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Haiti: Wir helfen den zahlreichen Opfern

Nothlife
Haiti

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti, das bisher mehr als 1'200 Menschenleben gefordert, Tausende verletzt und zahlreiche Schäden an der Infrastruktur angerichtet hat, haben wir unsere Notfallteams mobilisiert. Wir kümmern uns in erster Linie um Verletzte, die Knochenbrüche erlitten oder Amputationen benötigten. Wie schon beim Erdbeben 2010 sind besonders schutzbedürftige Menschen – darunter Menschen mit Behinderungen, Kinder und ältere Menschen – am stärksten betroffen.

Menschen durchsuchen die Trümmer des ehemaligen Hotels Manguier nach dem Erdbeben vom 14. August 2021 in Les Cayes

Menschen durchsuchen die Trümmer des ehemaligen Hotels Manguier nach dem Erdbeben vom 14. August 2021 in Les Cayes | © Stanley LOUIS / AFP

Die HI-Teams vor Ort beschreiben eine ähnliche Situation wie beim Erdbeben 2010. Sie arbeiten eng mit den lokalen Behörden zusammen, um zu ermitteln, was jetzt am Dringendsten getan werden muss. Zusätzliche HI-Notfallteams stehen zur Verstärkung bereit und werden so bald wie möglich entsandt. Sie bereiten sich auf die Bewältigung umfangreicher Schäden vor, auf eine grosse Zahl von Schwerverletzten, die eine Notfallversorgung benötigen, aber auch auf den mittel- und langfristigen Bedarf an physischer Reha und psychosozialer Unterstützung.

Nach dem verheerenden Erdbeben von 2010 und dem Hurrikan Matthew im Jahr 2016 steht die Bevölkerung in Haiti vor einer weiteren Katastrophe inmitten von sozialen Unruhen und der Corona-Pandemie. Für die kommenden Tage gilt ausserdem eine Tropensturm-Warnung. Die Krankenhäuser im Südosten sind zurzeit mit dem Zustrom von Verletzten überfordert. In solchen Situationen ist das Infektionsrisiko aufgrund des Mangels an medizinischem Personal und medizinischer Ausrüstung sehr hoch.

Unsere Reha-Spezialistin Sibille Bühlmann, erklärt, dass die Rehabilitation von Verletzten nach einer Operation erste Priorität für HI hat.

«Für Menschen mit Knochenbrüchen, die nicht oder nicht richtig operiert werden, besteht das Risiko, dass sie mit dauerhaften Behinderungen Leben müssen. Reha ist deshalb unerlässlich. Fast alle Menschen in Haiti üben körperliche Arbeit aus. Körperliche Mobilität ist fast unabdingbar, um ein Einkommen für die Familie zu erzielen.»

Seit 2010 ist HI eine wichtige Akteurin beim Wiederaufbau in Haiti. Wir haben es ermöglicht, nationale Rehabilitationsdienste aufzubauen, die vor zehn Jahren praktisch noch nicht existierten.

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