich von seinen Wunden und ist auf dem Weg des Wiederaufbaus, mit einer blühenden Wirtschaft und einer raschen Entwicklung der Infrastruktur und der Dienstleistungen1.

Dennoch stellen die immer wiederkehrenden Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürreperioden, Erdrutsche und Zyklone eine grosse Gefahr dar. Der Tsunami von 2004 hat materielle und soziale Schäden grossen Ausmasses angerichtet. Die Katastrophe kostete 40'000 Menschen das Leben und machte mehr als 250'000 Menschen obdachlos. In den letzten Jahren zwangen die Überschwemmungen von 2008 400'000 Menschen, ihre Häuser zu verlassen und im Jahr 2010 dann noch einmal 300'000 Menschen.

[1] Allerdings gibt es geographische Unterschiede, insbesondere im Norden und Osten des Landes, die viermal ärmer sind als der Westen, und die Investitionen sind sehr begrenzt.

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