Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung

Nothlife
Äthiopien Somalia (Somaliland) Südsudan

In ganz Ostafrika verlassen tausende Menschen auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Sicherheit ihrer Häuser.  Bei so vielen vertriebenen Menschen besteht die Gefahr, dass einige durch das soziale Netz rutschen und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Unsere Teams in Äthiopien, dem Südsudan und Somaliland arbeiten mit Hochdruck daran, dies nicht zuzulassen.

Ein Team von Handicap International trifft in Somaliland eine von Dürre bedrohte Familie.

Ein Team von Handicap International in Somaliland trifft eine Familie, die durch Dürre und Lebensmittelknappheit vertrieben wurde, Mai 2017 | © R.Duly / Handicap International

 

Somaliland & Puntland

Jeroen Stol, Programmdirektor:

„Vor kurzem ist ein Team aus Hargeisa in Somaliland zurückgekehrt. Die Stadt ist schwer von Dürre und Lebensmittelknappheit betroffen. Unsere Mitarbeiter haben Familien getroffen, die ihr Land, ihre Ernte und ihre Tiere zurücklassen mussten. Besonders schwierig für sie ist es, Kinder oder Verwandte mit Behinderungen mitzunehmen und zu versorgen. Wir werden tun, was wir können, um ihnen zu helfen.”

Unsere Aktivitäten:

  • Wir arbeiten mit anderen humanitären Organisationen, um sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe (Nahrungsmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung) für alle zugänglich ist.
  • Physische Stimulationstherapie für unterernährte Kinder

 

Südsudan

Paul Critchley, Programmdirektor:

„Es ist momentan sehr schwierig, die bedürftigsten Menschen zu erreichen. Viele Strassen sind nach den Regenfällen unpassierbar und andere sind schlichtweg zu gefährlich. Die Menschen, mit denen wir arbeiten, sind vertrieben, unterernährt und traumatisiert. Ihr Bedürfnis nach gesundheitlicher Unterstützung, sowohl physisch als auch mental, ist immens.”

Unsere Aktivitäten:

  • Unser „fliegendes Team“ sucht schwer erreichbare Gebiete auf, um die Menschen zu finden, die besondere Unterstützung brauchen. Es stellt Mobilitätshilfen wie Krücken und Rollstühle zu Verfügung und sorgt dafür, dass niemand aussen vor bleibt.
  • Wir bilden Gesundheitspartner aus und stellen psychosoziale Hilfe für Menschen mit mentalen Problemen zur Verfügung.

 

Äthiopien

Fabrice Vandeputte, Programmdirektor:

„Der Osten wurde von schwerer Dürre getroffen und im Westen treffen tausende Geflüchtete ein, die vor dem Krieg und der Hungerkrise im Südsudan geflohen sind. Viele der Geflüchteten sind unterernährte Frauen und Kinder.”

Unsere Aktivitäten:

  • Wir kooperieren mit anderen humanitären Organisationen, um sicherzustellen, dass jeder Zugang zu Wasser und Lebensmitteln hat.
  • Physische Stimulationstherapie für unterernährte Kinder
  • Wir schützen  Menschen, die bedürftig und ausgeschlossen sind und deshalb Gefahr laufen, ausgebeutet zu werden.
11 Mai 2017
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
n.ben-said@hi.org

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Syrien: Eingeschränkter humanitärer Zugang verschlimmert die Situation der Bevölkerung
Sarah Pierre / HI
Gesundheit und Prävention Nothlife

Syrien: Eingeschränkter humanitärer Zugang verschlimmert die Situation der Bevölkerung

Gemeinsam mit 21 anderen NGOs warnen wir, dass der eingeschränkte Zugang für humanitäre Hilfe verhindert, auf die steigenden Covid-19-Fälle und die harschen Winterbedingungen in Nordsyrien angemessen zu reagieren. Der UN-Sicherheitsrat muss den kontinuierlichen grenzüberschreitenden Zugang sicherstellen.

Handicap International begrüsst die Entscheidung der USA, die Waffenverkäufe an den Jemen vorübergehend stoppen
(c) HI
Minen und andere Waffen Nothlife

Handicap International begrüsst die Entscheidung der USA, die Waffenverkäufe an den Jemen vorübergehend stoppen

Reaktion von Anne Héry, Advocacy Director für Handicap International (HI).

Finanzielle Direkthilfe durch Handicap International: die notwendige Ergänzung
| © HI
Mobilisierung Nothlife

Finanzielle Direkthilfe durch Handicap International: die notwendige Ergänzung

Geld direkt an Menschen geben, die Unterstützung brauchen? Das ist eine schnelle und gezielte Möglichkeit, die Grundbedürfnisse von schutzbedürftigen Menschen zu erfüllen. Diese Form der humanitären Hilfe ist für viele Menschen in Krisenländern lebenswichtig und hat im Zuge der Corona-Epidemie zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Deshalb ist die finanzielle Unterstützung Teil unserer humanitären Hilfe.