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Pakistan

In Pakistan verringert Handicap International (HI) die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen. Wir unterstützen Flüchtlinge und Binnenvertriebene und setzen uns für das Wohl von Kindern mit Behinderung in Flüchtlingslagern und die Integration von Frauen mit Behinderung in die Gesellschaft ein.

Gruppe von Kindern verschiedener Herkunft

Geschützte Spielbereiche für vertriebene Kinder mit und ohne Behinderung erlauben ihnen, über ihre Erlebnisse und Traumata zu sprechen. | © L. Chancenotte / HI

Laufende Aktivitäten

In der Provinz Sindh kommt es häufig zu Überschwemmungen. Handicap International (HI) arbeitet deshalb eng mit der Bevölkerung zusammen, um die Risiken und Folgen solcher Naturkatastrophen zu verringern. Wir ermutigen betroffene Gemeinschaften, ihre eigenen Risikobewertungen von Naturkatastrophen durchzuführen und Evakuierungspläne, die Menschen mit Behinderung miteinbeziehen, sowie Vorsorgemassnahmen (Prävention, Alarm, Lagerung von Lebensmitteln) zu entwickeln. Bei allen Massnahmen fördern wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Solidarität zwischen den verschiedenen Gemeinschaften.

Seit 2016 setzen wir uns mit dem Projekt „Growing Together“ zusammen mit der IKEA-Stiftung dafür ein, Spielplätze in den Flüchtlingscamps inklusiv und sicher zu gestalten. Das Projekt wird es Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen, miteinander zu spielen und in einer sicheren und inklusiven Umgebung aufzuwachsen. Mithilfe von Lernspielen, pädagogischen Aktivitäten und Turn- und Sportmöglichkeiten wird die persönliche Entwicklung, das Selbstvertrauen, sozialer Zusammenhalt und die Inklusion der Kinder gefördert.

Neueste aus den Projekten

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend
© HI
Nothlife

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend

In Südasien ist ein sehr besorgniserregender Anstieg der Fälle der Covid-19-Epidemie zu verzeichnen, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, wo Handicap International (HI) interveniert. In diesen drei Ländern gibt es bereits 565'000 Fälle von Infizierten, darunter über 330'000 Menschen in Indien, das damit an vierter Stelle der Länder mit Covid-19 Erkrankungen darstellt. Für die schutzbedürftigsten Menschen ist diese Situation besonders schwierig, da durch die Gesundheitskrise ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe eingeschränkt ist. 

„Ich habe Angst, dass meine Kinder hungern müssen“
© HI
Gesundheit und Prävention Nothlife

„Ich habe Angst, dass meine Kinder hungern müssen“

Abdul im afghanischen Flüchtlingscamp Jalala Afghan Mardan in Pakistan macht sich grosse Sorgen. Die Ausgangssperre trifft seine Familie hart. HI (Handicap International) unterstützt ihn und seine Kinder.

Covid-19 in Pakistan: Saima und ihre Familie kämpfen ums Überleben
© HI
Gesundheit und Prävention Nothlife

Covid-19 in Pakistan: Saima und ihre Familie kämpfen ums Überleben

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treffen die Schutzbedürftigsten und Menschen mit Behinderung am schwersten, weil sie oft weder Geld noch Lebensmittel zur Verfügung haben. HI (Handicap International) hilft ihnen, die Krise zu bewältigen. Dies ist der Fall von Saima, die mit ihrem Mann und drei Kindern in einem Vorort von Karatschi, in Pakistan, lebt. 

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes Pakistan

Pakistan wird zunehmend und regelmässig von Naturkatastrophen heimgesucht. 2005 forderte ein Erdbeben 70'000 Menschenleben, über 3 Millionen Menschen wurden vertrieben. 2010 wurden mehr als 20 Millionen Menschen von extremen Überschwemmungen betroffen. Jedes Jahr fordern Überschwemmungen am Ende der Monsunzeit zahlreiche Opfer. Im Jahr 2014 wurden fast 3'500 Dörfer zerstört, wodurch rund 2 Millionen Menschen betroffen waren.

Seit 2012 hat das Land massive Anti-Terror-Operationen erlebt, vor allem in den FATA (Federal Administered Tribal Areas). Dort wurden mehr als 1,6 Millionen Menschen vertrieben. Besonders die Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) war betroffen. Seit der Ankündigung der Regierung, dass die FATA unter der Kontrolle des pakistanischen Militärs stehen, hat es in den Jahren 2016 und 2017 eine Massenrückkehr von vorübergehend Vertriebenen (TDPs) von KP zu FATA gegeben.

Obwohl Pakistan das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung unterzeichnet hat (2008 unterzeichnet, 2011 ratifiziert), gibt es kaum zuverlässige Daten, um die Zahl von Menschen mit Behinderung zu bestimmen. Ausserdem gibt es nur wenige Massnahmen von der Regierung, um Menschen mit Behinderung zu helfen. 

Schlüsselzahlen Pakistan - HI
Schlüsselzahlen Pakistan - HI
Einsatzländer