Südsudan

Südsudan wurde erst 2011 gegründet und ist Schauplatz vieler bewaffneter Konflikte. Handicap International unterstützt Süd-Sudenesen auf der Flucht vor den Kämpfen, insbesondere die Schutzbedürftigsten. HI konzentriert sich auf Rehabilitationsversorgung und psychosoziale Unterstützung. Gleichzeitig bekämpfen wir die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. 

Kinder in einem Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan

Kinder in einem Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan | © Camille Lepage / HI

Laufende aktivitäten

HI ist seit 2006 im Südsudan tätig und führt Notfall- und Entwicklungsmaßnahmen durch, die den Schutz, die Lebensqualität und die Förderung der Rechte schutzbedürftiger  Personen verbessern. Darin eingeschlossen sind Menschen mit funktionellen Einschränkungen und ihre Familien sowie die Gemeinschaften an verschiedenen Orten im Südsudan.

Hi arbeitet von den Büros in Juba und Yei in Zentraläquatorien, Torit in Ostäquatorien, Bor in Jonglei und entsendet Nothilfe-Teams an verschiedene Orte im ganzen Land, die von mehreren humanitären Partnern wie dem Danish Refugee Council, Médecins Sans Frontières, Samaritans Purse, ACTED, OXFAM, Save the Children und andere Institutionen betreut werden.

Von 2006 bis heute hat HI eine Reihe von Projekten durchgeführt, die sich schrittweise von einer Nothilfe-Aktion zu einem Resilienzkonzept bis 2013 entwickelt haben. Seit dem Jahr 2014 konzentrieren wir uns wieder verstärkt auf die humanitäre Hilfe, wobei Behinderung, Alter, Geschlecht und Schutzbedürftigkeitsfaktoren in alle Aktivitäten einbezogen wurden.

 

Neueste aus den projekten

Physiotherapie ist entscheidend für die Entwicklung unterernährter Kinder
© Johanna de Tessières / HI
Gesundheit und Prävention Rehabilitation

Physiotherapie ist entscheidend für die Entwicklung unterernährter Kinder

Mindestens 820'000 Kinder im Südsudan, in Somalia, in Uganda und in Äthiopien sind im Jahr 2017 von schwerer Unterernährung bedroht. Handicap International (HI) stellt innovative Behandlungsmethoden bereit, um ihre Genesung zu gewährleisten.

Südsudan: Emmanuel kann jetzt selbstständig zur Schule fahren
@ HI
Betroffenen Inklusion

Südsudan: Emmanuel kann jetzt selbstständig zur Schule fahren

Emmanuel ist 12 Jahre alt und an beiden Beinen gelähmt. Seit Handicap International (HI) ihm ein Tricycle geschenkt hat, kann er eigenständig zur Schule gehen. HI setzt sich im kriegsgebeutelten Südsudan dafür ein, dass Menschen mit Behinderung nicht ausgeschlossen werden. 

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung
© R.Duly / Handicap International
Nothlife

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung

In ganz Ostafrika verlassen tausende Menschen auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Sicherheit ihrer Häuser.  Bei so vielen vertriebenen Menschen besteht die Gefahr, dass einige durch das soziale Netz rutschen und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Unsere Teams in Äthiopien, dem Südsudan und Somaliland arbeiten mit Hochdruck daran, dies nicht zuzulassen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Südsudan

Die junge Republik Südsudan erlangte erst am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Seit dem 15. Dezember 2013 steht sie vor einer enormen humanitären Herausforderung. An diesem Tag begannen in der Hauptstadt Juba ethnisch und politisch motivierte Kämpfe zwischen der dem Präsidenten Salva Kiir treu ergebenen Armee und den Truppen seines ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar.

 

Die daraus resultierende Gewalt war verheerend: Gräueltaten, Massaker, interkommunale Kämpfe, Angriffe und Entführungen wurden zum Alltag und führten zur Flucht von Hunderttausenden von Menschen.
Seit Beginn der Kämpfe im Dezember 2013 sind 1,5 Millionen Südsudanesen zur Flucht aus dem Land gezwungen worden. Laut UNHCR leben im Südsudan bis Juli 2017 fast 1,8 Millionen Binnenflüchtlinge (IDPs) und mehr als 262.560 Flüchtlinge

HI ist seit 2006 im Südsudan aktiv, vor allem, um den Zugang zu Hilfsangeboten für Menschen mit Behinderung (insbesondere Minenüberlebende) zu verbessern und sicherzustellen, dass diese in die Entwicklungsinitiativen des Landes miteinbezogen werden.

 

 

 

Einsatzländer