Madagaskar

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Menschen mit Behinderung leben oft unter dramatischen Bedingungen.

Ein mobiles Reha-Team von HI arbeitet mit der 12-jährigen Anie im Rollstuhl

Ein mobiles Reha-Team von HI arbeitet mit der 12-jährigen Anie im Rollstuhl | © Nicolas Früh / Handicap International

Laufende aktivitäten

Handicap International arbeitet seit über 25 Jahren in Madagaskar. In dieser Zeit haben wir zahlreiche orthopädische Zentren eingerichtet und Reha-Massnahmen umgesetzt. Darüber hinaus setzen wir uns für den besseren Zugang von Menschen mit Behinderung zur Gesundheitsversorgung ein, um ihnen die Teilnahme am sozialen Leben zu erleichtern und die Inklusion von Kindern mit Behinderung in Schulen zu beschleunigen.

Des Weiteren engagieren wir uns im Bereich Rechte von Menschen mit Behinderung, indem wir die entsprechenden Organisationen unterstützen. Wir bieten ebenfalls Weiterbildungen für Kampagnen und Kommunikation auf nationaler Ebene an. Durch unsere Aufklärungsarbeit bei Eltern und Lehrern, tragen wir zu einer besseren Inklusion von Kindern mit Behinderung in das Schulsystem bei.

Darüber hinaus unterhalten wir ein Projekt zur Mutter-Kind-Gesundheit, um die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate zu senken und den Zugang zur medizinischen Versorgung zu erleichtern. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Weiterbildung von Pflegekräften, der Barrierefreiheit von Gebäuden und technischer Unterstützung.

Derzeit kämpfen wir auch gegen Krankheiten wie Epilepsie, bei der die Betroffenen diskriminiert werden. Wir sensibilisieren die Bevölkerung mit Kampagnen, schulen Pflegekräfte und behandeln Betroffene.

Neueste aus den projekten

Eine Prothese aus dem 3D-Drucker: Handicap International veröffentlicht ermutigende Forschungsergebnisse
(c) J. Canicave / Handicap International
Rehabilitation

Eine Prothese aus dem 3D-Drucker: Handicap International veröffentlicht ermutigende Forschungsergebnisse

Künstliche Gliedmassen aus dem 3D-Drucker könnten Menschen in Entwicklungsländern zu hochwertigen Prothesen verhelfen – selbst in entlegenen Gebieten und Konfliktzonen. In Togo, Madagaskar und Syrien hat  Handicap International erste klinische Versuche durchgeführt: Die Ergebnisse sind ermutigend.

Zyklon Enawo: Besorgnis um die Bevölkerung im Nordwesten
© Handicap International
Nothlife

Zyklon Enawo: Besorgnis um die Bevölkerung im Nordwesten

Der Zyklon Enawo hat am Dienstagabend Madagaskar getroffen und fegt nun über das ganze Land. Das Ausmass der Schäden ist noch unbekannt, doch die Regionen im Nordosten, die Dienstagnacht getroffen wurden, könnten erhebliche Schäden aufweisen.

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Hintergrund

Karte des HI Einsatzes - Madagaskar

Auch wenn sich die Lage in Madagaskar nach einer Zeit voller politischer Unruhen wieder stabilisiert hat, zählt es weiterhin zu einem der ärmsten Länder der Welt.

Im Jahr 2018 wurde ein neuer Präsident gewählt. Die Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung geht daher mit Schwierigkeiten weiter, aber die meisten Beteiligten wollen mit der Vergangenheit abschliessen.

Die Arbeitslosenzahl ist immer noch sehr hoch und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern, wird nicht als Priorität angesehen. Zusätzlich leiden sie unter starker Diskriminierung in ihren Gemeinden. Sie werden marginalisiert und ihre wirtschaftliche und soziale Inklusion ist selten erfolgreich. Weniger als 10 Prozent der Kinder mit Behinderung gehen zur Schule. Der Mangel an Bildung erschwert ihre soziale Integration im Erwachsenenalter. Darüber hinaus ist geistige Behinderung auf der Insel besonders verpönt.

 

Anzahl der HI-Mitarbeiter: 108  
Eröffnungsdatum des Programms: 1986

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