Uganda

Uganda hat die meisten Flüchtlinge in Afrika aufgenommen: 1,3 Millionen Menschen gelten als Flüchtlinge - darunter sind 1 Million Südsudanesen. HI hilft diesen Menschen unabhängig zu werden, bietet ihnen psychologische Unterstützung und Rehabilitationsmaßnahmen an. Menschen mit Behinderung werden ausfindig gemacht und an die entsprechenden Stellen vermittelt.

Uganda - HI

Zwei schaukelnde Kinder im Camp Omugo | © K.Petrus / HI

Laufende aktivitäten

Nachdem unser Uganda-Programm 2013 ausgesetzt wurde, wurde es im Sommer 2017 wieder aufgenommen, um die große Anzahl von Flüchtlingen im Land zu unterstützen, von denen die meisten vor dem Konflikt im Südsudan fliehen mussten. Handicap International arbeitet an der Identifizierung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, alleinerziehende Mütter mit Kindern, unbegleitete Kinder usw.) und fördert deren Zugang zu Hilfsleistungen in Flüchtlingslagern.

HI bietet gefährdeten Flüchtlingen psychosoziale Unterstützung und Hilfe für die psychische Gesundheit an - viele Flüchtlinge haben ein schweres Trauma erlebt oder sind Zeuge davon geworden. Darüber hinaus bieten wir Rehabilitationsmaßnahmen an und verteilen Mobilitätshilfen (Krücken, Rollstühle, etc.), um Menschen mit Behinderung zu mehr Selbständigkeit zu verhelfen. HI arbeitet mit anderen humanitären Organisationen in den Siedlungen, um sicherzustellen, dass die am stärksten gefährdeten Personen berücksichtigt werden.

Neueste aus den projekten

Physiotherapie ist entscheidend für die Entwicklung unterernährter Kinder
© Johanna de Tessières / HI
Gesundheit und Prävention Rehabilitation

Physiotherapie ist entscheidend für die Entwicklung unterernährter Kinder

Mindestens 820'000 Kinder im Südsudan, in Somalia, in Uganda und in Äthiopien sind im Jahr 2017 von schwerer Unterernährung bedroht. Handicap International (HI) stellt innovative Behandlungsmethoden bereit, um ihre Genesung zu gewährleisten.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Uganda

Mit einer Bevölkerung von 40 Millionen Menschen, von denen 20% unter der Armutsgrenze leben, hat Uganda seit Mitte der 2000er Jahre ein relativ stabiles politisches System, im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in der Region der Großen Seen.

Uganda steht derzeit vor einer der am schnellsten wachsenden Flüchtlingskrisen der Welt. Die anhaltenden Kämpfe im Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo sowie die Verschlechterung der Bedingungen durch mehrere Dürreperioden in der Region haben dazu geführt, dass seit Mitte 2016 vor allem südsudanesische und kongolesische Flüchtlinge nach Uganda kamen. Im Dezember 2017 gab es in Uganda insgesamt 1.395.146 Flüchtlinge und Asylbewerber aus 13 Ländern, davon 85% Frauen und 61% Kinder.
Das Land hat eine großzügige Flüchtlingspolitik entwickelt, die den Flüchtlingen Bewegungsfreiheit sowie das Recht auf Arbeit, eigenes Vermögen und Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsdiensten anbietet. Es ist jedoch eine Herausforderung, sicherzustellen, dass gefährdete Flüchtlinge einen fairen und gleichberechtigten Zugang zu humanitärer Hilfe und grundlegenden Dienstleistungen haben.
Einsatzländer