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Madagaskar

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Menschen mit Behinderung leben oft unter dramatischen Bedingungen.

Ein mobiles Reha-Team von HI arbeitet mit der 12-jährigen Anie im Rollstuhl

Ein mobiles Reha-Team von HI arbeitet mit der 12-jährigen Anie im Rollstuhl | © Nicolas Früh / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) ist seit mehr als 30 Jahren in Madagaskar tätig. Wir haben orthopädische Versorgungszentren eingerichtet und mehrere Rehabilitationsprojekte durchgeführt. Wir erleichtern Menschen mit Behinderung den Zugang zur Versorgung, fördern ihre soziale Integration und setzen uns für ihre Rechte ein.

HI arbeitet an der Entwicklung eines "Bildungstrainings", um die Chancengleichheit für junge Menschen mit Behinderung zu fördern, damit sie während ihres gesamten Bildungsweges erfolgreich sein können. 

Darüber hinaus führen wir ein Projekt zur Mutter-Kind-Gesundheit durch, um die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate zu senken und den Zugang zur medizinischen Versorgung zu erleichtern. Ausserdem setzen wir eine gemeindebasierte Präventionsstrategie um, um die psychische Gesundheit von Menschen zu verbessern, die sich in einer Notlage befinden und/oder an psychischen Störungen leiden.

Aktuell helfen wir den Menschen dabei, ihr Verhalten an die Corona-Pandemie anzupassen und gleichzeitig die wirtschaftliche und psychologische Widerstandsfähigkeit der betroffenen Menschen zu stärken.

Neuigkeiten aus den Projekten

Covid-19: Lokale Hilfsteams in Madagaskar
(c) HI
Gesundheit und Prävention Gesundheit und Prävention Nothlife

Covid-19: Lokale Hilfsteams in Madagaskar

HI passt seine Projekte in Madagaskar an, um die Verbreitung von Covid-19 zu bekämpfen. Wir bilden lokale Hilfsteams mit Freiwilligen aus, um die Bevölkerung zu schützen, wobei behinderten und gefährdeten Menschen Vorrang eingeräumt wird.

Eine Prothese aus dem 3D-Drucker: Handicap International veröffentlicht ermutigende Forschungsergebnisse
(c) J. Canicave / Handicap International
Rehabilitation

Eine Prothese aus dem 3D-Drucker: Handicap International veröffentlicht ermutigende Forschungsergebnisse

Künstliche Gliedmassen aus dem 3D-Drucker könnten Menschen in Entwicklungsländern zu hochwertigen Prothesen verhelfen – selbst in entlegenen Gebieten und Konfliktzonen. In Togo, Madagaskar und Syrien hat  Handicap International erste klinische Versuche durchgeführt: Die Ergebnisse sind ermutigend.

Zyklon Enawo: Besorgnis um die Bevölkerung im Nordwesten
© Handicap International
Nothlife

Zyklon Enawo: Besorgnis um die Bevölkerung im Nordwesten

Der Zyklon Enawo hat am Dienstagabend Madagaskar getroffen und fegt nun über das ganze Land. Das Ausmass der Schäden ist noch unbekannt, doch die Regionen im Nordosten, die Dienstagnacht getroffen wurden, könnten erhebliche Schäden aufweisen.

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Hintergrund

Karte des HI Einsatzes - Madagaskar

Auch wenn sich die Lage in Madagaskar nach einer Zeit voller politischer Unruhen wieder stabilisiert hat, zählt es weiterhin zu einem der ärmsten Länder der Welt.

Im Jahr 2018 wurde ein neuer Präsident gewählt. Die Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung geht daher mit Schwierigkeiten weiter. Die meisten Beteiligten wollen mit der Vergangenheit abschliessen.

Die Arbeitslosenzahl ist immer noch sehr hoch und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern, wird nicht als Priorität angesehen. Zusätzlich leiden sie unter starker Diskriminierung in ihren Gemeinden. Sie werden marginalisiert und ihre wirtschaftliche und soziale Inklusion ist selten erfolgreich. Weniger als 10 Prozent der Kinder mit Behinderung gehen zur Schule. Der Mangel an Bildung erschwert ihre soziale Integration im Erwachsenenalter. Darüber hinaus sind geistige Behinderungen auf der Insel besonders tabuisiert. 

Anzahl der HI-Mitarbeiter: 128
Datum der Programmeröffnung: 1986

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