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10’000 Rohingya-Familien von Feuer im Flüchtlingslager in Bangladesch betroffen

Nothlife
Bangladesch

Nach den verheerenden Bränden am 22. März 2012 in den Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch begrüsst eine gemeinsame Erklärung internationaler NGOs die Zusammenarbeit verschiedener Akteure bei ihren Bemühungen, den betroffenen Menschen zu helfen, und schlägt Massnahmen vor, die nach dem Brand umgesetzt werden sollen.

© Philippa Poussereau/HI

Am 22. März brachen in den Kutapalong-Lagern in Cox's Bazar, in denen mehr als eine Million Menschen leben, massive Brände aus.

Sobald das Feuer begann, arbeiteten Freiwillige rund um die Uhr, um den betroffenen Menschen in den Lagern Soforthilfe zu leisten. Humanitäre Organisationen, die Regierung von Bangladesch und die Feuerwehr haben schnell reagiert. Sie arbeiteten unermüdlich, um das Feuer einzudämmen und die Geflüchteten in Sicherheit zu bringen.

Erste Berichte sprechen von 11 Toten, zerstörten Unterkünften, beschädigten Häusern, Gesundheitseinrichtungen und Lernzentren – alles Dinge, auf die die Rohingya angewiesen sind.

Eines der Dinge, die die Situation verschlimmert haben, ist der Zaun, der das Lager umgibt. Rohingya-Flüchtlinge sagten aus, dass der Stacheldraht sie gefangen hielt und sie daran hinderte, sich in Sicherheit zu bringen. Die Zäune haben auch das Eintreffen der Feuerwehr verzögert. Unter diesen Bedingungen und ohne die Möglichkeit, das Lager zu verlassen, sind Frauen, Mädchen, Menschen mit Behinderung und ältere Menschen besonders gefährdet. 

Entsetzt über die Situation haben wir uns an der gemeinsamen internationalen NGO-Erklärung zu den Bränden in den Rohingya-Lagern in Cox's Bazar, Bangladesch, beteiligt:

«Wir, die humanitären Organisationen, begrüssen die Zusammenarbeit mit der Regierung von Bangladesch, der Armee, der Polizei und der Feuerwehr bei ihren Bemühungen, die Flammen zu löschen und mit humanitären Akteuren zusammenzuarbeiten, um den betroffenen Menschen zu helfen. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit sich diese Katastrophe nicht wiederholt. Obwohl der Brand bei weitem der verheerendste ist, ist er nicht der einzige, der in den letzten Monaten ausgebrochen ist. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Sicherheit der Geflüchteten und den Zugang für humanitäre Hilfe zu gewährleisten, um weitere Tragödien in der Zukunft zu verhindern und abzuschwächen.»

In dieser Erklärung schlagen wir Massnahmen vor, die in Abstimmung mit den Vereinten Nationen, den Geberstaaten, der Regierung von Bangladesch und den Verantwortlichen der Flüchtlingsgemeinde in Erwägung gezogen und umgesetzt werden sollten: eine verstärkte Hilfe nach dem Brand, Entfernung der Zäune, Wiederaufbau des Lagers unter Berücksichtigung der Brandgefahr, Erstellung eines Evakuierungsplans, usw.

Lesen Sie hier die ganze Erklärung.
 

29 März 2021
Einsatzländer

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Nadia Ben Said
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