In Uganda stellt HI mit 3D-Technologie Visiere für Pflegepersonal her, an vorderster Front gegen Covid-19

Gesundheit und Prävention Innovationen
Uganda

In Uganda verwenden wir den 3D-Druck, um Schutzvisiere für medizinisches Fachpersonal herzustellen.

Disan, links, (3D-Drucktechniker bei HI) präsentiert ein 3D-Visier in Arua, Uganda.

Disan, links, (3D-Drucktechniker bei HI) präsentiert ein 3D-Visier in Arua, Uganda. | © HI

Verwendung von 3D-Druck bei HI

Im Jahr 2019 starteten wir ein innovatives Projekt in Norduganda, bei dem 3D-Scanner und Drucker eingesetzt werden, um Flüchtlinge mit massgefertigten Beinschienen zu versorgen.

Diese Drucker werden zur Herstellung von Schutzvisieren verwendet. 

Angesichts Materialmangels entwickelt HI die Herstellung von Schutzvisieren durch 3D-Druck 

Im März 2020 beklagte die ugandische Nationale Arbeitsgruppe, verantwortliches Team gegen den Kampf von Covid-19, einen gravierenden Mangel an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Gesundheitspersonal an der vordersten Front der Covid-Bekämpfung. Die einzige Alternative zu diesem Zeitpunkt besteht darin, an die Grosszügigkeit von Unternehmen und Organisationen zu appellieren, die in der Lage sind, PSA vor Ort herzustellen. 

Disan, unser 3D-Drucktechniker, erklärt, wie wir diese Technologie eingesetzt haben, um den Mangel an Ausrüstung auszugleichen: 

" Der Mangel an Schutzvisieren bedrohte die Sicherheit der medizinischen Fachkräfte, die Covid-Patienten im Krankenhaus testeten und behandelten, und stellte eine zusätzliche Herausforderung für diese mutigen ArbeiterInnen dar. In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern, CORSU und Skymac, haben wir eine digitale Druckvorlage und ein Herstellungsverfahren entwickelt. 

Der Kopfbügel ist der Teil des Visiers, der mit dem 3D-Druck kompatibel ist. Der Kunststofffaden, den wir verwenden, ermöglicht es uns, ein leichtes, flexibles und widerstandsfähiges Objekt zu schaffen, das in nur 4,5 Stunden produziert und zusammengebaut werden kann. 

Im August übergaben wir der Nationalen Arbeitsgruppe für Covid-19 im Gesundheitsministerium eine erste Lieferung von 50 Schutzvisieren. Dieser Moment hat mich persönlich berührt, weil ich sah, wie die während meiner Ausbildung erworbenen Fähigkeiten zur Reaktion meines Landes auf die Gesundheitskrise beitragen."

Wir planen, neben den Schienen weiterhin Schutzvisiere für Empfänger von Rehabilitationsleistungen herzustellen. 

Horizont-Preis für Innovation

Im September 2020 verlieh uns der Europäische Innovationsrat den "Horizont"-Preis für den Einsatz innovativer Technologien und Telemedizin für die physische und funktionelle Rehabilitation. Der mit 1 Million Euro dotierte Preis wird zu zukünftigen wichtigen Innovationen beitragen.

11 November 2020
Einsatzländer

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Nadia Ben Said
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