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Indien

HI startete 1988 das erste Programm in Indien, das technische Unterstützung für ein Rehabilitationszentrum in Puducherry, im Süden Indiens, vorsah. Nach dem Erdbeben in Gujarat im Jahr 2001 leisteten wir Nothilfe. Wir führten Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge, zur Aufklärung über das Minenrisiko (in Jammu und Kaschmir) und zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderung durch. HI ist weiterhin in Indien präsent und bietet lokalen und internationalen Organisationen technische Unterstützung an, um sie inklusiver zu machen. Wir fördern die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und setzten uns für die Verkehrssicherheit ein.  

Junge mit Zerebralparese - HI Indien

Junge mit Zerebralparese - HI Indien | © D. Van Ophalvens / Handicap International

Laufende aktivitäten

HI hat die Aktivitäten in Indien 2019 mithilfe von Partnern wieder aufgenommen. Wir beteiligen usn an zwei Projekten: Wir fördern die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Chennai und Pune; und wir setzten uns auch für die Verkehrssicherheit in Chennai ein, wobei wir uns an Schulkinder und Jugendliche wenden.

Neueste aus den projekten

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“
© H. Zahoor / Handicap International
Inklusion

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“

Die Baramulla Tigers gegen die Kupwara Tigers: Anfang Juni 2016 organisierte Handicap International am Handwara Degree College im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir das allererste Kricketspiel, an dem Spielende mit und ohne Behinderung teilnah­men. Ein grosser Erfolg und eine Chance, die gesellschaftliche Inklusion junger Menschen mit Behinderung zu fördern. 

Aufklärung, Prävention und Rehabilitation: unsere Projekte für ein aufrechtes Leben
© L. Veuve / Handicap International
Rehabilitation

Aufklärung, Prävention und Rehabilitation: unsere Projekte für ein aufrechtes Leben

In Jammu und Kaschmir in Nordindien sensibilisiert Handicap International die Bevölkerung für die Bedrohung durch explosive Kriegsreste, die die Böden in den Dörfern nahe der Grenze zu Pakistan verseuchen. Weiterhin bieten wir Rehabilitation für besonders schutzbedürftige Menschen an und versorgen so auch die Opfer der explosiven Kriegsreste.

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Hintergrund

Indien ist eine großes aufstrebendes Land und befindet sich in einem raschen Wachstum. Dennoch leben immer noch rund 30% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten des Landes sind enorm.

In Indien leben zwischen 55 und 90 Millionen Menschen mit Behinderung, die häufig Opfer von Gewalt und Ausgrenzung sind. Sie profitieren nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes; sie haben nur begrenzten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung und sind Opfer von Diskriminierung. Die Zahl der Menschen mit Behinderung wird durch verschiedene Faktoren wie Unterernährung, erschreckende Lebens- und Arbeitsbedingungen, begrenzten Zugang zur Gesundheitsversorgung, mangelnde Hygiene und begrenzten Zugang zu Informationen sowie durch Konflikte in einigen Regionen noch verschärft.

Es gibt zahlreiche Formen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, die in Indien vorherrschen, insbesondere gegen Frauen, Menschen aus den niedrigsten Kasten, aus verschiedenen Kulturen und aus isolierten ländlichen Gebieten. Menschen mit Behinderung sind vielfältigen Formen der Diskriminierung ausgesetzt und sind schlecht über die verfügbaren Sozialsysteme informiert.

Schließlich ist das Land in hohem Maße Naturkatastrophen wie Dürren, Zyklonen, Überschwemmungen und Erdrutschen ausgesetzt.

Einsatzländer