Broken Chair: Symbolisches Denkmal von Handicap International leider wieder brandaktuell

Veranstaltung
International Schweiz

Broken Chair, Symbol für die Opfer von Antipersonenminen auf dem Place des Nations in Genf, ist wieder von bedauerlicher Aktualität. Die Entscheidung der US-Regierung, erneut Landminen einzusetzen, wird das Leben der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten stark gefährden. Deshalb erinnert Handicap International (HI)  an die wichtige Rolle des Denkmals für das internationale Genf.

Broken Chair

Broken Chair | (c) Carole Parodi / HI

Broken Chair: Mahnmal von Handicap International 

Broken Chair wurde 1997 errichtet, weil Handicap International (HI) die öffentliche Meinung und die internationale Gemeinschaft darauf aufmerksam machen wollte, wie dringend der Einsatz von Antipersonenminen gestoppt werden musste. Der Bildhauer Daniel Berset erschuf dieses symbolische Werk des internationalen Genf. 

Der Ottawa-Vertrag als glaubhaftes politisches Instrument 

Der Ottawa-Vertrag verbietet den Kauf, die Herstellung, die Lagerung und die Verwendung von Antipersonenminen. Er wurde 1997 von 164 Staaten unterzeichnet und hat innerhalb von 15 Jahren dazu geführt, dass sich die Opferzahlen auf ein Zehntel des Ursprungswerts reduziert haben. Ausserdem wurden 2'200 Quadratkilometer verminter Gebiete geräumt und 54 Millionen von verschiedenen Staaten gelagerten Minen zerstört . 

Schock über die Entscheidung der US-Regierung

Durch die Zunahme aktueller Konflikte seit 2014 sind der Einsatz von Landminen wie auch die Opferzahlen wieder gestiegen (i). Diese Situation verschlimmert sich nun mit der Entscheidung der US-Regierung vom 31. Januar 2020, wieder Antipersonenminen einzusetzen. 
Handicap International prangert diese Politik scharf an und sagt mit einer neuen Petition NEIN zu Landminen. Darin wird  die US-Regierung aufgefordert, ihre Entscheidung rückgängig zu machen. 

Broken Chair sendet eine klare und eindrückliche Botschaft über:

  • Den verzweifelten Aufschrei der Bevölkerung, die durch bewaffnete Gewalt massakriert wurde, besonders im Hinblick auf den Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten. Entdecken Sie unseren Bericht aus dem Landminen Monitor, um mehr zu erfahren;
  • die Würde der Opfer, ihrer Familien und ihrer Gemeinschaften, die angesichts der Brutalität von allen respektiert werden sollte.  Erfahren Sie mehr über das Zeugnis von Fatehia;
  • die Verpflichtung der Staaten, die Zivilbevölkerung zu schützen und den Opfern der steigenden Anzahl von Konflikten Hilfe zu leisten. Hier finden Sie unseren Artikel über die Wiener Konferenz zum "Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen ";
  • das eifrige Bestreben, Menschen und Familien, die durch Konflikte verwundet, geschwächt oder destabilisiert wurden, dauerhaft zu unterstützen, sodass sie wieder autonom leben können. Dieses Bestreben muss auch die politischen Entscheidungsträger und Bürger weltweit erreichen. Erfahren Sie mehr im Bericht von Tichaona Mashodo, einer Mitarbeiterin im Südsudan;
  • die Wachsamkeit der Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen, um sicherzustellen, dass die Staaten ihrer Verantwortung gerecht werden und ihre Verpflichtungen erfüllen. Hier finden Sie unseren Bericht über das Ereignis gegen die Politik von Trump.

Broken Chair zunehmend verwundbar 

HI hat am 13. Februar 2020 eine Bürgerversammlung durchgeführt, um die öffentliche Meinung und die internationale Gemeinschaft auf diese ungeheuerliche Entscheidung der US-Regierung aufmerksam zu machen. Gniep Smoeun, selbst Opfer einer Antipersonenmine und eine der ersten Patienten, die in den 1980er Jahren eine Prothese von HI erhielt, sprach neben Broken Chair.

Video: Kundgebung (13. Februar 2020), um NEIN zu den Minen zu sagen

 

 

(i) Laut Daten von Handicap International

 

25 Februar 2020

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