Channa: Langfristige Unterstützung durch Handicap International

Betroffenen
Kambodscha

Als Channa eineinhalb Jahre alt war, brachte einer unserer Mitarbeiter sie in unser Reha-Zentrum in Kampong Cham, Kambodscha. Bald darauf erhielt Channa ihre erste Prothese und konnte ihre ersten Schritte machen. Heute ist Channa elf Jahre alt und ein fröhliches, verspieltes Kind, das wie seine Spielkamerad:innen zur Schule geht. Gerade hat sie ihre zehnte, ihrem Wachstum angepasste Prothese erhalten.

Channa mit 11 Jahren vor dem Rehabilitationszentrum in Kampong Cham

Channa mit 11 Jahren vor dem Rehabilitationszentrum in Kampong Cham | © Stephen Rae / HI

Channa kam zu früh zur Welt und wog bei ihrer Geburt nur etwas mehr als ein Kilo. Ihr linkes Bein und ihre Finger wiesen schwere Fehlbildungen auf. Nur wenige Tage nach ihrer Geburt musste der Arzt eine folgenschwere Entscheidung treffen: Ihr Bein musste amputiert werden. Ein Schock für ihre Eltern. 

Channa wächst in einem abgelegenen Dorf bei ihren hilflosen Eltern auf. Sokra behütet ihre Tochter sehr und leidet stillschweigend mit, als die Nachbarskinder ihre ersten Schritte machen. Ihre Tochter wird nie gehen können. Doch eines Tages ändert sich alles.

«Als die Sozialarbeiterin von Handicap International zum ersten Mal zu mir kam und mir erklärte, dass meine Tochter mit einer Prothese gehen könnte, war ich sehr erleichtert. Ich fand es wunderbar, dass auch Channa eine Zukunft würde haben können! Ich war so traurig, sie in dem Alter, in dem Kinder gehen lernen, auf dem Boden herumkrabbeln zu sehen», erklärt sie. Die eineinhalbjährige Channa lernte also mit ihrer ersten Prothese die ersten Schritte zu machen.

Seitdem besucht Channa in regelmässigen Abständen unser Orthopädiezentrum in Kampong Cham, um eine neue, ihrer Grösse angepasste Prothese zu erhalten. Sie kann sich ihr Leben ohne diese treue Begleiterin nicht mehr vorstellen:

«Ich bin so froh, dass ich meine Prothese habe. Sie hat mein Leben verändert. Nur dank ihr kann ich laufen und Seil springen!»

17 November 2021
2014 Wir begleiten Channa seit 2012. 

Wir begleiten Channa seit 2012. 

Da sie schnell wächst, muss ihre Prothese etwa alle sechs Monate angepasst werden. Wie auf dem Foto, auf dem sie ihre dritte Prothese erhält.

2017 Channa ist sieben Jahre alt.

Channa ist sieben Jahre alt.

Sie besucht regelmässig das Reha-Zentrum, um ihre Prothese überprüfen zu lassen.

2017 Channa hat bereits acht Prothesen erhalten.

Channa hat bereits acht Prothesen erhalten.

Sie ist ein fröhliches Mädchen, das gerne zur Schule geht. Wenn sie gross ist, möchte sie Ärztin werden.

2021 Channa ist wieder gewachsen.

Channa ist wieder gewachsen.

Sie hat von uns ihre zehnte Prothese erhalten. Das alles konnten wir nur dank Ihnen erreichen. Herzlichen Dank!

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz
© Adrienne Surprenant / HI
Betroffenen Gesundheit und Prävention Inklusion Mobilisierung Nothlife Stop Bombing Civilians

Jahresbericht 2020 von Handicap International Schweiz

Unser Jahresbericht 2020 ist jetzt veröffentlicht und blickt auf die Ereignisse dieses ganz besonderen Jahres zurück. Trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten waren unsere Teams in der Lage, sich anzupassen und die Kontinuität der Projekte im Feld und in der Schweiz zu sichern. Dank Ihrer Grosszügigkeit konnten wir mehr als 4 Millionen Menschen unterstützten.

Selbstgenähte Kleider von Srey Nuch
© Stephen Rae / HI
Inklusion Rehabilitation

Selbstgenähte Kleider von Srey Nuch

Als Srey Nuch 13 Jahre alt war, fiel sie vom Baum und ist seitdem querschnittsgelähmt. Dank der Unterstützung der Teams von Handicap International kann sie jetzt wieder ein selbständiges Leben führen.

Trotz Covid-19 konnte Sreyoun ihre Reha fortsetzen
© HI
Inklusion Inklusion Rehabilitation

Trotz Covid-19 konnte Sreyoun ihre Reha fortsetzen

Die Covid-19-Pandemie hat Sreyouns Mutter und unser Team nicht davon abgehalten, Wege zu finden, dem kleinen Mädchen zu helfen. Sreyouns Mutter freut sich, ihre Tochter aufblühen zu sehen.