OSTTIMOR

Osttimor ist seit fast zwei Jahrzehnten unabhängig. Menschen mit Behinderung werden oft diskriminiert. Wir setzen uns für den Schutz ihrer Rechte ein und verschaffen ihnen Zugang zum Arbeitsmarkt.

Ein gemeinsames Treffen von Handicap International und der Partnerorganisation RHTO

© C. Gillet / Handicap International

Laufende aktivitäten

Menschen mit Behinderung sind aufgrund von Glaubensvorstellungen und Traditionen oft Opfer von Gewalt und Diskriminierung. Sie haben kaum Chancen, zur Schule zu gehen oder Arbeit zu finden.

Wir arbeiten zusammen mit dem Nationalen Zentrum für Technische Ausbildung in Tibar daran, Jugendlichen mit Behinderung Bildung zu ermöglichen. Dabei sorgen wir dafür, dass die Jugendlichen zum Zentrum kommen können, statten Arbeitsplätze aus, die Unterrichtsmethoden und pädagogischen Programme werden für Jugendliche mit Behinderung angepasst und die Gemeinden werden aufgeklärt, um den Jugendlichen Arbeitsplätze zu schaffen.

Ausserdem schützen wir die Rechte von Menschen mit Behinderung auf lokaler und nationaler Ebene, um ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Ein Teil des Projekts zielt darauf ab, einen landesweiten Plan zur verbesserten Inklusion von Menschen mit Behinderung in die timorische Gesellschaft zu entwickeln. Wir bilden auch verschiedene lokale Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Behinderung und Rechte weiter, sodass sie ihre Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung effektiver gestalten können.

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Hintergrund

Vier Jahrhunderte lang war Osttimor eine portugiesische Kolonie, dann wurde das Land militärisch von seinem Nachbarn Indonesien annektiert und erlangte 2002 die Unabhängigkeit.

Von der Besatzung ruiniert leidet das Land unter ungünstigen politischen und sozialen Verhältnissen. Noch dazu ist das Land stark von Naturkatastrophen wie Erdrutschen, Überschwemmungen, Stürmen usw. bedroht. Die genaue Situation der Menschen mit Behinderung ist noch kaum bekannt – das gilt vor Allem im Inland und den abgelegenen ländlichen Gebieten, wo Glaube und Tradition stark vorherrschen. Eines ist jedenfalls sicher: Ihre Lebensbedingungen sind schwierig. Menschen mit Behinderung werden stigmatisiert, junge Mädchen und Frauen sind oft Opfer von Gewalt und es gibt keinerlei Dienstleistungen für die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Zwar macht die Zivilgesellschaft Fortschritte, doch noch gibt es nur wenige Organisationen von Menschen mit Behinderung und noch weniger ausserhalb der Hauptstadt.

Einsatzländer