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Indien

HI startete 1988 das erste Programm in Indien, das technische Unterstützung für ein Rehabilitationszentrum in Puducherry, im Süden Indiens, vorsah. Nach dem Erdbeben in Gujarat im Jahr 2001 leisteten wir Nothilfe. Wir führten Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge, zur Aufklärung über das Minenrisiko (in Jammu und Kaschmir) und zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderung durch. HI ist weiterhin in Indien präsent und bietet lokalen und internationalen Organisationen technische Unterstützung an, um sie inklusiver zu machen. Wir fördern die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und setzten uns für die Verkehrssicherheit ein.  

Junge mit Zerebralparese - HI Indien

Junge mit Zerebralparese - HI Indien | © D. Van Ophalvens / Handicap International

Laufende Aktivitäten

HI hat die Aktivitäten in Indien 2019 mithilfe von Partnern wieder aufgenommen. Wir beteiligen usn an zwei Projekten: Wir fördern die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Chennai und Pune; und wir setzten uns auch für die Verkehrssicherheit in Chennai ein, wobei wir uns an Schulkinder und Jugendliche wenden.

Neueste aus den Projekten

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend
© HI
Nothlife

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend

In Südasien ist ein sehr besorgniserregender Anstieg der Fälle der Covid-19-Epidemie zu verzeichnen, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, wo Handicap International (HI) interveniert. In diesen drei Ländern gibt es bereits 565'000 Fälle von Infizierten, darunter über 330'000 Menschen in Indien, das damit an vierter Stelle der Länder mit Covid-19 Erkrankungen darstellt. Für die schutzbedürftigsten Menschen ist diese Situation besonders schwierig, da durch die Gesundheitskrise ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe eingeschränkt ist. 

Zyklon Amphan: HI-Teams sind zur Stelle
© Cyclocane
Nothlife

Zyklon Amphan: HI-Teams sind zur Stelle

Der tropische Wirbelsturm Amphan traf am Mittwoch, den 20. Mai, Indien und Bangladesch. Millionen Menschen waren betroffen. Wir helfen weiterhin die Schwästen.

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“
© H. Zahoor / Handicap International
Inklusion

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“

Die Baramulla Tigers gegen die Kupwara Tigers: Anfang Juni 2016 organisierte Handicap International am Handwara Degree College im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir das allererste Kricketspiel, an dem Spielende mit und ohne Behinderung teilnah­men. Ein grosser Erfolg und eine Chance, die gesellschaftliche Inklusion junger Menschen mit Behinderung zu fördern. 

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Hintergrund

Indien ist eine großes aufstrebendes Land und befindet sich in einem raschen Wachstum. Dennoch leben immer noch rund 30% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten des Landes sind enorm.

In Indien leben zwischen 55 und 90 Millionen Menschen mit Behinderung, die häufig Opfer von Gewalt und Ausgrenzung sind. Sie profitieren nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes; sie haben nur begrenzten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung und sind Opfer von Diskriminierung. Die Zahl der Menschen mit Behinderung wird durch verschiedene Faktoren wie Unterernährung, erschreckende Lebens- und Arbeitsbedingungen, begrenzten Zugang zur Gesundheitsversorgung, mangelnde Hygiene und begrenzten Zugang zu Informationen sowie durch Konflikte in einigen Regionen noch verschärft.

Es gibt zahlreiche Formen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, die in Indien vorherrschen, insbesondere gegen Frauen, Menschen aus den niedrigsten Kasten, aus verschiedenen Kulturen und aus isolierten ländlichen Gebieten. Menschen mit Behinderung sind vielfältigen Formen der Diskriminierung ausgesetzt und sind schlecht über die verfügbaren Sozialsysteme informiert.

Schließlich ist das Land in hohem Maße Naturkatastrophen wie Dürren, Zyklonen, Überschwemmungen und Erdrutschen ausgesetzt.

Einsatzländer