Über 5 Millionen Geflüchtete seit Beginn des Konflikts

Nothlife
Syrien

Seit Beginn des Kriegs in Syrien sind über fünf Millionen Menschen aus dem Land geflohen, um Zuflucht im Irak, in Jordanien, der Türkei oder dem Libanon zu finden. In den letzten sechs Jahren wurde über die Hälfte der syrischen Bevölkerung innerhalb des Landes oder in die Nachbarländer vertrieben. Handicap International leistet seit fünf Jahren Unterstützung für die syrische Bevölkerung in der Region.

Syrische Flüchtlinge im Lager Zaatari, Jordanien

Syrische Flüchtlinge im Lager Zaatari, Jordanien | © Bas Bogaerts / Handicap International

Letzte Woche berichtete das Büro des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), dass nun über fünf Millionen Syrerinnen und Syrer als Flüchtlinge im Nahen Osten leben. Seit 2012 setzt sich Handicap International mit einer großen Bandbreite an Aktivitäten für diese Menschen ein*.

„Die Krise geht weiter, deswegen braucht uns die syrische Bevölkerung mehr denn je“, erklärt François Olive-Keravec, Missionsleiter von Handicap International in Jordanien. Handicap International ist auch innerhalb Syriens tätig, wo es über 6,5 Millionen Vertriebene gibt und über 13 Millionen Menschen derzeit humanitäre Hilfe benötigen. Seit Beginn des Nothilfeeinsatzes hat Handicap International schon fast eine Million Menschen mit Hilfe versorgt.

Am 15. März 2017 hat Handicap International eine internationale Kampagne gestartet, in deren Mittelpunkt eine Petition steht, die ein klares „Nein zu Bomben auf Wohngebiete!“ ausspricht. Handicap International will bis September 2018 1 Million Unterschriften sammeln und an politische politische Entscheidungsträger übergeben. Als Mitglied der Koalition INEW ((International Network on Explosive Weapons) ruft Handicap International alle Staaten dazu auf, keine explosiven Waffen in bewohnten Gebieten zu verwenden. 

 


*Physische Rehabilitation und psychologische Unterstützung, orthopädische Anpassung von Prothesen und Orthesen, Verteilung von Mobilitätshilfen und wichtigen Gegenständen, Aufklärung über die Gefahren von Landminen und anderen explosiven Kriegsresten.

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Nadia Ben Said
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