Syrien: unser Einsatz in der humanitären Katastrophe nach fast 5 Jahren Krieg

Nothlife
Syrien

Der Beginn der blutigen Kämpfe in Syrien jährt sich in diesem Frühjahr zum fünften Mal. Die humanitäre Situation ist katastrophal. Täglich versorgen wir neue Opfer von Schussverletzungen oder Explosionen und unterstützen amputierte Menschen und all diejenigen, bei denen körperliche Verletzungen zu einer dauerhaften Behinderung führen.

Der Not ist gross für die Menschen aus Syrien. Seit Beginn des Konflikts hat Handicap International viele bedürftige Menschen erreichen können

Der Not ist gross für die Menschen aus Syrien. Seit Beginn des Konflikts hat Handicap International viele bedürftige Menschen erreichen können | © Frederik Buyckx Handicap International

Syriens Nachbarländer haben bereits über als vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Handicap International engagiert sich in Jordanien, im Irak und im Libanon, wo mehr als 2 Millionen Menschen Zuflucht gefunden haben. Insgesamt sind wir mit derzeit 370 Fachkräften an der Seite der Schutzbedürftigsten in vier Einsatzländern aktiv (Libanon, Jordanien, Syrien, Irak). Wir reagieren damit auf den dringenden Handlungsbedarf für diese Menschen, darunter Verwundete, Menschen mit Behinderung, ältere oder isolierte Menschen. Unsere Teams setzen sich auch für Binnenvertriebene und Menschen in den Flüchtlingslagern oder den Gemeinden ein.

In Jordanien und im Libanon kommen mehr als 21 mobile Teams, zusammengesetzt aus einer Physiotherapeutin/einem Physiotherapeuten und einer/einem Sozialarbeiter/-in, den Menschen zu Hilfe, die nicht selbstständig die Gesundheitszentren in den Gemeinden besuchen können.

In Syrien selbst leisten wir Nothilfe für Familien, die sich in besetztem oder nur schwer zugänglichem Gebiet befinden. Dies geschieht durch die Verteilung von Nahrungsmitteln und Paketen mit wichtigen Haushaltsgegenständen.

Tagtäglich nehmen sich unsere Teams auch neuer Verwundeter an: die meisten von ihnen sind Opfer von Unfällen mit Schusswaffen oder Explosionen. Die Anzahl der Waffen und Sprengkörper in Syrien und dem Irak nimmt täglich zu. Die zurückbleibenden explosiven Kriegsreste gefährden noch lange nach dem Ende des Konflikts die Menschen. Handicap International setzt die langjährige Erfahrung im Bereich Minen und explosive Kriegsreste seit Oktober 2013 in Syrien und seit Dezember 2014 im Irak ein. Im Rahmen von Präventivmassnahmen werden explosive Kriegsreste geräumt und die Bevölkerung über die Risiken aufgeklärt. Über 600.000 Menschen konnte Handicap International seit Beginn der Syrien-Krise durch verschiedene Massnahmen bereits helfen.

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